Leider geprägt von Führungsproblemen, Unsicherheit und fehlender Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist das vom Unternehmen finanzierte Jobticket der Wiener Linien.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In den 14 Jahren meiner Betriebszugehörigkeit gab es sechs Geschäftsführer. Die häufigen Wechsel in der Unternehmensführung haben aus meiner Sicht zu wenig Kontinuität und immer wieder zu chaotischen Zuständen geführt. Dadurch entstand teilweise ein ständiges Gefühl der Unsicherheit hinsichtlich des eigenen Arbeitsplatzes. Besonders kritisch sehe ich das teilweise sehr autoritäre Führungsverhalten sowie den Umgang mit Mitarbeitern. Hier hätte ich mir deutlich mehr Wertschätzung, Transparenz und Führung auf Augenhöhe gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Eine offene und respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe wäre wünschenswert. Zudem sollte das Verhalten von Führungskräften stärker kontrolliert und regelmäßig überprüft werden. Aus meiner Sicht braucht es hier eine bessere Aufsicht und klare Standards im Umgang mit Mitarbeitern, beispielsweise durch eine stärkere Einbindung der HR-Abteilung. Führungskräfte sollten mehr Verantwortung für ihr Führungsverhalten übernehmen und entsprechend begleitet bzw. kontrolliert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war für mich letztlich sehr belastend. Insbesondere die Zusammenarbeit mit meiner direkten Vorgesetzten habe ich über einen längeren Zeitraum als respektlos und persönlich belastend erlebt. Wiederholte Situationen haben bei mir den Eindruck vermittelt, gezielt unter Druck gesetzt bzw. ausgegrenzt zu werden. Leider hat sich daran trotz meiner Bemühungen nichts nachhaltig geändert, weshalb ich mich letztlich für eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses entschieden habe.
Gleichberechtigung
Der Umgang mit älteren bzw. langjährigen Kollegen wurde von mir als zunehmend belastend wahrgenommen. Es entstand wiederholt der Eindruck, dass älteren Mitarbeitern zusätzliche bzw. erschwerte Aufgaben übertragen wurden, wodurch diese letztlich zum freiwilligen Verlassen des Unternehmens bewegt werden sollten. Mehrfach kam es auch vor, dass Kollegen kurz vor der Pensionierung das Unternehmen verlassen haben, teilweise im Rahmen einer einvernehmlichen Beendigung mit entsprechender finanzieller Entschädigung. Für mich entstand dadurch der Eindruck, dass ältere und langjährige Mitarbeiter gezielt zum Verlassen des Unternehmens bewegt wurden und die langjährige Zugehörigkeit nicht immer die entsprechende Wertschätzung erfahren hat.
Arbeitsbedingungen
Das Onboarding ist aus meiner Sicht kaum vorhanden. Gerade zu Beginn ist man weitgehend auf sich allein gestellt und muss sich selbst mit der IT in Neuseeland auseinandersetzen, um den Firmenlaptop arbeitsfähig zu bekommen. Die Einrichtung kann dabei teilweise bis zu zwei Wochen dauern. Auch die Ausstattung könnte deutlich moderner sein: Die zur Verfügung gestellten Firmenhandys sind teilweise stark veraltet. Schutzfolien bzw. Panzerglas und Schutzhüllen müssen zudem auf eigene Kosten angeschafft werden. Insgesamt hätte ich mir gerade beim Einstieg eine deutlich bessere technische Ausstattung und ein strukturierteres Onboarding gewünscht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lässt aus meiner Sicht deutlich zu wünschen übrig und liegt unter dem, was ich für die Branche und die Verantwortung der Position als angemessen empfinde. Besonders enttäuschend war für mich, dass meine Gehaltsstufe während meiner Beschäftigung herabgesetzt wurde. Dabei wurde ich dazu gedrängt, ein entsprechendes Dokument zu unterschreiben, mit der Aussage, es handle sich lediglich um eine administrative Änderung. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass dies für mich auch Auswirkungen auf eine zukünftige gesetzliche Gehaltsentwicklung hatte. Gehaltserhöhungen wurden zudem aus meiner Wahrnehmung nicht immer nachvollziehbar anhand von Leistung und Verantwortung vergeben, sondern teilweise nach persönlicher Sympathie. Insgesamt habe ich die Vergütungs- und Entwicklungsmöglichkeiten daher als wenig transparent und wenig wertschätzend erlebt.