Wichtige Erfahrungen gemacht aber aktuell nicht empfehlenswert!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gemeinsame Mittagessen im Team, Büro war sehr schön und sauber, Arbeitsausstattung, Standort wirklich toll und zentral.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auf die menschlichen Bedürfnisse oder Gefühle wurden vor allem im letzten Jahr kaum eingegangen, und wenn, fühlte es sich nicht ehrlich gemeint an. Ich habe am Ende meiner Dienstzeit dort sehr stark verspürt, das die Führung ihr eigenes Interesse und die Zahlen in den Vordergrund stellten. Warum wir Angst hatten und teilweise wütend waren, hatte man nach meinem Empfinden kaum verstehen wollen.
Arbeitsatmosphäre
Als ich startete war die Stimmung wirklich TOP! Nach einigen Jahren jedoch und seit der wirtschaftlich schwierigen Situation hat man sich, was die Stimmung betrifft, einfach nicht mehr erholen können. Das Motivationslevel ging stetig abwärts, es wurde immer mehr Druck auf DB-bringende Mitarbeiter:innen gemacht und Druck wurde abteilungsübergreifend weitergegeben. Das führte zu Frust, Reibereien, Schuldschiebungen, Angst um den Arbeitsplatz und einem ständigen Gefühl von Überleben, auch wenn man versucht hat, täglich sein Bestes zu geben. Nicht schön… Dennoch möchte ich betonen, das vereinzelte Teamleads sich weiterhin für ihre Teams jeden einzelnen Tag einsetzten und versucht haben, die Transparenz, den Frieden und Zusammenhalt so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Jeden Tag aufs Neue wurde versucht, mit Motivation und Positivität der Angst entgegenzuwirken, ich bin nicht sicher ob jene Personen je ein Danke von der Führungsebene erhalten haben…
Work-Life-Balance
Streichung sehr vieler Benefits die einem mehr Work-Life-Balance gaben. Dazu kamen Überstunden, die man ab einem gewissen Zeitpunkt sogar freiwillig machen wollte um seinen Job behalten zu können.
Karriere/Weiterbildung
Für mich kaum spürbar.
Gehalt/Benefits
Gehaltsanpassungen blieben während der Krise trotz Zielerreichung leider aus. Prämien wurden zurückgefordert. „Man merke es eh nicht weil man mit November ja Doppeltes bekommt“…
Kollegenzusammenhalt
In meinem Team TOP! Wir haben aber auch alle jeden Tag dafür und füreinander gekämpft. Daraus entstanden Freundschaften und eine tolle Atmosphäre im Team. Wir konnten offen über alles reden, was vor allem in den schwierigsten Zeiten wichtig für uns war. Außerhalb unseres Teams, sah es leider komplett anders aus…
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht beurteilen.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Teamlead war ein absoluter Traum! Tolle Führungsqualitäten! Transparenz, Kommunikation, Struktur, Empathie, Menschlichkeit. Von dieser Person durfte ich sehr viel lernen!
Kommunikation
Wir hatten zwar regelmäßige Meetings auf Unternehmensebende, jedoch war so manche Informationsgebung in den letzten beiden Jahren zu optimistisch und man wunderte sich dann, warum nachfolgende Dienstgeberkündigungen Empören und Verwirrung auslösten. Mehr Realismus, auch in strategischen Entscheidungen, hätte gut getan. Die Kommunikation in meinem Team und von meinem Teamlead jedoch war im Vergleich dazu herausragend! Nur weil wir uns so stark zusammengerauft haben und füreinander da waren, haben wir so lange als Einheit „überlebt“. Ein riesen Danke geht an meine Kolleg:innen und meinen Teamlead!
Gleichberechtigung
Mir ist aufgefallen das die Gehälter teilweise sehr unterschiedlich waren. Zudem bekam man öfter das Gefühl, das Personen aufgrund des Alters nicht immer ernstgenommen wurden, das ist schade weil in meiner Beobachtung dadurch wichtiges Potenzial nicht genutzt werden konnte! Wenn man Junior ist oder war, bleibt man es in den Augen der Führung länger als eigentlich angebracht.
Interessante Aufgaben
Aufgaben waren in Ordnung, leider fehlte etwas die Abwechslung. Manche Aufgaben oder Projekte waren leider unrealistisch durchdacht was wiederum zu Frust führte wenn man aufgrund der Rahmenbedingungen einfach zu keinem Erfolg kommen kann!

