Eine Top-Firma mit großem Potenzial, aber erheblichem Aufholbedarf bei Führung und Wertschätzung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die erstklassigen Arbeitsbedingungen mit moderner Ausrüstung, eine hervorragende Lehrlingsausbildung sowie die starke soziale Unterstützung durch den Betriebsrat zeichnen das Unternehmen aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mangelhafte Führungskompetenz im mittleren Management, mangelnde soziale Wertschätzung für langjährige Mitarbeiter sowie das Fehlen von Firmen-Benefits wie Weihnachtsgeschenken trüben das Bild.
Verbesserungsvorschläge
Es braucht dringend gezielte Schulungen für Teamleiter sowie mehr soziale Wertschätzung seitens der Geschäftsführung für langjährige Mitarbeiter. Zudem sollten Beförderungen transparenter nach Leistung erfolgen, das Budget für Weiterbildungen erhöht und geplante Auslandsproduktionen kritisch überdacht werden.
Image
Das Image hat durch die jüngsten Kündigungswellen aufgrund einer wirtschaftlich schwierigen Phase verständlicherweise etwas gelitten. Erfreulicherweise ziehen die Aufträge aktuell wieder spürbar an und es gibt wieder reichlich Arbeit. Trotz der Kritikpunkte im Management ist es im Kern eine sehr gute Firma, in der man gerne arbeitet und die man grundsätzlich weiterempfehlen kann. Besonders hervorzuheben ist die erstklassige Lehrlingsausbildung, die auf einem extrem hohen Niveau agiert. Das Unternehmen investiert hier sehr viel Zeit und Ressourcen, weshalb die aktuell sinkenden Bewerberzahlen absolut unverständlich sind. Für junge Menschen wird hier ein top Fundament geboten.
Karriere/Weiterbildung
Die Aufstiegschancen im Unternehmen sind eher überschaubar. Ein spürbares Problem ist die Vergabe von Positionen, bei der sachliche Qualifikationen gefühlt nicht immer an erster Stelle stehen – ein gewisses Maß an interner Freunderlwirtschaft ist leider bemerkbar. Was die persönliche Weiterbildung betrifft, wird seitens des Betriebs relativ wenig finanziert. Das firmeninterne Schulungsangebot ist zwar ein guter Ansatz und absolut in Ordnung, reicht für eine gezielte, individuelle Entwicklung aber nicht aus. Hier gibt es definitiv noch deutlichen Verbesserungsbedarf
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist im Mittelfeld angesiedelt – man ist nicht überbezahlt, aber es ist weitgehend fair. Bei den Zusatzleistungen muss man ganz klar differenzieren: Die Firma selbst bietet abseits von Kantine und wöchentlichem Obst nur sehr wenig. Wenn ein Unternehmen wirtschaftlich gut läuft, sollte hier mehr in die Belegschaft investiert werden. Kleine Aufmerksamkeiten wie Weihnachtsgeschenke fehlen komplett, und auch die traditionelle Weihnachtsfeier wurde abgeschafft (stattdessen gibt es ein Sommerfest). Positiv hervorzuheben ist jedoch der Betriebsrat. Dieser ist gut aufgestellt und unterstützt die Belegschaft verlässlich mit Zuschüssen bei Krankenhausaufenthalten, Hochzeiten oder Sehhilfen. Diese soziale Unterstützung ist sehr viel wert und gleicht das magere Angebot der Firmenleitung etwas aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Umweltbewusstsein gibt es zwei Seiten: Einerseits wird intern auf Nachhaltigkeit geachtet, andererseits werfen die Zukunftspläne, vermehrt auf Fremdfertigung im Ausland zu setzen, Fragen auf. Wenn Teile künftig weite Transportwege nach Österreich zurücklegen müssen, drückt das die CO2-Bilanz erheblich – echtes, vorausschauendes Umweltbewusstsein sieht hier anders aus. Das Sozialbewusstsein gegenüber der eigenen Belegschaft ist leider schwach ausgeprägt. Seitens der obersten Geschäftsführung vermisst man oft die nötige Wertschätzung für die erbrachte Arbeit der Angestellten. Es entsteht leider häufiger das Gefühl, als einfache Arbeitskraft nicht viel wert zu sein.
Umgang mit älteren Kollegen
Soziale Verantwortung wird vermisstDer Umgang mit älteren Arbeitnehmern wirft kein gutes Licht auf das Unternehmen. Es ist unverständlich, warum loyale Mitarbeiter ab 50 Jahren ohne spürbare soziale Rücksichtnahme gekündigt werden. Das betrifft teilweise Kollegen, die dem Betrieb fast vier Jahrzehnte die Treue gehalten haben. Dass kaum nach alternativen internen Positionen gesucht wird, zeigt einen Mangel an Flexibilität und menschlicher Wertschätzung. Dieses Vorgehen demotiviert auch die jüngeren Teams, die sehen, wie wenig Loyalität am Ende zählt.
Vorgesetztenverhalten
Man kann hier nicht alle Chefs über einen Kamm scheren, denn es gibt durchaus sehr gute Führungskräfte im Haus. Das Problem liegt jedoch im mittleren Management: Viele Teamleiter nehmen ihre Teams nicht ernst. Es wird teilweise ein sehr schwacher Führungsstil an den Tag gelegt, bei dem Feedback ignoriert, Vorschläge blockiert und Ideen pauschal negativ dargestellt werden. Es fehlt in diesen Bereichen komplett an Empathie und der Fähigkeit, zuzuhören. Statt eines Dialogs auf Augenhöhe dominiert oft ein sehr egozentrisches Verhalten. Hier ist dringend ein Coaching für Führungskräfte oder ein personeller Wechsel nötig, da die Situation für die betroffenen Teams auf Dauer untragbar ist.
Arbeitsbedingungen
Infrastruktur und Ausstattung auf höchstem NiveauDie physischen Arbeitsbedingungen sind vorbildlich. Das bereitgestellte Material sowie die Werkzeuge und die gesamte Ausrüstung sind qualitativ absolut hochwertig. Zudem überzeugt das gesamte Arbeitsumfeld: Die Hallen und Büros sind sauber, ordentlich und vollklimatisiert. Durch die tägliche Reinigung wird ein sehr angenehmer und professioneller Standard gehalten. In diesem Bereich bietet das Unternehmen ein rundum stimmiges Paket.