Große Worte, wenig gelebte Werte – enttäuschende Erfahrung hinter einer starken Außenfassade
Verbesserungsvorschläge
Im Unternehmen wird häufig betont, wie wichtig die Mitarbeitenden sind und dass man alles für sie tue. Leider spiegelt sich das in der Praxis kaum wider. Die Firma präsentiert sich gern als familiär, tatsächlich fühlt es sich aber wie ein weiterer austauschbarer Corporate-Job an. Entscheidungen fallen oft ohne echte Transparenz, und Gespräche mit Führungskräften finden, selbst auf expliziten Wunsch, viel zu selten statt. Das aufgesetzte „Wir sind eine Familie“-Image wird intern regelrecht aufgedrückt. Gleichzeitig wird dieses überhöhte Selbstbild ständig betont – als müsste man dankbar sein, überhaupt dort arbeiten zu dürfen, weil man angeblich Teil der „besten Firma der Welt“ ist.
Mein eigener Kündigungsprozess war sinnbildlich für das Problem: Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses kam völlig überraschend, ohne vorheriges Gespräch und ohne nachvollziehbaren Grund. Schon davor gab es Warnsignale: innerhalb meines Teams wurde ich zunehmend ignoriert, Nachrichten blieben unbeantwortet und grundlegende Kommunikation fand einfach nicht mehr statt. Für ein Unternehmen, das Offenheit und Mitarbeiterorientierung als zentrale Werte kommuniziert, wirkt so ein Umgang irritierend und enttäuschend.
Gute Führung lebt von Ehrlichkeit, Kompetenz und dem Willen zuzuhören. Solange die Firma mehr Energie in ihr Erscheinungsbild steckt als in einen respektvollen Umgang und echte Kommunikation, wird dieses Missverhältnis bestehen bleiben.

