Wir sind ja so toll! ... jo eh.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Work-Life-Balance ist ein großer Pluspunkt. Flexible Arbeitsmöglichkeiten und Vertrauen in die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter funktionieren in vielen Teams sehr gut. Besonders in gut eingespielten, selbstorganisierten Teams ist ein starker Zusammenhalt spürbar. Auch einzelne Benefits wie das Jobticket sind positiv hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation wirkt häufig unpersönlich und geht an den tatsächlichen Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbei. Bereichsübergreifend fehlen teilweise Zusammenarbeit und gemeinsames Verständnis. Viele Strukturen wirken festgefahren und Veränderungen werden nur langsam umgesetzt. Außerdem entsteht der Eindruck, dass bei Themen wie Weiterbildung, Gehaltsentwicklung und Mitarbeiterzufriedenheit zu wenig langfristig gedacht wird.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wert auf transparente und authentische Kommunikation legen und nicht nur Marketing-Kommunikation betrieben. Auch kritische Themen offen ansprechen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker einbinden. Außerdem sollten Weiterbildung, Mitarbeiterzufriedenheit und bereichsübergreifende Zusammenarbeit stärker gefördert werden. Weniger festgefahrene Strukturen und mehr Mut zu Veränderungen bzw. Distanz zu DE würden dem Unternehmen guttun.
Arbeitsatmosphäre
Schwer pauschal zu beantworten, da die Arbeitsatmosphäre je nach Bereich stark unterschiedlich ist. In der Regel wird sie vor allem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst gestaltet, von Unternehmensseite kommen aus meiner Sicht nur wenige Impulse.
Das funktioniert dort gut, wo Teams eingespielt sind. Diesen Eindruck habe ich zumindest in meinem eigenen Bereich.
Abteilungsübergreifend bekommt man schon die negativen Einstellungen zu spüren, jeder Kämpft für sich und wenn jemand etwas vor 15 Jahren beschlossen hat fährt auch 2040 die Eisenbahn drüber.
Image
Natürlich kennt man CANCOM, wenn man bereits Dienstleistungen oder Produkte von uns bezieht. Unter Image verstehe ich allerdings auch eine gewisse Form von Prestige und diese schwingt bei diesen sechs Buchstaben meiner Meinung nach nicht mit.
CANCOM ist aus meiner Sicht eine IT-Firma wie viele andere auch. Man kann von Kapsch halten, was man will, aber der Name allein war vielen Menschen zumindest ein Begriff.
Ich glaube nicht, dass viele Menschen sagen würden: „Wow, das ist DIE CANCOM, dort möchte ich unbedingt arbeiten!“
Schwierig finde ich hingegen, dass genau diese, von mir eher sarkastisch gemeinte Aussage von den C-Levels als Benefit dargestellt wird.
Meiner Meinung nach ist das kein entscheidender Faktor, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu bewegt, hier zu arbeiten.
... Auch wenn ich mir das aus der Sicht eines C-Level natürlich wünschen würde
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist einer der größten Pluspunkte.
Allerdings nicht verwunderlich, dass das Thema Homeoffice in der deutschen Zentrale kritisch gesehen wird.
Gleichzeitig wurden die Büroflächen inzwischen so gestaltet, dass sie nicht mehr auf eine gleichzeitige Anwesenheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgelegt sind. Dafür wurden die Büros in denen sich die Arbeitsplätze befinden aber auch so lieblos gestaltet, dass man sowieso keine lust hat reinzukommen.
Karriere/Weiterbildung
Hier wird sehr stark auf Eigeninitiative gesetzt. Gleichzeitig bekommen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Auswirkungen der Budgetkürzungen zu spüren.
Auch wenn ich nachvollziehen kann, warum gerade in diesem Bereich gespart wird, bin ich der Meinung, dass Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheit und Weiterbildung die falschen Bereiche dafür sind.
Dem Unmut über ausbleibende oder nur stiefmütterlich behandelte Weiterbildung könnte man jedoch mit proaktiver und transparenter Kommunikation deutlich entgegenwirken. Was leider nicht getan wird.
Zum Punkt Karriere kann ich mich nicht äußern, da es in den vergangenen Jahren zwar unzählige Umstrukturierungen gegeben hat, sich bei den Führungskräften allerdings kaum etwas geändert hat. In so fern steht es um die Karriere-Chancen dann nicht so gut.
Gehalt/Benefits
Ja, die Wirtschaft ist im Umbruch. Trotzdem wird damit sehr unprofessionell und intransparent umgegangen.
Beim Gehalt gilt: Man bekommt, was man verlangt (vielleicht).
Gleichzeitig wird das Thema so tabuisiert, dass manche sogar glauben, es sei verboten, darüber zu sprechen.
KV-Erhöhungen erfolgen zum letztmöglichen Zeitpunkt (1. Juli) und die Verteilung ist nicht nachvollziehbar. Natürlich ist das auch eine Schwäche des IT-KVs, zeigt aber, dass kein großer Anspruch besteht, es besser zu machen.
Benefits gibt es (noch) einige, wie zum Beispiel das Jobticket. Das Firmenrad wurde hingegen ohne nachvollziehbare Begründung wieder gestrichen, obwohl solche Angebote auch einen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten könnten.
Es gibt zwar auch eine Essensstütze in Höhe von 4,50 €, diese ist jedoch auf ausgewählte Lokale in der Umgebung beschränkt. Auch wenn es unterschiedliche Meinungen zur Qualität des Angebots gibt, empfinde ich das Essen dort eher als zweckmäßige, schnelle Verpflegung ohne besonderen Qualitätsanspruch, bei gleichzeitig hohem Preis.
Beim Billa, der sich auch am Campus befindet, kann die Stütze nicht genutzt werden, weil ... ... ...
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Müll wird angeblich getrennt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb einzelner Teams kann der Zusammenhalt durchaus sehr gut funktionieren, insbesondere dort, wo sie eingespielt sind und eigenverantwortlich arbeiten.
Gleichzeitig entsteht jedoch häufig der Eindruck, dass dieser Zusammenhalt an den Abteilungsgrenzen endet und bereichsübergreifende Zusammenarbeit deutlich schwerer fällt.
Umgang mit älteren Kollegen
See above and make up your own mind ...
Vorgesetztenverhalten
Meine direkten Vorgesetzten würde ich mit 5 von 5 Sternen bewerten.
Auf unternehmensweiter Ebene sieht das jedoch deutlich anders aus. Teilweise wirkt das Auftreten einzelner Führungskräfte höchst unprofessionell. Ich will den Term "Alter-weißer-Mann" nicht überstrapazieren, weil sie nicht immer alt oder männlich sind, aber das was man sich unter diesem Verhalten vorstellt ist doch deren kleinster gemeinsame Nenner. #PeterPrinzip
Arbeitsbedingungen
Die Lounge ist ein klarer Pluspunkt des Gebäudes. Mit Wuzzler, Billardtisch, Dartscheibe sowie Snacks und Getränken zu Supermarktpreisen bietet sie einen angenehmen Bereich für Pausen und After-Work-Drink.
Der restliche Teil der Zentrale wirkt dagegen eher zweckmäßig und wenig inspirierend. Die Räumlichkeiten sind mittlerweile nicht mehr darauf ausgelegt, dass die gesamte Belegschaft gleichzeitig vor Ort ist (grundsätzlich nachvollziehbar). Die Gestaltung trägt aber auch nicht dazu bei, die Anwesenheit im Büro attraktiver zu machen.
Die Büros selbst wirken sehr nüchtern: wenig bis keine Begrünung, kaum Akustikmaßnahmen und eine überwiegend graue Gestaltung. Bessere Schalldämmung findet man hauptsächlich in den Rückzugskammerln bzw. Separées (dafür nicht in den Meetingräumen lol).
Die dort eingesetzten Wandinstallationen erfüllen zwar ihren Zweck, sorgen durch ihre Gestaltung aber bei längerer Betrachtung eher für Schwindel als für Wohlbefinden.
Grundsätzlich kann man im Office arbeiten – ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt, ist es für viele jedoch nicht.
Kommunikation
Es gibt viele E-Mails, die Erfolge kommunizieren und den Zusammenhalt stärken sollen. Da jedoch bereichsübergreifend oft kein gemeinsames Miteinander gelebt wird, verpufft diese Wirkung häufig. Hinzu kommt, dass die Kommunikation meist sehr unpersönlich wirkt und wenig Emotion vermittelt.
Auch die Vorstand-Calls gehen aus meiner Sicht oft an den Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbei. Wiederkehrende Fragen, etwa zur Mitarbeiterbeteiligung blieben so lange unbeantwortet, dass sie zum Meme wurden. Themen wie KV-Erhöhungen werden sehr spät aufgegriffen, während ein Großteil der Zeit für eine emotionslose Darstellung der Unternehmenserfolge verwendet wird.
Gleichberechtigung
Auf der einen Seite ist es schön zu sehen, dass die Belegschaft bunter wird. Auf der anderen Seite erlebt man dann von Personen, die Jahrzehntelang im Unternehmen sind, ein stark ausgeprägtes Ego besitzen und/oder auch dem Betriebsrat angehören, Aussagen, bei denen man sich einfach nur auf den Kopf greift.
Unterschwelliger Sexismus, patriarchalisches Machtgeplänkel und abfällige Aussagen gegenüber LGBTIQ+ habe ich über die Jahre alles schon mitbekommen.
Diesen Personenkreis allerdings darauf aufmerksam zu machen, wäre ein Schuss ins eigene Knie.
Dafür kann man In diesem Fall eindeutig sagen, dass das Problem alt, weiß und männlich ist.
Interessante Aufgaben
Es ist wie zu Ostern, wenn man lang genug danach sucht findet man etwas.
Fairerweise muss man dazu sagen, dass man je nach Job aber auch schon im Vorfeld wissen kann, worauf man sich einlässt.

