Ihr Unternehmen?

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AVL 
List 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehrfachbewertung

Zwischen Veränderungsbereitschaft und Entscheidungsstillstand

3,0
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei AVL List GmbH. in Graz gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass sich die neue Geschäftsleitung das Feedback zur bisher unzureichenden Kommunikation zu Herzen genommen hat. Es ist erkennbar, dass daran gearbeitet wird, die Informationsweitergabe und den Austausch transparenter und regelmäßiger zu gestalten.

Eine konkrete Verbesserung ist, dass Informationsveranstaltungen nicht mehr ausschließlich um 16 Uhr stattfinden. Dadurch haben auch Kolleginnen und Kollegen in Teilzeit die Möglichkeit, live daran teilzunehmen und sich direkt zu informieren. Sie sind dadurch weniger darauf angewiesen, wichtige Informationen nachträglich über den Flurfunk zu erhalten.

Diese Veränderung ist ein gutes Signal und zeigt, dass Rückmeldungen aus der Belegschaft wahrgenommen und teilweise auch umgesetzt werden.

Verbesserungsvorschläge

Bitte kommuniziert transparenter, wie es mit der Umstrukturierung weitergeht. Die teilweise Restrukturierung einzelner SBUs wurde von den Mitarbeitenden wahrgenommen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist und wichtige Fragen weiterhin offenbleiben.

Insbesondere ist unklar, wie mit den ZEN-Abteilungen, den Affiliates und AST weiter verfahren werden soll. Welche Bereiche sind von weiteren Veränderungen betroffen? Welche Ziele werden mit der Umstrukturierung verfolgt? Und wie sieht die zukünftige organisatorische und strategische Ausrichtung aus?

Auch wenn zum aktuellen Zeitpunkt möglicherweise noch nicht alle Entscheidungen endgültig getroffen wurden, wären regelmäßige Updates und eine transparente Einordnung wichtig. Mitarbeitende können besser mit Veränderungen umgehen, wenn sie verstehen, warum diese notwendig sind, welchem Plan sie folgen und was als Nächstes passiert.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich aktuell als eher gedrückt. Die anhaltende Krise ist im Arbeitsalltag deutlich spürbar und sorgt bei vielen Mitarbeitenden für Unsicherheit. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass innerhalb der SBU weitgehend weitergemacht wird wie bisher, obwohl sich die Rahmenbedingungen verändert haben. Notwendige Anpassungen und eine klare Neuausrichtung sind bisher kaum erkennbar.

Image

Intern ist das Image des Unternehmens aus meiner Sicht bereits seit längerer Zeit nicht mehr so positiv wie früher. Die aktuelle Situation, die Unsicherheit und die fehlende klare Kommunikation zur strategischen Ausrichtung beeinflussen die Wahrnehmung innerhalb des Unternehmens zunehmend.

Mittlerweile wird die Entwicklung auch außerhalb des Unternehmens stärker wahrgenommen. Durch wiederholte Schlagzeilen zur Reduktion von Personal entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich das Unternehmen in einer schwierigen und instabilen Phase befindet. Das kann sich sowohl auf die Identifikation der Mitarbeitenden als auch auf die Wahrnehmung bei Bewerberinnen und Bewerbern, Kunden und Geschäftspartnern auswirken.

Um das Image nachhaltig zu verbessern, braucht es aus meiner Sicht mehr Transparenz, eine klare Zukunftsstrategie und sichtbare Maßnahmen, die Vertrauen schaffen. Nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern vor allem die tatsächlichen Entwicklungen und der Umgang mit den Mitarbeitenden werden entscheidend dafür sein, wie sich das Unternehmensimage künftig weiterentwickelt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance empfinde ich insgesamt als gut. Aus meiner Sicht liegt sie jedoch nicht ausschließlich in der Verantwortung des Unternehmens, sondern auch bei jedem einzelnen Mitarbeitenden. Das Unternehmen kann die notwendigen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen schaffen.

Karriere/Weiterbildung

Gibt es nicht mehr. Weiterbildungen nur als interne Trainings.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalt der Abteilung großartig

Umgang mit älteren Kollegen

Vielen wurde die Altersteilzeit angeboten

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der direkten Führungskraft erlebe ich grundsätzlich positiv. Sie ist sehr bemüht, die Motivation im Team aufrechtzuerhalten, gerade angesichts der aktuell schwierigen Situation. Dabei zeigt sie ein gutes Verständnis dafür, wie Teamgeist und Zusammenhalt entstehen und wie man diese aktiv fördern kann. Die Kommunikation und Unterstützung innerhalb des direkten Teams wirken dadurch wertschätzend und motivierend.

Kritischer sehe ich die Kommunikation seitens der SBU-Leitung. Von dort ist aktuell wenig beziehungsweise kaum etwas zu hören.

Arbeitsbedingungen

In Ordnung

Kommunikation

Es fehlt an transparenter Kommunikation zur strategischen Ausrichtung. Es ist unklar, welchen konkreten Plan es gibt, um die aktuelle Krise zu bewältigen und wieder nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Gerade mit Blick auf die schwierige Situation in der Automobilindustrie wären

Antworten auf zentrale Fragen wichtig:
- Wo liegen die zukünftigen Potenziale für unsere Software?
- Wie wollen wir uns vom Wettbewerb differenzieren?
- Welche konkreten Maßnahmen sollen kurzfristig und langfristig umgesetzt werden?

Ohne eine nachvollziehbare Strategie und regelmäßige Kommunikation entsteht das Gefühl, dass Entscheidungen vertagt werden und man lediglich auf eine Verbesserung der Situation wartet. Das belastet die Stimmung zusätzlich und erschwert es, Zuversicht und Eigeninitiative aufrechtzuerhalten.

Positiv ist, dass aus anderen SBUs durchaus Veränderungen wahrgenommen werden. Dort entsteht teilweise der Eindruck, dass neue Ansätze verfolgt und Entwicklungen aktiv vorangetrieben werden.

Gehalt/Benefits

Mit dem Gehalt bin ich grundsätzlich zufrieden. Auch wenn der Metall-Kollektivvertrag aus meiner Sicht nicht mehr den Stellenwert und die Vorteile von früher hat, bin ich bereit, gewisse Einschränkungen mitzutragen, wenn transparent vermittelt wird, dass diese Maßnahmen tatsächlich zum Erhalt und zur Stabilisierung des Unternehmens beitragen.

Bei den Benefits hat sich das Angebot allerdings deutlich reduziert. Mittlerweile bestehen die zusätzlichen Leistungen größtenteils aus Rabatten bei externen Unternehmen, die entweder über den Betriebsrat verhandelt oder über die Corporate-Benefits-App angeboten werden. Diese Angebote sind zwar grundsätzlich nett, ersetzen für mich aber keine echten betrieblichen Zusatzleistungen.

So wurde beispielsweise die Essenszulage gestrichen, während die Qualität der Kantine eher im unteren Bereich liegt. Auch kleine Aufmerksamkeiten zu Anlässen wie Weihnachten wurden abgeschafft. Dabei geht es nicht um große oder teure Geschenke – eine kleine Geste der Wertschätzung, beispielsweise eine Packung Manner mit einem kurzen Dankeschön, würde bereits ausreichen. Inzwischen kommen solche Aufmerksamkeiten, wenn überhaupt, überwiegend

Gleichberechtigung

Im Unternehmen gibt es nur wenige Frauen in leitenden Positionen. Mir ist bewusst, dass dies teilweise mit der Branche und dem technischen Fachbereich zusammenhängen kann, in dem traditionell mehr Männer als Frauen tätig sind. Das allein erklärt aus meiner Sicht jedoch nicht vollständig, warum Frauen auch in Führungs- und Entscheidungspositionen so wenig vertreten sind.

Zusätzlich entsteht der Eindruck, dass Frauen teilweise noch in traditionelle Rollenbilder eingeordnet werden. So habe ich aus unterschiedlichen Abteilungen bereits Kommentare gehört wie: „Sie hat jetzt ein Kind bekommen“ oder „Sie hat jetzt andere Ziele.“ Solche Aussagen können den Eindruck vermitteln, dass Frauen aufgrund ihrer familiären Situation weniger ambitioniert, weniger verfügbar oder weniger an beruflicher Weiterentwicklung interessiert seien.

Interessante Aufgaben

Glücklicherweise gibt es weiterhin interessante und abwechslungsreiche Aufgaben. Dadurch bleibt die Arbeit fachlich anspruchsvoll und bietet die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen sowie sich weiterzuentwickeln.

Besonders positiv ist, dass meine direkte Führungskraft sehr unterstützend ist. Sie gibt Rückhalt, fördert Eigeninitiative und schafft den notwendigen Freiraum, um Aufgaben eigenverantwortlich zu bearbeiten. Das trägt wesentlich dazu bei, dass die Arbeit trotz der aktuellen Herausforderungen motivierend bleibt.

Was mich allerdings stört, ist, dass wir uns weiterhin zu häufig in Abstimmungen verlieren. Ein Meeting folgt auf das nächste, ohne dass daraus immer konkrete Entscheidungen oder sichtbare Ergebnisse entstehen. Häufig entsteht der Eindruck, dass Themen wiederholt besprochen werden, anstatt Verantwortlichkeiten festzulegen und tatsächlich umzusetzen.

Insgesamt sind die Aufgaben interessant und bieten gute Entwicklungsmöglichkeiten. Einen Punkt Abzug gibt es vor allem aufgrund der fehlenden Umsetzung und der Vielzahl an Abstimmungen ohne ausreichendes Commitment zu konkreten Entscheidungen..

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.