Wenn Einsatz zur Selbstverständlichkeit wird
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg:innen, die Flexibilität und die Werte, die epunkt nach außen trägt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gerade in schwierigen Zeiten entstand bei mir der Eindruck, dass viele der kommunizierten Werte intern nicht konsequent gelebt wurden (Vertrauen, Wertschätzung), andere hingegen mit hoher Konsequenz und teils spürbarem Druck eingefordert wurden (Ownership).
Verbesserungsvorschläge
Langjährige Mitarbeiter:innen wertschätzen. Stärker zwischen sichtbarer Präsenz und tatsächlichem Beitrag unterscheiden
Work-Life-Balance
Die Benefits waren zu Beginn ein großer Pluspunkt, wurden über die Jahre aber schrittweise reduziert – z.B. durch das Ende der 4-Tage-Woche oder die Home-Office-Beschränkung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war immer top
Umgang mit älteren Kollegen
All jene, die konstant Verantwortung übernehmen, flexibel mit Veränderungen umgehen und zusätzliche Aufgaben auffangen, werden schnell als selbstverständlich wahrgenommen.
Vorgesetztenverhalten
Mir fehlte eine klare strategische Ausrichtung und nachvollziehbare Ziele, die motivieren (speziell für Corporate Functions). Ich hatte auch oft den Eindruck, dass Sichtbarkeit und Lautstärke stärker wahrgenommen werden als tatsächliche Verlässlichkeit und Einsatz.
Kommunikation
Nach mehr als 8 Jahren im Unternehmen hätte ich mir zum Abschied zumindest ein ehrliches „Danke“ gewünscht. Leider gab es kein Offboarding-Gespräch, kein Zeichen von Wertschätzung (abgesehen vom Team) und auch keine Rückmeldung auf Feedback, das zuvor aktiv von HR eingefordert wurde.
Besonders schade fand ich, dass nie gefragt wurde, warum ich mich letztlich für einen Wechsel entschieden habe. Dadurch entstand bei mir das Gefühl, dass mein Einsatz schon lange nicht mehr gesehen wurde.
Interessante Aufgaben
Wer hier arbeitet, muss bereit sein, sich ständig auf Veränderungen einzustellen – sei es in der Führungsebene, im wachsenden Verantwortungsbereich oder in den internen Strukturen.
Ich habe diese Veränderungen über viele Jahre loyal mitgetragen, auch dann, wenn (immer wieder und selbstverständlich!) zusätzliche Aufgaben ehemaliger Mitarbeiter:innen übernommen werden mussten.

