Eine Erfahrung auf die ich besser verzichtet hätte...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Breites Produktportfolio, kompetente Kollegen in Ostösterreich (ab Salzburg Richtung Osten), theoretisch ein innovatives Arbeitsumfeld (nicht zutreffend für Westösterreich).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe oben... kein Teamspirit, Einzelkämpfertum, unnötige Grabenkämpfe, zu traditionelle Arbeitsweisen (...das hab ma immer schon so gemacht...)... usw usw usw
Verbesserungsvorschläge
Langjährige Mitarbeiter die sich wie pragmatisierte Beamte verhalten und das Wort "Teamwork" in ihrem Sprachgebrauch nicht verwenden/kennen, sollten Aufgaben zugeteilt werden, bei denen sie nicht der unnötige Klotz am Bein sind.
Arbeitsatmosphäre
Dienstältere Kollegen die teilweise eher in die Kategorie "Wadenbeisser" fallen, sorgen nicht dafür dass ein gutes (normales) Arbeitsklima herrscht und man sich wohl fühlt.
Image
Ich bin der Meinung, dass es in Ostösterreich mehr "Spass" macht für dieses Unternehmen zu arbeiten. Im Westen haben viele Kunden keine all zu Gute Meinung zum Unternehmen. Intern beweihräuchert man sich doch sehr gerne und betont wie super alles sei - die Realität sieht im Westen aber anders aus...
Work-Life-Balance
man merkt recht schnell das sich ein erhöhter Einsatz durch Mehrarbeit nicht bezahlt macht, daher kann man von einer ausgewogenen Balance sprechen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
das papierlose Büro exisitiert.... NICHT in diesem Unternehmen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt tatsächlich Kurse mit internen/externen Coaches... einige Kurse sind allerdings aus der eigenen Tasche zu bezahlen, wie mir mitgeteilt wurde... und der Großteil der Kurse findet in Wien statt.
Kollegenzusammenhalt
Dienstjüngere Kollegen die mit den selben Herausforderungen zu kämpfen haben, können Verständnis für interne/externe Herausforderungen entwickeln - der Zusammenhalt spiegelt sich in einer Art Austausch der Probleme wieder. Dienstalte Probleme machen "ihr Ding" und fahren den Karren so weiter wie sie es seit xx Jahren machen/gewohnt sind... traurig aber wahr...
Vorgesetztenverhalten
3 Vorgesetzte in 6 Monaten - das hab ich so noch nicht erlebt. Vorgesetzer Nr 1 hat durch eine ausgeprägte fachliche/Führungs-Inkompetenz geglänzt und wurde zurecht gegangen, die interims "Chefs" sind bemüht interne Veränderungen voranzutreiben und ein offenes Ohr für aktuelle Fälle anzubieten - allerdings ist es nicht genug, wenn man nur einen "Teilzeit" Vorgesetzten hat und das Team vor Ort nicht am selben Strang zieht bzw dagegen arbeitet.
Arbeitsbedingungen
ein Gebäude, welches innen wie außen ziemlich retro ist... passt aber zum Mindset und Großteil der Kollegen vor Ort, Klimaanlagen gibt es nur in den beiden Besprechungsräumen und dem Büro des Geschäftsstellenleiters, Lüftung ist möglich aber dafür muss man den Strassenlärm des Gewerbegebietes Rossau ertragen. Schreibtische und Stühle sind ok - aber das sollte jetzt keine Besonderheit darstellen.
Kommunikation
Ich hab mittlerweile einige Unternehmen kennengelerent, aber eine derart schlechte interne Kommunikation hab ich noch nicht erlebt (bezogen auf den Standort Westösterreich)
Gehalt/Sozialleistungen
Eine derart intransparente Gehaltsabrechnung und unsinnige Provisionsabrechnung habe ich noch nicht gesehen. Immerhin gibt es einen Betriebsrat, der einmalig im Jahr eine finanz. Ausschüttung tätigt, ebenso gibts eine Stützung für das Mittagessen... ändert aber nichts am Gehalt/der Provisionsregelung. Immerhin wird das Gehalt pünktlich bezahlt.
Interessante Aufgaben
Es gibt, unternehmensweit betrachtet, ein breites/interessantes Produktportfolio... allerdings sind einige Bereiche speziell in Westösterreich nicht mehr up2date bzw nicht (mehr) gefragt und man hat nicht erkannt oder will keine Innovationen/Anpassungen voran treiben. Das macht die Arbeit sehr mühsam und ernüchternd.


