Barmherzige Brüder AG
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bare Minimum: Pünktliche Gehaltsauszahlung, einigermaßen faires Gehaltsniveau, weitgehend selbstorganisierte Teams sowie endlich ein neues Büro, das ab Sommer 2026 kommen wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nach mehreren Jahren wurde die Möglichkeit zur Telearbeit außerhalb der Kernzeit mit dem Führungswechsel abgeschafft. Als Elternteil hat diese Einsparung noch viel mehr Auswirkungen. Durch die damit einhergehenden logistischen Herausforderungen im Privatleben haben mehrere erfahrene Kollegen das Unternehmen verlassen (müssen), zudem gibt es Kollegen, die sehrwohl in den Genuss diverser Sonderregelungen kommen.
Die durch die Mitarbeiterabgänge eingesparten Kosten scheinen unter anderem in den Verwaltungsapparat der Führungsebene zu fließen. Im Gegensatz dazu warten Kollegen, die schon Jahre im Unternehmen sind, seit Monaten auf eine Gehaltsanpassung, während für neue Mitarbeiter in der angesprochenen Verwaltungsstelle offenbar ausreichend Budget vorhanden ist. Auch das lang angekündigte Leasingfahrrad-Angebot wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Ermüdend ist außerdem, wie häufig Bereichsleitung oder Zuständigkeiten umstrukturiert werden.
Seit dem Führungswechsel hat man das Gefühl, dass es nur noch um Zahlen und Profit geht. Fast so, als handle es sich um einen Konzern, der Gewinne erwirtschaften muss an der Börse gehandelt wird.
Ob sich der aktuelle Sparkurs am Ende wirklich auszahlt, wird sich zeigen. Dass externe Dienstleister wirklich günstiger kommen als der Erhalt von guten, erfahrenen Mitarbeitern, bezweifle ich. Aber auf dem "Papier" siehts vermutlich schöner aus...
Falls all diese Kritikpunkte alles Teil einer neuen "Strategie" sein sollte: In den Techniker-Teams sorgt das alles für massiven Unmut und psychologische Unsicherheit.
Verbesserungsvorschläge
Allen voran: transparentere Kommunikation, um Gerüchten vorzubeugen. Aktuell ist es oft so, dass Kündigungen oder Veränderungen intern bekannt sind, bevor es eine offizielle Ankündigung gibt.
Eines der größten Probleme ist, dass niemand konsequent die Einhaltung gesetzter Standards "durchsetzt". Jeder Standort, der betreut wird, setzt sein eigenes Süppchen auf. Es existieren keine einheitlichen Standards, sondern eine Vielzahl an standortspezifischen Varianten und Extrawürsten. Das sorgt langfristig für Chaos, Unübersichtlichkeit und begünstigt Fehler. Manchmal hat man eher das Gefühl, als Consultant zu agieren statt als operative Kraft.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt. Man merkt schon seit Monaten, dass ein Teil der Belegschaft verärgert ist. Manche verlassen das Unternehmen und dabei handelt es sich oft um erfahrene Techniker/ langjährige Mitarbeiter.
Image
Von außen vermutlich toll, immerhin gibt es nun Marketing auf LinkedIn...
Firmenintern kann man sich gerne an den anderen Kununu-Bewertungen orientieren.
Work-Life-Balance
Abgesehen vom Dauerbrenner Homeoffice/Telearbeit (wird sukzessive abgeschafft) läuft hier tatsächlich vieles rund: Urlaubsplanung und Überstundenabbau (auch ganze Freitage) sind problemlos möglich, ebenso Teilzeitregelungen und Weiterbildungen. Auch die Kernzeitregelung ist wirklich gut.
Karriere/Weiterbildung
Geld für Fortbildungen ist vorhanden und wird auch früher oder später freigegeben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt über dem Branchendurchschnitt – für viele auch der Hauptgrund, warum sie trotz allem bleiben
Kollegenzusammenhalt
Team-intern ist es sehr kollegial und nett.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Team gibt es einige erfahrene Kollegen, die durch ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung wirklich einen Mehrwert bringen.
Vorgesetztenverhalten
Die direkten Teamleitungen – soweit sie noch da sind – waren fair und kollegial. Höhere Führungsebenen bekommt man als "normaler Mitarbeiter" kaum zu Gesicht, Informationen laufen eher über stille Post. Seit einiger Zeit gibt es aber ein regelmäßiges Meeting, in dem Neuigkeiten geteilt und auch anonym gestellte Fragen beantwortet werden, ist aber auch nicht sehr bereichernd.
Arbeitsbedingungen
Das derzeitige Büro an einem der Standorte ist in die Jahre gekommen und war als Übergangslösung gedacht - die letzten 3 Jahre (?) hat man die Kollegen dort hingehalten mit "wir ziehen eh bald um". Mal schauen, wie's im neuen Büro wird...
Kommunikation
Die Kommunikation der Führungsebene ist quasi inexistent. Wenn Techniker als letztes von einer angeblichen neuen "IT (!) Strategie" erfahren, ist das definitiv nichts, was Vertrauen fördert.
Interessante Aufgaben
Wer in seinem zugewiesenen Aufgabenbereich bleibt, für den passt es denke ich. Häufig werden aber zusätzliche Aufgaben und Projekte verteilt, ohne Rücksicht darauf ob jemand die Kompetenzen hat die Tasks auszufüllen, oder die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit das Projekt realisierbar ist.