Unprofessionelle Führungsebene – keine Kommunikation, keine Struktur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht gibt es aktuell keine Punkte, die ich besonders positiv hervorheben kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die negativen Punkte habe ich bereits in den einzelnen Kategorien ausführlich beschrieben.
Verbesserungsvorschläge
Klare Kommunikationsstrukturen aufbauen: Es braucht verbindliche Ansprechpartner*innen, eine einheitliche Linie in der Koordination und klare Abläufe, damit Informationen nicht verloren gehen und Mitarbeitende sich nicht allein gelassen fühlen.
Führungskraft stabilisieren und stärken: Häufige Wechsel in der Geschäftsführung führen zu Verunsicherung. Verlässliche und kompetente Führung ist die Basis für Vertrauen und Loyalität.
Mehr Wertschätzung für Mitarbeitende: Rückmeldungen ernst nehmen, Anliegen zeitnah beantworten und nicht über mehrere Ecken laufen lassen.
Faire Bezahlung und Sozialleistungen bieten: Das Gehalt an die Verantwortung anpassen und Pendlerpauschalen oder Fahrtkostenzuschüsse in Betracht ziehen.
Regelmäßiger, persönlicher Kontakt mit den Einsatzkräften in den Schulen: Das würde nicht nur das Betriebsklima verbessern, sondern auch das Image des Unternehmens stärken.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hängt stark von der zugewiesenen Schule und den dortigen Kolleg*innen ab. Wenn man in ein gutes Team kommt, kann das Klima sehr angenehm und unterstützend sein – man fühlt sich wohl und arbeitet gerne.
Allerdings ist die Zusammenarbeit mit der Unternehmensseite, insbesondere mit der Koordination, sehr belastend. Es fehlt an klarer Kommunikation, Wertschätzung und Struktur. Rückfragen werden häufig ignoriert oder nur unzureichend beantwortet. Dadurch entsteht Unsicherheit und Frustration, die das Arbeitsklima auf Dauer stark belasten.
Image
Ich habe nicht den Eindruck, dass das Unternehmen ein gutes Image hat insbesondere nicht unter den Mitarbeitenden.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Möglichkeiten zur Weiterbildung, die vom Unternehmen angeboten werden. In meinem Fall gab es nichts auszusetzen – die Angebote waren vorhanden, und es wurde auch kommuniziert, dass man diese nutzen kann. Ob und wie stark diese individuell gefördert werden, kann ich nicht im Detail beurteilen, aber grundsätzlich sind die Strukturen dafür vorhanden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im unteren Bereich und steht nicht im Verhältnis zum tatsächlichen Arbeitsaufwand. Für die Anforderungen und die Verantwortung, die mit dem Job verbunden sind, insbesondere bei der Arbeit mit verschiedenen Kindern und individuellen Bedürfnissen, ist die Bezahlung nicht angemessen.
Sozialleistungen sind kaum vorhanden: Es wird kein Pendlerpauschale gezahlt, keine Fahrtkostenerstattung, und auch sonst gibt es keine nennenswerten Zusatzleistungen, die Mitarbeitende entlasten oder motivieren würden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hinsichtlich des sozialen Bewusstseins kann ich keine positiven Erfahrungen berichten. Wenn das Unternehmen wirklich soziales Verantwortungsbewusstsein hätte, würde es sich aktiv und strukturiert um seine Einsatzkräfte kümmern vor allem um deren Arbeitsbedingungen, Kommunikation und Wohlbefinden.
Aus meiner Sicht fehlte es an echtem Interesse am Menschen hinter der Arbeitskraft. Rückmeldungen wurden ignoriert oder nur oberflächlich behandelt, und es gab kaum Bemühungen, faire und unterstützende Rahmenbedingungen für alle Mitarbeitenden sicherzustellen.
Zum Umweltbewusstsein kann ich keine konkreten Angaben machen, da ich dies im Arbeitsalltag nicht wahrnehmen konnte.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hängt stark davon ab, in welche Schule man eingesetzt wird. In einem guten Schulteam kann der Zusammenhalt sehr positiv, unterstützend und kollegial sein, man hilft einander, tauscht sich aus und arbeitet gerne gemeinsam.
Allerdings ist der Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens, insbesondere im Büro bzw. in der Koordination, deutlich schwächer ausgeprägt.
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu kann ich eine positive Einschätzung abgeben. In der Schule herrschte ein sehr respektvoller und wertschätzender Umgang mit älteren Kolleginnen. Altersunterschiede spielten im Alltag keine Rolle, das Miteinander war kollegial und auf Augenhöhe.
Allerdings bezieht sich diese Erfahrung ausschließlich auf das schulische Umfeld, wie der Umgang im Unternehmen selbst gestaltet ist, kann ich nicht beurteilen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten insbesondere auf der Ebene der Geschäftsführung und Koordination,ist leider nicht professionell. Entscheidungen werden häufig nicht transparent getroffen, wichtige Anliegen bleiben unbeantwortet oder werden über mehrere Stellen hin- und hergeschoben, ohne dass sich jemand wirklich zuständig fühlt.
Kritik oder Rückmeldungen werden nicht ernst genommen oder sogar ignoriert. In schwierigen Situationen wird die Verantwortung oft von sich gewiesen, statt eine konstruktive Lösung zu finden. Es fehlt an Verlässlichkeit, Klarheit und Führungsverantwortung, was sich direkt auf das Vertrauen und die Motivation der Mitarbeitenden auswirkt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen seitens des Unternehmens waren leider nicht zufriedenstellend. Es fehlte an klaren Abläufen, organisatorischer Unterstützung und verlässlicher Kommunikation. Oft mussten Mitarbeitende selbst für Rahmenbedingungen sorgen, die eigentlich vom Arbeitgeber gestellt werden sollten.
Im Gegensatz dazu waren die Bedingungen an der Schule, an der ich eingesetzt war, größtenteils positiv. Das Kollegium war zuvorkommend, und man war bemüht, gemeinsam Lösungen zu finden, wenn Herausforderungen auftraten. Die Unterschiede zwischen Schule und Unternehmensstruktur waren jedoch deutlich spürbar.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens ist sehr schlecht organisiert. Es gibt keine klaren Ansprechpartnerinnen, häufig wechselnde Zuständigkeiten und kaum nachvollziehbare Informationswege. Mitarbeitende müssen oft mehrfach nachfragen, um Antworten zu erhalten , wenn überhaupt.
Gleichberechtigung
In meinem Arbeitsumfeld habe ich keine Benachteiligung erlebt. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder persönlichem Hintergrund wurde gleichberechtigt miteinander gearbeitet zumindest in den Bereichen, in denen ich eingesetzt war.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst insbesondere der Einsatz an Schulen sind grundsätzlich sinnvoll und abwechslungsreich. Je nach Einsatzort kann die Tätigkeit fachlich und menschlich bereichernd sein, besonders wenn man mit motivierten Kolleginnen und engagierten Schülerinnen arbeitet.
Allerdings wird das Potenzial interessanter Aufgaben durch die mangelhafte Organisation im Hintergrund oft beeinträchtigt. Die Koordination und Kommunikation seitens des Unternehmens sind schwach, was zu unnötiger Belastung führt. Statt sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren, müssen Mitarbeitende sich häufig selbst um Rahmenbedingungen kümmern.