Sicherer Hafen mit rückwärtslaufenden Uhren – Nichts für Gestalter
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sozialleistungen und Gehalt sind top (14 Gehälter). Auf persönlicher Ebene ist der Zusammenhalt unter den meisten Kollegen fantastisch, es wird viel gefeiert, was den Arbeitsalltag menschlich macht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die extrem starren, hierarchischen Strukturen. Wer eine Information zuerst hat, ist hier wichtiger als der Inhalt der Information selbst. Wer etwas bewegen möchte oder modernes Arbeiten auf Augenhöhe sucht, wird hier enttäuscht.
Verbesserungsvorschläge
Ich nehme wahr, dass die Personalabteilung an Verbesserungen arbeitet.
Gleichzeitig werden Themen wie Fehlerkultur, Homeoffice und IT-Unterstützung im Alltag noch nicht durchgängig auf einem modernen Niveau umgesetzt.
Hier besteht aus meiner Sicht Potenzial, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist zweigeteilt. Auf der einen Seite herrscht unter den Kollegen meist ein fantastischer Zusammenhalt auf persönlicher Ebene; es wird viel gelacht und gemeinsam gefeiert – das ist das Herzstück der Firma. Auf der anderen Seite liegt über allem der Schatten einer veralteten Fehlerkultur. Es herrscht ein Klima, in dem man lieber den Kopf einzieht, um nicht aufzufallen oder als „Schuldiger“ für Prozessfehler markiert zu werden. Dann kommt die Suche nach Verantwortlichen und das Geschiebe geht los. Der Druck durch starre Hierarchien und die mangelnde IT-Effizienz sorgen oft für unnötigen Stress im Alltag.
Image
Sehr gut nach außen
Work-Life-Balance
Auf Wunsch konkretisiere ich meine Meinung:
Die formalen Rahmenbedingungen (Gleitzeit 6–21 Uhr, 50 % Homeoffice) sind positiv.
In der praktischen Umsetzung habe ich Unterschiede wahrgenommen beim Umgang mit Homeoffice.
Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Flexibilität je nach Bereich unterschiedlich erlebt wird.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten sind vorhanden, aber oft nur innerhalb der sehr konservativen Leitplanken des Hauses. Echte Entwicklungspläne kenne ich nicht.
Gehalt/Benefits
14 Gehälter und bAV und das übliche
Kollegenzusammenhalt
Auf persönlicher Ebene sehr gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Das ist die Gruppe, die vom System profitiert. Die alten Strukturen und die Feierkultur halten viele langjährige Kollegen bei der Stange, während neue Impulse oft im Keim erstickt werden.
Vorgesetztenverhalten
Hierarchien werden über alles gestellt. Wer "Kopf einstecken und nicht auffallen" praktiziert, kommt am besten durch. Die Fehlerkultur ist veraltet: Es geht nicht darum, gemeinsam aus Fehlern zu lernen, sondern primär darum, einen Schuldigen zu finden. Das Gefühl von immer weiter so, verhindert jegliche echte Weiterentwicklung und wird zur Gefahr für die Zukunftsfähigkeit.
Arbeitsbedingungen
Die IT-Infrastruktur ist umständlich und fehleranfällig. Web Termine oder digitaler Austausch laufen kaum ohne technische Probleme ab. Die Verbindung ist nicht dauerhaft stabil oder bricht ab. Das kostet Zeit und Nerven.
Kommunikation
Stark hierarchisch geprägt. Informationen werden oft als Machtinstrument genutzt. Wer im Organigramm oben steht, hat das Wissensmonopol, was die tägliche Arbeit unnötig verlangsamt.
Gleichberechtigung
Kommt drauf an auf welcher Ebene. Hierarchisch und konservativ.
Interessante Aufgaben
Wer einen sicheren Hafen sucht und bereit ist, den Preis der Stagnation zu zahlen, ist hier richtig. Wer jedoch modern und agil arbeiten möchte und dem Augenhöhe im gegenseitigen Umgang wichtig ist, dem würde ich stark abraten.