Tradition mit Rückstand
Gut am Arbeitgeber finde ich
WH ist sicherlich ein Unternehmen mit Tradition und Geschichte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für jemanden, der allerdings ein modernes, offenes und wertschätzendes Arbeitsumfeld mit zeitgemäßen Arbeitsbedingungen, echter Digitalisierung, transparenter Kommunikation und mehr Flexibilität sucht, würde ich das Unternehmen derzeit nicht weiterempfehlen.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt aus meiner Sicht in vielen Bereichen deutlich Luft nach oben – sowohl bei den räumlichen Bedingungen als auch bei Führung, Kommunikation und der generellen Unternehmenskultur.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre könnte meiner Meinung nach deutlich besser sein. Es gibt zwar eine kleine Kaffeeküche, diese bietet allerdings kaum Platz, um sich hinzusetzen und gemeinsam zu essen. Gegessen wird daher häufig in den Büros.
Auch der informelle Austausch zwischen Mitarbeitern scheint nicht unbedingt erwünscht bzw. gerne gesehen zu sein. Gerade der kurze Austausch bei einem Kaffee gehört für mich eigentlich zu einem guten Arbeitsklima dazu und sollte gefördert und nicht eher unterdrückt werden.
Insgesamt fehlt mir ein modernes und offenes Miteinander, bei dem sich Mitarbeiter auch außerhalb ihrer unmittelbaren Aufgabenbereiche unkompliziert austauschen können.
Image
WH ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit langer Geschichte und entsprechendem Bekanntheitsgrad.
Allerdings entspricht das interne Arbeitsumfeld meiner Erfahrung nach teilweise nicht dem Bild eines modernen und zukunftsorientierten Arbeitgebers.
Work-Life-Balance
Die Homeoffice-Regelung soll laut Geschäftsführung grundsätzlich einheitlich für alle Mitarbeiter gelten. In der Praxis gibt es allerdings Unterschiede zwischen Abteilungen und teilweise sogar zwischen einzelnen Stockwerken.
Homeoffice ist grundsätzlich nur eingeschränkt möglich. Zwar ist es beispielsweise möglich, von zu Hause zu arbeiten, wenn ein Handwerker kommen muss, trotzdem würde ich mir hier mehr Einheitlichkeit, Vertrauen und Flexibilität wünschen.
Gerade einzelne Stunden oder Tage im Homeoffice können für Mitarbeiter eine sinnvolle Möglichkeit sein, Beruf und Privatleben besser miteinander zu vereinbaren.
Karriere/Weiterbildung
In einem traditionellen Unternehmen wie WH würde ich mir mehr Offenheit für moderne Arbeitsweisen und persönliche Weiterentwicklung wünschen. Gerade wenn Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und kritisch mitdenken, sollte dies aus meiner Sicht gefördert und nicht als Problem gesehen werden.
Gehalt/Benefits
Die sogenannten Mitarbeiterbenefits sind meiner Meinung nach kaum als echte Benefits zu bezeichnen.
Der Mitarbeiterrabatt im Baumarkt ist beispielsweise teilweise mit regulären Preisen bzw. sogar mit der UVP bei Mitbewerbern vergleichbar. In manchen Fällen liegt der normale Verkaufspreis bei anderen Anbietern sogar unter dem Mitarbeiterpreis bei WH.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Gebäude ist energetisch aus meiner Sicht alles andere als zeitgemäß: Im Winter muss stark geheizt werden, während im Sommer mit zusätzlichen Ventilatoren gegen die Hitze gearbeitet wird.
Auch die Arbeitsweise ist teilweise noch sehr papierlastig. Es wird nach wie vor viel ausgedruckt, obwohl viele Dinge meiner Meinung nach problemlos digital erledigt werden könnten.
Digitalisierung und nachhaltigere Arbeitsprozesse könnten hier deutlich weiter sein.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig wird der Austausch zwischen Mitarbeitern aus meiner Sicht durch die räumlichen Gegebenheiten und teilweise auch durch die Unternehmenskultur erschwert.
Gerade eine Möglichkeit, sich in einer vernünftigen gemeinsamen Küche oder einem Aufenthaltsbereich auf einen Kaffee zusammenzusetzen, würde den Austausch sicherlich fördern.
Umgang mit älteren Kollegen
Durch die lange Tradition des Unternehmens gibt es viele langjährige Mitarbeiter. Diese verfügen teilweise über einen hohen Stellenwert und entsprechende Freiheiten.
Allerdings entsteht dadurch auch der Eindruck, dass für langjährige Mitarbeiter teilweise andere Maßstäbe gelten als für neuere Kollegen.
Aus meiner Sicht sollten Regeln und Erwartungen unabhängig von Betriebszugehörigkeit möglichst nachvollziehbar und fair für alle gelten.
Vorgesetztenverhalten
Besonders kritisch sehe ich den Umgang mit Mitarbeitern.
Es entsteht teilweise der Eindruck, dass langjährige Mitarbeiter deutlich mehr Freiheiten genießen und sich Dinge erlauben können, die bei anderen Mitarbeitern nicht akzeptiert werden.
Wer kritisch nachfragt, Entscheidungen hinterfragt oder nicht einfach jede Vorgabe von oben übernimmt, scheint es hingegen schwerer zu haben. Dadurch entsteht leider der Eindruck: „Wer den Mund aufmacht, muss gehen.“
Arbeitsbedingungen
Das Firmengebäude ist sehr alt und entspricht aus meiner Sicht längst nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz.
Fenster müssen teilweise zugeschraubt werden, weil sie sich sonst aus dem Rahmen lösen. Gleichzeitig zieht es im Winter stark, wodurch die Heizung entsprechend hoch aufgedreht werden muss.
Im Sommer wird es in den Büroräumen wiederum sehr heiß, sodass teilweise Ventilatoren aus dem Baumarkt angeschafft werden müssen.
Auch die fehlende Möglichkeit, sich in einer vernünftigen Küche bzw. einem Aufenthaltsbereich aufzuhalten, gehört für mich zu den nicht mehr zeitgemäßen Arbeitsbedingungen.
Kommunikation
Hier besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf.
Bei Kündigungen oder dem Ausscheiden von Mitarbeitern gibt es teilweise keinerlei interne Information. Man bemerkt es mitunter erst bei einem Anruf, wenn man plötzlich bei der Vermittlung landet oder die E-Mail-Adresse bereits deaktiviert wurde.
Eine transparente und wertschätzende interne Kommunikation sieht für mich anders aus.
Gleichberechtigung
Es entsteht teilweise der Eindruck, dass langjährige Mitarbeiter deutlich mehr Freiheiten genießen und sich Dinge erlauben können, die bei anderen Mitarbeitern nicht akzeptiert werden.
Auch bei der Homeoffice-Regelung scheint es Unterschiede zwischen Abteilungen bzw. sogar zwischen Stockwerken zu geben, obwohl die Regelung laut Geschäftsführung eigentlich einheitlich gelten soll.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst können durchaus interessant sein. Das grundsätzliche Problem sehe ich weniger bei den Tätigkeiten als bei den Rahmenbedingungen, unter denen gearbeitet wird. Meist setzt man nur die Wünsche der Vorgesetzten um, mach dem Motto: sie wünschen, wie spielen. auch in Punkto Digitalisierung könnten die Rahmenbedingungen wesentlich verbessert werden.
