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Bewertung

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Mikromanagement und fehlende Vertrauenskultur belasten das Arbeitsklima

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Produkt ist wirklich gut und hat seine Berechtigung am Markt. Es macht Sinn, woran man arbeitet, und die Aufgaben sind grundsätzlich interessant und abwechslungsreich.

Der Kollegenzusammenhalt in den Teams ist sehr gut. Die Kollegen unterstützen sich gegenseitig und schaffen ein angenehmes Miteinander. Man kann sich aufeinander verlassen.

Die direkten Vorgesetzten geben sich große Mühe, ihre Teams zu unterstützen und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Sie hören zu, nehmen Anliegen ernst und versuchen, für ihre Leute einzustehen. Ohne ihren Einsatz wäre die Situation deutlich schwieriger.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Führungskultur auf der oberen (Sales) Ebene ist das größte Problem. Es herrscht starkes Misstrauen und Kontrolle bis ins kleinste Detail, anstatt den Teams und ihren direkten Vorgesetzten zu vertrauen.

Entscheidungen werden über die Köpfe aller hinweg getroffen, Feedback wird ignoriert oder als "Raunzen" abgetan.Die Work-Life-Balance wird nicht respektiert. Erreichbarkeit am Abend, am Wochenende oder sogar im Urlaub wird erwartet. Das ist weder zeitgemäß noch fair.

Es gibt praktisch keine Weiterbildungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten. Auf Anfragen kommt "schau auf YouTube" – das zeigt, wie wenig Wert auf die Entwicklung der Mitarbeiter gelegt wird.

Das Unternehmen ist generell extrem knausrig mit Geld.Die direkten Vorgesetzten versuchen das Beste aus der Situation zu machen, müssen aber ständig Unruhe ausgleichen und Entscheidungen von oben rechtfertigen, die wenig Sinn machen. Das macht ihre Arbeit extrem schwer.

Die Büroräumlichkeiten sind dunkel und nicht einladend, weshalb die meisten lieber im Homeoffice bleiben.

Verbesserungsvorschläge

Die größte Baustelle ist die Führungskultur auf der oberen Ebene. Hier braucht es dringend ein Umdenken: Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen in die Teams und ihre direkten Vorgesetzten. Die Team-Leiter wissen, was ihre Leute brauchen und was funktioniert – ihnen sollte mehr Entscheidungsfreiheit gegeben werden, anstatt alles von oben bis ins kleinste Detail zu steuern.

Feedback von den Teams muss ernst genommen und auch umgesetzt werden. Es wurde oft genug angesprochen, was nicht funktioniert – wie der Wunsch nach Stabilität, weniger ständigen Änderungen und realistischen Erwartungen. Wenn die Meinung der Leute, die täglich die Arbeit machen, nicht zählt, verliert man sie früher oder später.

Die Work-Life-Balance muss dringend respektiert werden. Niemand sollte im Urlaub oder Krankenstand kontaktiert werden, und private Verpflichtungen wie Kinderbetreuung dürfen nicht negativ bewertet werden. Das ist nicht nur eine Frage der Fairness, sondern auch der langfristigen Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter.

Beim Thema Weiterbildung und Karriere muss investiert werden. "Schau auf YouTube" ist keine Antwort auf den Wunsch nach professioneller Entwicklung. Wer talentierte Leute langfristig halten will, muss ihnen Perspektiven bieten – sowohl bei der Weiterbildung als auch bei Aufstiegsmöglichkeiten.

Die Büroräumlichkeiten sollten attraktiver gestaltet werden. Ein helles, einladendes Büro würde dazu beitragen, dass mehr Leute gerne vor Ort arbeiten und der Teamzusammenhalt gestärkt wird.

Generell braucht es mehr Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Erfolge sollten anerkannt werden, nicht nur als selbstverständlich hingenommen. Menschen arbeiten motivierter, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Leistung gesehen und geschätzt wird.

Letztendlich geht es darum, den Menschen wieder mehr Vertrauen zu schenken und eine Kultur zu schaffen, in der sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen und gerne zur Arbeit kommen. Die direkten Vorgesetzten machen bereits vieles richtig – sie brauchen nur die Unterstützung von oben, um ihre Arbeit wirklich gut machen zu können.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist zweigeteilt: Die direkten Vorgesetzten geben sich wirklich große Mühe, ihre Teams zu unterstützen und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Leider wird ihnen das durch die Führungsebene darüber extrem schwer gemacht.

Die Team-Leiter hören ihren Leuten zu, nehmen deren Anliegen ernst und versuchen, diese nach oben weiterzugeben. Aber viele Entscheidungen werden über ihre Köpfe hinweg getroffen, ohne dass das Feedback aus den Teams oder die Einschätzungen der direkten Führungskräfte wirklich zählen. Das Ergebnis: Die Team-Leiter müssen ständig Unruhe in ihren Teams wieder glätten und Entscheidungen von oben erklären, die oft wenig Sinn machen.

Durch die starke Kontrolle von oben wird den Team-Leitern die Arbeit zusätzlich erschwert. Es wird bis ins kleinste Detail reinregiert, was das Gefühl hinterlässt, dass man den Leuten nicht vertraut. Die direkten Vorgesetzten stehen dann zwischen den Stühlen und müssen versuchen, es allen recht zu machen.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen läuft auf Team-Ebene gut. Die direkten Vorgesetzten bemühen sich um offenen Austausch, regelmäßige Gespräche und versuchen, ihre Teams auf dem Laufenden zu halten. Leider wird diese Arbeit durch die Kommunikation von oben massiv erschwert.

Entscheidungen werden oft über die Köpfe der Team-Leiter hinweg getroffen und dann kurzfristig durchgesetzt. Die direkten Vorgesetzten erfahren teilweise genauso spät davon wie ihre Teams und müssen dann Entscheidungen vertreten, die sie selbst nicht mittragen können oder die wenig durchdacht wirken. Das führt zu Verwirrung und Frust.

Feedback von den Teams wird zwar von den direkten Vorgesetzten aufgenommen und nach oben getragen, kommt dort aber scheinbar nicht an oder wird ignoriert. Mehrfach wurden wichtige Themen angesprochen – wie der Wunsch nach mehr Stabilität und weniger ständigen Änderungen – ohne dass sich etwas ändert. Das gibt einem das Gefühl, dass die eigene Meinung nicht zählt.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb der einzelnen Teams und Abteilungen ist sehr gut. Die Kollegen unterstützen sich gegenseitig, helfen bei Problemen und schaffen ein angenehmes Arbeitsklima. Man kann sich aufeinander verlassen und es herrscht ein guter Teamgeist.

Die direkten Vorgesetzten tragen aktiv zu diesem guten Zusammenhalt bei, indem sie Teamarbeit fördern und für ein offenes Miteinander sorgen. Innerhalb der Abteilungen funktioniert die Zusammenarbeit daher wirklich gut.

Allerdings wird dieser positive Zusammenhalt durch Eingriffe von oben immer wieder auf die Probe gestellt. Ständige Änderungen, kurzfristige Entscheidungen und der Druck von der oberen Führungsebene belasten die Teams. Die direkten Vorgesetzten müssen viel Energie aufwenden, um ihre Teams zusammenzuhalten und die Motivation aufrechtzuerhalten.

Trotz dieser äußeren Belastungen halten die Kollegen zusammen und versuchen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Das spricht für die Qualität der Leute und die Arbeit der Team-Leiter. Mit weniger Druck von oben und mehr Stabilität könnte der ohnehin gute Zusammenhalt noch stärker werden und sich auch positiv auf die Ergebnisse auswirken.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist ein großes Problem im Unternehmen. Es herrscht die Erwartung, auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten verfügbar zu sein. Nachrichten am Abend, am Wochenende oder sogar während des Urlaubs sind keine Seltenheit – und es wird erwartet, dass man darauf reagiert.

Obwohl die direkten Vorgesetzten versuchen, auf die Bedürfnisse ihrer Teams Rücksicht zu nehmen und auch mal Verständnis für private Situationen zeigen, wird ihnen das von der oberen Führungsebene extrem schwer gemacht.

Es entsteht der Eindruck, dass nur jemand als engagiert gilt, der rund um die Uhr für die Firma lebt. Wer versucht, Grenzen zu ziehen und ein gesundes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben zu bewahren, wird schnell als nicht motiviert genug angesehen. Das setzt alle unter Druck und führt zu einem schlechten Gewissen, wenn man mal pünktlich Feierabend macht.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten unterscheidet sich stark je nach Ebene. Die direkten Vorgesetzten bemühen sich, ihre Teams zu unterstützen, hören zu und versuchen, für ihre Leute einzustehen. Sie zeigen Verständnis und fördern ein gutes Arbeitsklima.

Problematisch ist die darüberliegende Führungsebene. Dort herrscht ein Führungsstil, der auf starker Kontrolle und Misstrauen basiert. Es wird bis ins kleinste Detail kontrolliert, Entscheidungen werden über die Köpfe der Teams hinweg getroffen. Das Fachwissen der Leute, die täglich mit den Themen arbeiten, wird kaum berücksichtigt.

Feedback wird nicht angenommen. Wichtige Punkte wie der Wunsch nach mehr Stabilität oder realistischen Erwartungen finden kein Gehör. Kritik wird als "Raunzen" abgetan, und wer Bedenken äußert, gilt schnell als nicht engagiert genug.

Erfolge werden als selbstverständlich gesehen, während jeder Fehler sofort thematisiert wird. Es entsteht das Gefühl, als Mensch nicht wertgeschätzt zu werden. Unterschiedliche Lebenssituationen werden nicht akzeptiert – wer nicht rund um die Uhr verfügbar ist, gilt als nicht motiviert.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind bis zu einem gewissen Punkt interessant.

Problematisch ist allerdings, dass durch die starke Kontrolle von oben wenig Raum für eigene Entscheidungen bleibt. Es wird viel vorgegeben, wie Dinge zu erledigen sind, anstatt den Leuten zu vertrauen, dass sie ihren Job verstehen. Das nimmt viel von der Eigenverantwortung und macht die Arbeit manchmal frustrierend.

Zusätzlich werden ständig neue Baustellen aufgemacht, ohne dass alte Themen abgeschlossen werden. Das führt dazu, dass man sich zwischen vielen Aufgaben verzettelt und nichts richtig zu Ende bringen kann. Mehr Fokus und Prioritätensetzung würden helfen, die eigentlich spannenden Aufgaben auch wirklich gut erledigen zu können.

Trotz dieser Einschränkungen bleiben die Aufgaben an sich interessant. Mit mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und besserer Priorisierung hätte die Arbeit deutlich mehr Potenzial.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich werden alle Mitarbeiter gleich behandelt, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Allerdings gibt es ein Problem mit der Wertschätzung jüngerer Kollegen durch die obere Führungsebene.

Jüngere Mitarbeiter werden oft nicht ernst genommen, obwohl sie echte Fachkompetenz in ihren Bereichen mitbringen. Ihre Meinungen werden zwar angehört, aber dann nicht umgesetzt. Es entsteht der Eindruck, dass Erfahrung wichtiger ist als tatsächliches Fachwissen, und dass die Ideen jüngerer Kollegen weniger zählen als die der älteren Führungskräfte.

Das ist besonders frustrierend, weil gerade die jüngeren Mitarbeiter oft näher am Markt und an neuen Entwicklungen dran sind. Ihre Expertise wird nicht ausreichend genutzt, was für das Unternehmen eine verpasste Chance darstellt.

Mehr Offenheit gegenüber den Ideen und dem Wissen aller Altersgruppen würde dem Unternehmen gut tun.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden respektvoll behandelt und ihre Erfahrung wird geschätzt. Hier gibt es keine Probleme zu berichten.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist der größte Kritikpunkt bei den Arbeitsbedingungen. Es ist dunkel und insgesamt nicht einladend, was dazu führt, dass die meisten Kollegen lieber im Homeoffice arbeiten. Das ist unter allen ein offenes Geheimnis und wundert niemanden.

Das Office-Team gibt sich wirklich Mühe und versucht, das Beste daraus zu machen, aber auch sie können aus den vorhandenen Räumlichkeiten kein angenehmes Arbeitsumfeld zaubern. Die Grundvoraussetzungen sind einfach nicht optimal.

Das führt dazu, dass kaum jemand freiwillig ins Büro kommt, was den Zusammenhalt und die Teamdynamik natürlich auch beeinträchtigt. Ein helleres, einladenderes Büro würde sicher dazu beitragen, dass mehr Leute gerne vor Ort arbeiten würden.

Die technische Ausstattung ist in Ordnung, aber das hilft wenig, wenn die Räumlichkeiten selbst nicht zum Arbeiten einladen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In diesem Bereich wird nicht besonders viel unternommen. Es gibt keine auffälligen Initiativen oder Programme zu Nachhaltigkeit oder sozialen Themen. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass es als kleineres Unternehmen in dieser Branche auch begrenzte Möglichkeiten gibt, hier große Akzente zu setzen.

Grundlegende Dinge wie Mülltrennung funktionieren, aber darüber hinaus passiert wenig. Wer Wert auf ein stark ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein im Unternehmen legt, wird hier wahrscheinlich enttäuscht sein.

Gehalt/Benefits

Beim Gehalt ist jeder selbst für seine Verhandlung verantwortlich. Soweit ich mitbekommen habe, wird marktüblich bezahlt. Allerdings gibt es keine Sozialleistungen.

Image

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern und innovativ. Das Produkt ist gut und hat definitiv seine Berechtigung am Markt.
Intern sieht es leider anders aus. Die hohe Fluktuation und die Unzufriedenheit im Team sprechen eine deutliche Sprache. Viele Kollegen suchen aktiv nach neuen Jobs oder haben das Unternehmen bereits verlassen. Das spricht sich natürlich rum, und das schadet dem Image auf Dauer.

Die Diskrepanz zwischen dem, was nach außen kommuniziert wird, und der tatsächlichen Situation intern ist groß. Wer nur die Website und die Marketing-Materialien sieht, bekommt ein anderes Bild als die Realität im Arbeitsalltag.

Für potenzielle Bewerber: Das Produkt und die Vision sind gut, aber die interne Kultur und Führung haben erhebliche Probleme, die das positive Außenbild überschatten.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegschancen sind kaum vorhanden. Die Team-Leiter geben sich Mühe, ihr Wissen weiterzugeben und ihre Leute zu entwickeln. Leider gibt es von oben kein Budget für Weiterbildung. Auf Anfragen bezüglich Schulungen kommen Aussagen wie "es gibt eh YouTube" – was zeigt, wie wenig Wert auf professionelle Weiterentwicklung gelegt wird.

Generell ist das Unternehmen extrem knausrig mit Geld, und man hat das Gefühl, dass es für nichts Budget gibt. Wer sich weiterentwickeln möchte, muss das selbst organisieren und finanzieren.

Es fehlen strukturierte Entwicklungspläne oder klare Karrierewege. Die Team-Leiter tun was sie können, aber ohne Unterstützung von oben können auch sie nicht zaubern. Für die eigene Karriere bleibt vielen keine andere Wahl, als das Unternehmen zu wechseln.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.