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S. 
Spitz 
GmbH
Bewertung

Keine Empfehlung: Schlechtes Arbeitsklima und fehlende Wertschätzung

1,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei s.spitz gmbh gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die negative Arbeitsatmosphäre nimmt zunehmend zu und ist mittlerweile in mehreren Abteilungen spürbar. Unzufriedenheit und Probleme werden unter Mitarbeitenden häufig intern angesprochen, während diejenigen, die Beschwerden vorbringen oder Unterstützung suchen, sich teilweise selbst rechtfertigen müssen, anstatt ernst genommen zu werden.Die Situation belastet viele Mitarbeitende. Neue Beschäftigte verlassen das Unternehmen teilweise bereits nach kurzer Zeit, während auch erfahrene und langjährige Mitarbeitende zunehmend gehen. Diese Entwicklung sollte ein deutliches Warnsignal für die Unternehmensleitung sein.Die Geschäftsführung sollte die internen Zustände kritisch überprüfen und insbesondere den Umgang mit Beschwerden sowie die Arbeit des HR-Bereichs genauer hinterfragen. Die nach außen kommunizierten Unternehmenswerte und Versprechen stimmen aus meiner Sicht nicht ausreichend mit den Erfahrungen im Arbeitsalltag überein. Es braucht konkrete Maßnahmen und nachhaltige Veränderungen, statt sich lediglich nach außen positiv darzustellen.

Verbesserungsvorschläge

Führungskräfte sollten regelmäßig geschult und hinsichtlich ihrer fachlichen sowie sozialen Führungskompetenzen überprüft werden. Vor der Übernahme einer Führungsposition sollten geeignete Eignungsverfahren sicherstellen, dass auch die persönliche und soziale Kompetenz berücksichtigt wird.
Mindestens einmal jährlich sollten verpflichtende Schulungen zu Mobbing, psychischer Gewalt, sexueller Belästigung und Diskriminierung stattfinden. Zusätzlich braucht es klare Richtlinien für den Umgang mit internen Konflikten sowie unabhängige und vertrauliche Anlaufstellen, bei denen Mitarbeitende Missstände ohne Angst vor Nachteilen melden können.
Auch persönliche Beziehungen zwischen Führungskräften und direkt unterstellten Mitarbeitenden sollten transparent geregelt werden, um Interessenkonflikte, Bevorzugung und unfaire Karriereentscheidungen zu vermeiden.
Entscheidend ist, dass Beschwerden ernst genommen, objektiv geprüft und konsequent bearbeitet werden. Die Unternehmenswerte sollten nicht nur nach außen kommuniziert, sondern im täglichen Umgang mit den Mitarbeitenden tatsächlich gelebt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist von negativer Stimmung und schlechter Laune geprägt. Der Umgang miteinander wirkt häufig unprofessionell und wenig respektvoll. Teilweise fehlt es an moralischen Grundsätzen und einem fairen Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden. Insgesamt herrscht ein unangenehmes Arbeitsklima, in dem Wertschätzung und Professionalität zu kurz kommen.

Kommunikation

Die Kommunikation ist mangelhaft und häufig unprofessionell. Informationen werden nicht klar oder rechtzeitig weitergegeben. Ein offener, respektvoller Austausch findet kaum statt. Kritik und Anliegen werden nicht konstruktiv behandelt, was zu Missverständnissen und zusätzlicher Unzufriedenheit führt.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist sehr schlecht. Mobbing wird offenbar toleriert und Personen, die durch entsprechendes Verhalten auffallen, werden teilweise sogar gefeiert, anstatt dass Konsequenzen gezogen werden. Wer sich dagegen wehrt und Missstände anspricht, muss mit negativen Konsequenzen bis hin zur Kündigung rechnen. Ein respektvolles Miteinander und gegenseitige Unterstützung sucht man hier leider vergeblich.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist sehr schlecht. Gute Leistung wird nicht wertgeschätzt, sondern mit zusätzlicher Arbeit und noch mehr Verantwortung „belohnt“. Die Arbeitsbelastung steigt, ohne dass ein entsprechender Ausgleich erfolgt. Auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben wird kaum Rücksicht genommen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Führungskräfte ist katastrophal. Es fehlt an Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und einem realistischen Blick auf die tatsächlichen Zustände im Unternehmen. Probleme und Missstände werden offenbar nicht erkannt oder bewusst ignoriert. Abteilungsübergreifend scheint jeder nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein – angefangen bei HR bis hin zu den weiteren Führungsebenen. Unterstützung, klare Führung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Mitarbeitenden sucht man hier vergeblich.

Gleichberechtigung

Die vier Unternehmenswerte werden nach außen stark kommuniziert, spiegeln sich im Arbeitsalltag jedoch nicht immer wider. Aus meiner Wahrnehmung werden Fälle von Mobbing und Diskriminierung, unter anderem im Zusammenhang mit Herkunft und Hautfarbe, nicht konsequent aufgearbeitet. Auch der Umgang mit gemeldeten Fällen sexueller Belästigung wirft Fragen hinsichtlich des Beschwerdemanagements und der Verantwortungsübernahme auf. Statt Probleme transparent zu klären und nachhaltige Lösungen zu schaffen, entsteht teilweise der Eindruck, dass Vorfälle nicht ausreichend verfolgt werden. Zwischen den öffentlich vermittelten Werten und den tatsächlichen Erfahrungen im Unternehmen besteht daher eine deutliche Diskrepanz.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt sehr schlecht. Es fehlt an einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre, klaren Strukturen und einer verlässlichen Unterstützung durch die Führungskräfte. Hohe Arbeitsbelastung, mangelnde Kommunikation und der unzureichende Umgang mit internen Problemen erschweren die tägliche Arbeit erheblich. Eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen ist kaum erkennbar. Insgesamt fehlt es an den grundlegenden Voraussetzungen für ein respektvolles und gesundes Arbeitsumfeld.

Karriere/Weiterbildung

Bei Karriereentwicklung und Gehalt entsteht der Eindruck, dass nicht ausschließlich Leistung, Qualifikation und fachliche Kompetenz entscheidend sind. Vielmehr scheint auch die persönliche Nähe zu Vorgesetzten eine Rolle bei Aufstiegsmöglichkeiten und beruflichen Chancen zu spielen. Transparente und nachvollziehbare Kriterien für Beförderungen und Gehaltsentwicklung sind aus meiner Sicht nicht ausreichend erkennbar.

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Arbeitgeber-Kommentar

Mag. Ramona Leb, BScHR-Team

Vielen Dank für Ihre Bewertung. Üblicherweise kommentieren wir persönliche Wahrnehmungen nicht, denn unterschiedliche Erfahrungen und auch kritisches Feedback haben ihre Berechtigung. Die hier getroffenen, sehr weitreichenden und pauschalen Aussagen können wir in dieser Form jedoch nicht unwidersprochen stehen lassen.

Insbesondere die Darstellung, Beschwerden, Mobbing, Diskriminierung oder sexuelle Belästigung würden in unserem Unternehmen nicht ernst genommen oder nicht verfolgt, entspricht nicht den bei uns etablierten Strukturen und Prozessen. Wir verfügen über klare Verhaltensgrundsätze, definierte Melde- und Eskalationswege sowie ein vertrauliches Hinweisgebersystem. Darüber hinaus investieren wir gezielt in die Sensibilisierung und Schulung unserer Führungskräfte zu genau diesen Themen.

Wir nehmen Hinweise auf mögliches Fehlverhalten sehr ernst und prüfen konkrete Vorwürfe sorgfältig. Ebenso gehört es aber zu unserer Verantwortung als Arbeitgeber, Entscheidungen zu treffen und Konsequenzen zu ziehen, wenn dies erforderlich ist. Auch schwierige und unpopuläre Entscheidungen sind Teil verantwortungsvoller Unternehmensführung.

Kritik darf und soll geäußert werden. Sie sollte jedoch konkret, fair und sachlich nachvollziehbar bleiben. Pauschale Anschuldigungen, die ein gesamtes Unternehmen, seine Führungskräfte und Mitarbeitenden in ein Bild rücken, das wir auf Basis unserer Strukturen, Maßnahmen und Erfahrungen nicht nachvollziehen können, halten wir für nicht angemessen.

Wir stehen zu unseren Unternehmenswerten und zu unserer Verantwortung als Arbeitgeber. Das bedeutet für uns auch, uns kritisch zu hinterfragen und dort zu handeln, wo Handlungsbedarf besteht. Es bedeutet aber ebenso, klar Stellung zu beziehen, wenn aus unserer Sicht ein verzerrtes Gesamtbild unseres Unternehmens gezeichnet wird.

Julia Wienerroither
Head of HR

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