Als Bewerber sollte man wissen, dass hier aktuell nichts stabil ist.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt Kolleg:innen, die trotz der Unsicherheit verlässlich bleiben und ihren Job ernst nehmen. Mit ihnen kann man gut arbeiten, und technisch ist vieles solide ausgestattet. Das hilft im Alltag – aber es ändert nichts am Gesamtbild.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Als Bewerber sollte man wissen, dass man hier in ein Umfeld kommt, in dem niemand sicher sagen kann, wie stabil die Firma langfristig ist. Es ist unklar, ob Bereiche bestehen bleiben, weiter umgebaut oder ausgelagert werden. Intern wird darüber gesprochen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen könnten, um die Kosten zu senken. Selbst Führungskräfte geben zu, dass weitere Schritte nicht ausgeschlossen sind.
Arbeitsatmosphäre
Die Monate nach der Kündigungswelle im März waren geprägt von einer spürbaren Unsicherheit. Niemand wusste, wie lange die aktuelle Teamstruktur bestehen bleibt. Es gab ständig Gespräche darüber, ob Bereiche weiter umgebaut werden, ob Aufgaben ausgelagert werden oder ob erneut Rollen gestrichen werden müssen. Man baut Vertrauen zu Kolleg:innen auf – und gleichzeitig hört man, dass bereits über weitere Veränderungen gesprochen wird. Dieses permanente „Vielleicht trifft es uns als Nächstes“ hat die Atmosphäre stark geprägt.
Vorgesetztenverhalten
Die direkte Führung wirkte selbst überfordert, ohne wirklich etwas dafür zu können. Entscheidungen wurden oft nur teilweise erklärt, Prioritäten wechselten ständig, und es gab kaum klare Aussagen dazu, wie es weitergeht. Rollen wurden neu verteilt, manche Aufgaben verschwanden, andere kamen plötzlich dazu – ohne erkennbare langfristige Struktur. Viele Kolleg:innen sagten offen, dass sie nicht mehr daran glauben, dass die Organisation stabil bleibt.
Arbeitsbedingungen
Technisch war vieles in Ordnung, organisatorisch jedoch chaotisch. Die Kündigungen haben die wirtschaftlichen Probleme nicht gelöst, und man hat das Gefühl, dass die Firma mit dem aktuellen Personalstand nicht stabil ist. Die Sorge, dass weitere Schritte folgen könnten, war allgegenwärtig.
Kommunikation
Offizielle Informationen kamen spät und waren oft so allgemein formuliert, dass man daraus kaum etwas ableiten konnte. Gleichzeitig kursierten intern Gerüchte über mögliche weitere Umstrukturierungen. Dass solche Gerüchte überhaupt entstehen, zeigt, wie wenig Vertrauen in eine stabile Zukunft vorhanden ist. Die Unsicherheit war jeden Tag spürbar.

