ein Job mit Pensionsanspruch, was gibt es Schöneres ?
Gut am Arbeitgeber finde ich
nicht allzu viel, Beamtenvorteil: unkündbar. Wobei viele Tätigkeiten nicht von Beamten gemacht werden müssten. Man kann Teilzeit arbeiten. Man könnte aber auch Angestellte arbeiten lassen, es müssen nicht immer Beamte sein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
auch die Vorgesetzten müssten von den Untergebenen beurteilt werden können, nicht nur umgekehrt. Beförderungen dauern zu lange. der Stellenwechsel innerhalb der Verwaltung sollte leichter möglich sein. Die Ausbildung beim Zoll ist eine Einbahnstraße, mit dieser Ausbildung kommen sie nirgends wo anders unter.(außer vielleicht bei einem Sicherheitsdienst, nicht zu empfehlen.)
Verbesserungsvorschläge
Beförderungen müssen schneller gehen. Die Pensionen müssen auch angehoben werden , wie die allgemeinen Lebenshaltungskosten.
Arbeitsatmosphäre
hätte in vielen Fällen besser sein können, kommt drauf an , wo man sitzt. wenn man fiese Kollegen hat ist es die Hölle.hatte zu zweit ein kleines Büro.
Image
vermutlich nicht besonders, da fehlt mir die Info von anderen Leuten , die keine Beamten sind.
Work-Life-Balance
kann man unterschiedlich sehen, jedenfalls gibt es viele Teilzeitmodelle, die dann später alle die Pension kürzen. Je länger sie Teilzeit arbeiten, um so mehr wird später die Pension gekürzt !
Karriere/Weiterbildung
die Aufstiegschancen vom Mittleren in den Gehobenen Dienst sind nicht viele, und an einige Bedingungen(Beurteilung: "tritt hervor" oder besser) geknüpft. es fehlen auch immer die notwendigen Planstellen. Damals jedenfalls. Bin ja schon in Pension.
Gehalt/Benefits
relativ--- im gehobenen Dienst deutlich besser als im Mittleren, Beförderungen und damit einhergehende Lohnsteigerung können lange dauern, in meinem Fall von A8 auf A9 16 Jahre. dh. ich hatte 16 Jahre lang das gleiche Gehalt, abgesehen von den geringen Steigerungen(Altersstufen) alle 3 bzw. 4 Jahre (ca. 50,- brutto). eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge gibt es nicht. Die Pension alleine könnte knapp werden, mir fehlen nun 1000,- netto im Monat. Früher einmal gab es noch Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld , alles gestrichen. Es gab auch mal kurz eine Münchenzulage.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
keine Ahnung , ob sich da jemand von der Führung Gedanken macht.
Kollegenzusammenhalt
kann sehr unterschiedlich sein, es wird schon auch gerne mal gemobbt. Wenn man Mobbingopfer ist, kriegen sie kein Gehör beim Vorgesetzten sondern werden als der Böse betrachtet. Die Vorgesetzten haben meist keinen Mumm und scheuen Konflikte.
Umgang mit älteren Kollegen
wenn Ältere unter sich sind , ganz normal, bei Alt und Jung kann es zu Stress kommen, wie woanders auch.
Vorgesetztenverhalten
auch sehr unterschiedlich, es gibt gute , aber auch komische und inkompetente, einige müssen auf einem höher bewerteten Posten sitzen , damit sie dann auch befördert werden Obwohl der ein oder andere die Führungsqualitäten nicht mitbringt.
Arbeitsbedingungen
nicht immer gut, zum Teil Alte Gebäude, undichte Fenster etc., altes technisches Gerät. Immer noch Fax. die Software-Programme zum Teil recht umständlich .Es müssen zu viele zusätzliche Statistiken geführt werden. Zum Teil kleine Büros.
Kommunikation
der Info-Austausch im Hause selbst hakte an einigen Stellen.auch der Austausch mit anderen Dienststellen und Behörden ist nicht optimal.
Gleichberechtigung
die Verwaltung bemüht sich scheinbar .Es gibt viele Frauen in der Verwaltung.
Interessante Aufgaben
es gibt schon interessante Bereiche beim Zoll, was es einem verleidet ist das mangelnde feedback, dh. die Anerkennung , wenn du den Job gut machts. ! In den meisten Verwaltungstätigkeiten im Büro holt dich schnell die Routine ein , also die Monotonie.Im Büro überwiegende Arbeit am Bildschirm.