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IMS 
Nanofabrication 
GmbH
Bewertung

Wenn die Chefetage versagt

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei IMS Nanofabrication GmbH in Brunn am Gebirge gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

derzeit leider gar nichts (außer vielleicht dass man sein Gehalt pünktlich erhält)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- mangelhafte Qualifikation der Geschäftsführung und C-Level
- schlechtes Betriebsklima
- Intransparenz von Strategie (bzw keine vorhanden!)

Verbesserungsvorschläge

1) endlich einen tatsächlichen Wandel anzustoßen. Das muss aber GANZ OBEN anfangen. Seit über 2 Jahren sehe ich nun, dass versucht wird das Unternehmen zu restrukturieren und Prozesse zu verbessern. Verantwortung wird dabei aber nicht abgegeben, Mikromanagement groß geschrieben und grundsätzlich nur Schuldige gesucht, statt strukturelle Problemen zu lösen. Wobei letzteres dann sowieso durch Personalkürzungen für viele kaum zu bewerkstelligen wäre. Alteingesessene haben bereits resigniert und schalten teilweise auf stur. Neu dazugekommene Kollegen glauben noch etwas wirklich verändern zu können - aber bisher haben alle über kurz oder lang erkannt, dass man im Top-Management offenbar nur darüber redet dass Veränderung notwendig ist. Wirklich umsetzen will es dann niemand, da man ja glaubt selber alles besser zu wissen.
2) Selbstreflektion des C-Levels. Unglaublich viele Problemen entstehen in den Abteilungen weil es vom Top-Management offenbar zu viel verlangt ist klare Prioritäten zwischen Projekten und Initiaitiven zu setzen. Manche entscheiden am liebsten nichts und überlassen es den Abteilungen darunter ihre Kämpfe auszutragen. Das ist Themenverfehlung der Job Description eines Top-Managers!
3) Direkte Kommunikationskanäle ins Top-Management von Projektverantwortlichen oder Bereichsverantwortliche ermöglichen. Im so genannten "Executive Leadership Teammeeting" werden offenbar verwässerte oder falsche Infos ausgetauscht und dann mit Halbwissen des Top-Managements zu fachlichen Fragen diskutiert. Das kann nicht funktionieren und führt zu laufenden Problemen. Jedes andere, vernünftige Unternehmen hört in solchen Gremien zu kritischen Themen die Fachexperten direkt. Hier kocht man lieber sein eigenes Süppchen auf oberster Ebene und bindet nie die eigentlich Wissenden ein.
4) Endlich anerkennen dass im C-Level nicht das notwendige Know-How und der Veränderungswille vorhanden ist, welchen man in dieser Phase des Unternehmens benötigt. man braucht eine starke und erfahren Geschäftsführung – keine Führung die sich halt über die Jahre so ergeben hat. früher oder später erkennen hoffentlich die Investoren auch dass es so nicht weitergeht. Es ist für ein Unternehmen mit dieser Innovationskraft wirklich traurig dass der stärkste Gegner für den zukünftigen Erfolg offenbar in den obersten Reihen in der Chefetage sitzt.

Arbeitsatmosphäre

Wenn man auch mit "Null Sterne" einen Kommentar ergänzen hätte können wäre dies die realistischere Bewertung gewesen. Ich kennen keinen Kollegen der nicht entweder auf der Job-Suche ist oder sich zumindest ernsthaft Gedanken darüber macht. Ich würde derzeit niemanden empfehlen auch nur zu erwägen in dieses Unternehmen einzutreten - Finger weg!

Kommunikation

In diesem Unternehmen ist nur der Flurfunk die einzig funktionierende Kommunikation. Bereits vorweg hinsichtlich "externer Kommunikation": ich bitte höflich das People & Culture Department davon Abstand zu nehmen nicht enden wollende Stellungnahmen unter die Bewertungen dieser Plattform zu posten um damit den Eindruck erwecken man würde irgendwelche dieser Bewertungen tatsächlich ernst nehmen. De facto zeigen die Bewertungen gerade im letzten Jahr oftmals ziemlich klar was in diesem Unternehmen schief läuft und man tut rein gar nichts dagegen. Egal wie oft hier auch behauptet wird dass manche Maßnahmen Zeit benötigen würden und man ja gerade dabei sei alles zu verbessern. Wie gesagt: der Flurfunk funktioniert bestens und in der Chefetage ist man offenbar taub oder bewusst veränderungsresistent. Liebes People&Culture Team: verwendet doch anstatt dessen die Zeit um tatsächlich etwas zu ändern - das betrifft dann aber das Top-Management, sprich C-Level!

Kollegenzusammenhalt

Völlig individuell je Abteilung zu werten. In meinem Team arbeiten wir halbwegs gut zusammen, sobald es jedoch darum geht abteilungsübergreifend zusammenzuarbeiten kämpft jeder für sich - kein Wunder wenn es keine klare Kommunikation von Prioritäten gibt, Ressourcen ständig reduziert werden und C-Levels nur ihre eigenen Ziele vor Augen haben.

Work-Life-Balance

Schwankt. Jedoch ist es positiv dass ich mir Zeiten in einem gewissen Ausmaß flexibel einteilen kann gerade wenn man Kinder hat. Andererseits sollte eine gewisse Flexibilität heutzutage sowieso Standard in einer modernen Arbeitskultur sein

Vorgesetztenverhalten

Manche Vorgesetzte bis zum mittleren Management sind teilweise sehr bemüht und engagiert - zumindest soweit es die konfusen und ständig wechselnden Vorgaben der Geschäftsführung zulassen. Die Bewertung von 2 Sternen ist daher als Querschnitt über alle Führungskräfte zu sehen.

Interessante Aufgaben

das Unternehmen kämpft mit fundamentalen Problemen. Da tritt die Frage ob es interessante Aufgaben gibt in den Hintergrund

Umgang mit älteren Kollegen

gibt nicht mehr viele nach den Restrukturierungsmaßnahmen. Neueinstellungen sind meist jung.

Arbeitsbedingungen

Aufgrund des schlechten Betriebsklimas, der zu hohen Personalreduktion der letzten Monate, des damit einhergehenden erhöhten Drucks und der fehlenden Strategie/Zielbild geht es vielen sehr schlecht. Der Ton wird zunehmend rauher und einige kämpfen damit trotz allem gute Arbeit zu leisten. Kein Unternehmen ist perfekt, aber wenn sich nicht radikal das Führungsverhalten und die gelebte Kultur von der Chefetage her ändert reicht es dass 2,3 weitere Schlüsselrollen der tatsächlichen Leistungsträger gehen und das Unternehmen steht vor einem riesigen Problem.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Davon bekomme ich nicht viel mit. In vielen Unternehmen gibt es große Initiativen, hier ist das offenbar nicht so relevant.

Gehalt/Benefits

Gut verhandeln beim Einstieg ist sehr wichtig. Danach sind Gehaltserhöhungen quasi nicht vorhanden.

Image

Null Sterne wären die realistischere Bewertung aber dann hätte ich keinen Kommentar geben können. Das Image unter den Arbeitnehmern ist im Keller. Keiner hat noch Vertrauen in die Geschäftsführung. Auch die Kunden verlieren angeblich die Geduld. Das Unternehmen hat unglaublich viele Baustellen welche rein aufgrund mangelnder Kompetenz und Führungsverhalten im C-Level zurückzuführen sind. Dieser Verantwortung kann man sich leider nicht entziehen.

Karriere/Weiterbildung

Sehr, sehr eingeschränkt bzw. unterschiedlich in den Abteilungen. Grundsätzlich bieten aber die meisten Unternehmen viel mehr Weiterbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten.


Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Dein People & Culture Team

Vielen Dank für deine sehr offene und ausführliche Rückmeldung. Auch wenn die Bewertung in vielen Punkten sehr kritisch ist.

Man spürt deutlich, wie groß deine Frustration ist, insbesondere in Bezug auf Führung, Prioritätensetzung und Zusammenarbeit über Bereiche hinweg.

Gleichzeitig möchten wir ein paar Punkte einordnen: Die letzten Jahre waren stark von Veränderungen geprägt – sowohl im Markt als auch intern. Restrukturierungen, neue Prioritäten und Anpassungen in der Organisation sind kein Selbstzweck, sondern notwendig, um das Unternehmen langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen. Dass solche Phasen zu Reibung, Unsicherheit und auch zu sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen führen können, ist normal und verständlich.

Deinen Vorschlag, FachexpertInnen gezielt stärker in Formate wie das Executive Leadership Team einzubinden, finden wir einen super Impuls, den wir gerne weitergeben.

Zu deinem Hinweis, wir sollten auf solche Bewertungen nicht reagieren: Wir verstehen den Gedanken dahinter. Gleichzeitig ist es uns wichtig, auf Feedback – positives wie kritisches – einzugehen und unsere Perspektive transparent zu machen. Wir möchten damit zeigen, dass wir uns mit den Rückmeldungen auseinandersetzen und sie ernst nehmen.

Was wir so nicht stehen lassen können, ist die pauschale Aussage, dass „rein gar nichts“ passiert oder Feedback grundsätzlich ignoriert wird. Viele der Themen, die du ansprichst, sind intern bekannt und werden aktiv bearbeitet – auch wenn Fortschritte von außen nicht immer sofort sichtbar sind oder unterschiedlich wahrgenommen werden.

Uns ist bewusst, dass Vertrauen nicht durch Worte entsteht, sondern durch konsistentes Handeln über Zeit. Daran lassen wir uns messen.

Danke dir für deinen Einsatz in deiner Zeit bei IMS und für die Offenheit in deiner Rückmeldung. Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir alles Gute.

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