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CANCOM 
Austria 
AG
Bewertung

Nach jeder Restrukturierung noch etwas schlechter...

2,2
Nicht empfohlen
FreelancerHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei CANCOM Austria AG in Wien gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Schlechter werdend, unterwegs in Richtung noch schlechter. Alle 3 bis 6 Monate Restrukturierung, wieder ein neuer Chef, eine neue Organisation, eine neue Vorgangsweise. Klar, das was war hat nicht am Markt funktioniert, aber wenn eine Abteilung nur in Veränderung gefangen ist, wird sie nie performen können.

Image

Wenn man Kapsch sagt klingelt es, sonst nicht. Und dann hört man auch Mal "ah, ihr macht auch schon KI?"

Work-Life-Balance

Überraschenderweise eigentlich ganz in Ordnung. Die Arbeitszeit ist extrem stressig, denn man sitzt in Back 2 Back Meetings den ganzen Tag, Arbeit wird während den Meetings erledigt. Eh egal, die meisten Meetings haben weder Agenda und werden von 2 Individuen an sich gerissen. Man ist gezwungen alles und jedes auf ein Ticket zu buchen, für Selbstorganisation und Verbesserungen bleibt keine Zeit. Dafür hat man nach Feierabend und am Wochenende dann seine Ruhe, die man auch dringend benötigt.

Karriere/Weiterbildung

Jeder gegen jeden, mit Vitamin B ja, sonst eher nein.. befördert wird nicht der mit der meisten Erfahrung oder gar mit dem richtigen Studium, sondern der, der Ja und Amen sagt.

Gehalt/Benefits

Nahezu marktkonform. Aber eben eher nicht. Die HR kommt halt mit "Gehaltsbänder" um die Ecke, aber das ein Ai Entwickler im gleichen Gehaltsband steckt wie ein Junior Netzwerktechniker klingt dann eher nach einem Bänderriss.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Klimaanlagen werden erst bei 27 Grad im Büro eingeschaltet.

Kollegenzusammenhalt

Ursprünglich ganz gut, man hilft wo man kann und erhält auch Unterstützung. Seit der Restrukturierung sind Hunger Games ausgebrochen. Man kann nur hoffen, dass man mit dem Rücken zu Wand steht.

Umgang mit älteren Kollegen

Gut, gibt viele die lange dabei sind . Never change a running system.

Vorgesetztenverhalten

Vorgesetzte gibt es, ja. Was früher ein eingeschworener Kreis war, zerlegt sich jetzt von selbst und kämpft ums Überleben. Ganz oben wird es nun, naja, sehr direkt. Wer will das Mitarbeiter Veränderung mittragen, muss diese abholen und eine Kultur der Transparenz, des Vertrauens und der Ehrlichkeit bauen und vorleben. Derzeit wird der Hammer eingesetzt. Auch okay, wenn es das unausgesprochene Ziel ist, die Abteilung zu halbieren.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist kühl und lieblos, hat gerade so das Notwendigste. Webcam zählt nicht zur Ausrüstung, deswegen sehen mich Kunden immer von schräg unten wie ich auf einen anderen Monitor glotze. Arbeitsmittel sie Laptops werden bestellt, nach Monaten kommt man drauf, es wurde nicht bestellt. Die Kaffee Küche ist schön, aber unpraktikabel da viel zu wenig Sitzplätze. Wassergläser und Tassen braucht man nach 9 Uhr nicht mehr suchen.

Kommunikation

Wenn CANCOM wüsste was CANCOM tut ist mittlerweile ein Leitspruch den sogar der Vorstand kennt. Über Abteilungen hinweg schwierig, seit neuestem und vor allem im Zuge der Restrukturierung mangelhaft. Nicht weil nicht vorhanden, sondern weil absolut unvollständig. Ein neues Zielbild wird kommuniziert, aber niemand denkt dabei an Mitarbeiter, die weder ihre Rolle noch ihren Platz wiederfinden. Gleichzeitig wird gesagt, niemand wird gekündigt, aber vorgesehen bist du auch nicht mehr. Cool.

Gleichberechtigung

Stelle mir es als Frau sehr schwer hier vor. Auch, weil ältere Kollegen "es ja nicht anders gelernt haben". Im Meeting Damen mit Kosenamen zu nennen ist halt 2026 nicht mehr ganz so angebracht.

Interessante Aufgaben

Thematisch wurde hier alles verkauft, was nah am Hype ist. Dadurch sind Themen und Projekte wirklich technologisch fordernd und interessant in der Umsetzung. So lange man seine Lösungen entwickelt und wenig in Kontakt mit dem drum herum kommt, machen die Aufgaben sehr viel Spaß.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.