Identitätsverlust durch schleichende Systemablösung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die goldenen Jahre von der Gründungszeit bis in die frühen 2000er sind vorbei. Der heutige Alltag hat mit dem früheren Anspruch wenig zu tun: Die Menschen, die Skidata geprägt haben, verschwinden, und echte Innovation ist Verwaltung gewichen. Gleichzeitig wirkt es so, als würden keine neuen Skidata‑Produkte mehr entstehen, während Assa Abloy seine Hardware einschleust. Für jemanden, der wegen der Skidata‑Technologie hier war, ist das schwer mitanzusehen.
Arbeitsbedingungen
Mich hatten damals die Skidata‑Systeme gereizt – die eigene Technologie, die eigene Handschrift. Doch zuletzt hatte ich den Eindruck, dass diese Produkte kaum noch weiterentwickelt werden sollen und stattdessen Assa Abloy seine Hardware einschleust. Damit ging für mich genau das verloren, was mich ursprünglich angezogen hatte.
Kommunikation
Im Hardwarebereich wurde zunächst von Synergien und gemeinsamer Weiterentwicklung gesprochen. Für mich zeigt sich inzwischen ein anderes Bild: Skidata‑Hardware wird schleichend ausgetauscht, und Assa‑Abloy‑Hardware taucht quasi durch die Hintertür in Projekten auf – offiziell Kooperation, praktisch aber Verdrängung. Vor diesem Hintergrund frage ich mich persönlich, welchen Mehrwert diese Synergien für Skidata haben sollen, wenn Assa Abloy nichts Neues einbringt, sondern lediglich bestehende Skidata‑Lösungen durch eigene Varianten ersetzt – und das anschließend als Innovation verkauft. Dieser Prozess befindet sich erst im Anfangsstadium und beginnt nun sichtbar an Fahrt zu gewinnen. Für mich wirkt es so, als würde Skidata vor allem als Absatzkanal für Konzernprodukte dienen. Auch wenn offiziell etwas anderes behauptet wird, halte ich diese Entwicklung für ziemlich durchschaubar.
Interessante Aufgaben
Die Produktlandschaft basiert heute fast vollständig auf dem Erbe früherer Ingenieure. Echte Weiterentwicklung findet seit Jahren nicht mehr statt. Genau an diesem Punkt zeigt sich, dass Assa Abloy ebenfalls nicht mehr investieren will. Statt die bestehenden Skidata‑Produkte weiterzuführen, orientiert sich der Konzern zunehmend auf eigene Systeme. Man fragt sich, ob dieser schleichende Kurs irgendwann dazu führt, dass Skidata so weit kannibalisiert wird, bis kaum mehr etwas übrig bleibt.

