Es war mal schön...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kolleg:innen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Strenge Hierarchie. Es wird merklich Druck ausgeübt, viel gefordert, gefragt, geredet und dann doch nicht zugehört. Eigene Entwicklungsmöglichkeiten gibt es fast gar nicht. Es fehlt an Vertrauen auf fast allen Ebenen.
Verbesserungsvorschläge
Passt auf eure Leute auf. Weniger reden, mehr zuhören! Ein Hauch Menschlichkeit schadet nicht. In den Projekten weniger Endlosschleifen drehen. Es nervt, immer wieder in unterschiedliche Richtungen geschubst zu werden, wenn man schon nicht selbst entscheiden darf - weniger Schubsen und mehr Freiraum lassen (Projektarbeit) fördert vielleicht auch (wieder) mehr Eigeninitiative.
Arbeitsatmosphäre
Angestrebte Umstrukturierung entspricht Umkrempeln, leider hat man sich dabei verkrempelt...stark hierarchische Struktur, Wertschätzung ist komplett auf der Strecke geblieben.
Image
Meiner Meinung nach ein "Möchte-gern-Elitebüro".
Work-Life-Balance
Auch hier werden großzügige Worte gesprochen und nur wenig ernst genommen. Home Office eher ungern. Minimale Urlaubstage. Teilweise Verträge mit 20 monatlichen Überstunden unbezahlt.
Karriere/Weiterbildung
Auch hier werden großzügige Worte gesprochen - leider nur leere Hülsen. Es wird nur wenig umgesetzt. Persönliche Entwicklung wird nicht gefördert.
Gehalt/Benefits
Gehalt an der untersten Grenze. kein Weihnachtsgeld. keine Extras. Es ist nicht erwünscht, dass die Kolleg:innen untereinander wissen, wie viel sie verdienen. Tip am Rande: Das Prinzip "Weniger ist mehr" funktioniert in dieser Kategorie nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit hat definitiv höhere Priorität als die persönlichen Anliegen der Mitarbeitenden.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige Grund, weshalb ich solange geblieben bin.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleg:innen bleiben länger, die Fluktuation der Jüngeren ist sehr hoch.
Vorgesetztenverhalten
Unsicherheit überspielt mit Arroganz. Kontrolle. Machtgehabe. Keine Reflektionsfähigkeit. Lästereien über Mitarbeiter:innen. Gesellschafter arbeiten teilweise gegeneinander.
Arbeitsbedingungen
Immerhin gibt es für die Hälfte einen Steharbeitsplatz. Es fehlt eine Küche mit der Möglichkeit, sich auch mal ein Mittagessen aufzuwärmen, sowie Pausenräume, um sich entspannt zurückziehen zu können. Anfragen danach werden abgetan mit der Aussage "auf der Karl-Heine-Str. gibt es genug Möglichkeiten sich ein Mittagessen zu kaufen" - dann sollte aber das Gehalt daran angepasst werden, denn ein Mittagessen für 10€ jeden Tag kann man sich damit nicht leisten.
Kommunikation
Widersprüchliche Ansagen/Arbeitsanweisungen. Teilweise erniedrigende Kommentare. Hier wird die Hierarchie deutlich spürbar – "unten" kommt nur sehr wenig an. Projektmitarbeiter:innen werden teilweise von wichtigen Besprechungen ausgeschlossen. Auf oberster Ebene merklich viel übereinander gesprochen – natürlich bekommt man das "unten" auch mit. Trotzdem wird versucht, die Wirkung nach Außen mit wundervoll umschmückten Worten aufrechtzuerhalten.
Gleichberechtigung
Ich hatte den Eindruck, das KollegINNEN deutlich weniger verdienen als gleichwertige KollegEN.
Interessante Aufgaben
Es kommt vor allem darauf an, was man für sich selbst draus macht.