❌ KEINE EMPFEHLUNG ❌
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt pünktlich. Ventilatoren werden im Sommer kostenlos zur Verfügung gestellt um die Hitze zu überleben. Gleiches gilt im Winter für Heizgeräte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitsbelastung, fehlende Strukturen, Bürozustände, keinerlei Kommunikation, soziales Miteinander nicht gewünscht uvm. Fehlende Wertschätzung, man ist nur eine Nummer und jederzeit ersetzbar und das spürt man. Die U-Führung ist sowieso unsichtbar und selbst die eigenen Mitarbeiter im Haus kennt man nicht, weil darauf keinen Wert gelegt wird. Top motivierte „neue“ Mitarbeiter mit viel Know-How werden gekündigt, um kurzfristig Geld zu sparen. Für ein Unternehmen dieser Größe wird oft unprofessionell und oft planlos gearbeitet. Was heute gesagt wird, kann morgen anders sein. Schulter zucken, Kopf schütteln und Augen rollen sind bei den Mitarbeitern täglich zu sehen und es erweckt den Eindruck, dass Mitarbeiter am Morgen nur darauf warten das Büro wieder verlassen zu dürfen.
Verbesserungsvorschläge
Echte Innovation fördern, statt sie abzuwürgen! Zurück in die Realität finden, runter vom hohen Ross - die goldenen Zeiten von WH und der Baubranche sind vorüber - auf lange Zeit!
Arbeitsatmosphäre
Die aktuelle Krise in der Baubranche hinterlässt deutliche Spuren im Unternehmen: Der Druck wurde massiv erhöht, was das Betriebsklima unter den restriktiven Maßnahmen und einer unklaren Führung stark belastet. Der Führungsstil ist in einigen Abteilungen von Rechtfertigungen und subtilen Kontrollen geprägt; eine konstruktive Fehlerkultur existiert nicht – stattdessen dominieren Bestimmungen von oben herab, und die Angst vor Konsequenzen bei der Belegschaft.
Selbst bei maximaler Auslastung wird von Mitarbeitern unbarmherzig verlangt, „150 %“ zu geben, andernfalls wird die fachliche Kompetenz infrage gestellt. Lob oder wertschätzende Worte sucht man bei WH vergeblich.
Einen sicheren Arbeitsplatz in einem modernen, fortschrittlichen Umfeld aufzugeben, um zu WH zu wechseln, kann ich keinesfalls empfehlen. Ein solcher Schritt bedeutet in puncto Unternehmenskultur und Arbeitsbedingungen Rückschritt statt Fortschritt.
Image
Das Image des Unternehmens bröckelt sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei der Kundschaft schon seit längerer Zeit. Seit dem plötzlichen Ablebens des vormaligen Geschäftsführers im Jahr 2023 ist eine rapide Abwärtstendenz spürbar. Er galt als Garant für eine erfolgreiche Zukunft, war die gute Seele des Hauses, bei Kunden geschätzt und ehrlich an der Belegschaft interessiert. Er verkörperte WH wie kein anderer.
Die neue Unternehmensführung agiert seither eher umstritten, ist absolut nicht präsent und schafft es ebenso nicht, Vertrauen oder Aufbruchstimmung zu vermitteln.
Work-Life-Balance
Seit Jahren arbeitet der Betrieb mit einer bewussten Personalunterdeckung, was zu einer kontinuierlich sinkenden Mitarbeiterzahl führt. Die hohe Fluktuation – geprägt von schnellen Eigenkündigungen zugunsten modernerer Arbeitgeber sowie arbeitgeberseitigen Kündigungen – spricht für sich.
Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung fehlen völlig; der Fokus liegt exklusiv auf der Arbeitsleistung. Zudem wird die Unternehmenskultur durch ein Verbot oder starkes Missbilligen jeglicher sozialer Interaktionen (wie Geburtstagsrunden oder Weihnachtsfeiern) belastet.
Da Überstunden institutionalisiert sind, erweist sich das theoretische Angebot der Gleitzeit für den Großteil der Belegschaft als wirkungsloses Versprechen auf dem Papier.
Karriere/Weiterbildung
Berufliche Weiterentwicklung ist hier Fehlanzeige. Fortbildungen scheinen unerwünscht zu sein, und selbst wenn es Angebote gäbe: 99 % der Mitarbeiter haben aufgrund des extremen Arbeitspensums überhaupt keine Kapazitäten dafür.
Der Aufstieg im Unternehmen folgt selten dem Leistungsprinzip. Kompetenz ist zweitrangig – Karriere macht nur, wer es versteht, sich bei der Führungsebene einzuschmeicheln und Sympathiepunkte zu sammeln.
Gehalt/Benefits
WH zahlt mittelmäßig, was bekannt ist. Gehaltserhöhungen oder spürbare Überzahlungen gibt es oft nur in der Stellenbeschreibung.
Trotz Mitarbeiterrabatt kauft man bei OBI und der Konkurrenz billiger ein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Nachhaltigkeit wird im Unternehmen vollkommen vernachlässigt. Trotz des digitalen Zeitalters im Jahr 2026 dominiert eine extreme Papierwirtschaft – selbst klassische Druckereien verbrauchen gefühlt weniger Papier. Gut gemeinte Software-Umstellungen zur Arbeitsentlastung bewirken das Gegenteil: Die Prozesse werden komplizierter, führen zu erheblichem Mehraufwand und erzeugen am Ende noch mehr Papierausdrucke.
Auch im sozialen Bereich gibt es deutlichen Nachholbedarf. Trotz der beachtlichen Firmengröße sind Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen kaum vertreten. Eine gelebte Inklusion, wie sie heute Standard sein sollte, findet nicht statt.
Kollegenzusammenhalt
Während der Zusammenhalt unter vielen Kollegen hervorragend ist, ist das Betriebsklima nicht frei von Missgunst. Einzelne Teammitglieder nutzen ein scheinbar freundliches Auftreten strategisch, um Interna an die Leitung weiterzutragen und sich selbst zu profilieren. Ein distanzierter und vorsichtiger Umgang ist in manchen Bereichen leider notwendig.
Umgang mit älteren Kollegen
Vorbildlich!
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur ist reine Glückssache und stark abteilungsabhängig. Viele Führungskräfte sind zwar nett, aber fachlich oder menschlich nicht dafür qualifiziert, ein Team erfolgreich zu leiten. Ein strukturierter Austausch in Form von Mitarbeitergesprächen existiert schlichtweg nicht. Wer versucht, sich einzubringen, scheitert: Verbesserungsvorschläge sind unerwünscht, und mit Kritik kann die Führungsebene nicht umgehen.
Arbeitsbedingungen
Die Firmenzentrale weist einen massiven Sanierungsstau auf, der teilweise bereits die Sicherheit gefährdet. Fensterelemente sind notdürftig zugenagelt, damit diese nicht aus dem Rahmen fallen und um Unfälle zu vermeiden. Die klimatischen Bedingungen sind extrem: Im Sommer herrschen saunaähnliche Temperaturen, während es im Winter stark auskühlt. Die Bausubstanz ist zudem so winddurchlässig, dass es bei starkem Wind (Föhn) zu extremer Zugluft kommt, während man sich nicht sicher ist ob das Dach gleich abhebt. Eine zeitnahe Modernisierung ist weiter Ferne. Die Büroausstattung ist in weiten Teilen veraltet und entspricht in keiner Weise ergonomischen Standards. Zudem fehlen ausgewiesene Pausenräume, weshalb die Belegschaft gezwungen ist, die Mittagspause am Schreibtisch zu verbringen, was zudem jegliche Pausenkultur im Keim erstickt.
Kommunikation
Transparenz sucht man hier vergebens. Da die Unternehmensleitung kaum kommuniziert, läuft fast alles über den Flurfunk. Je nach Abteilung muss man sich arbeitsrelevante Informationen mühsam erkämpfen – ein echtes Puzzlespiel bei der Firmengröße, bei dem jeder nur ein Teilstück kennt, aber niemand das Gesamtbild. Das führt zu einer spürbaren Frustration und gänzlichen Abstumpfung unter den Kollegen.
Die Prozesse und Strukturen sind absolut veraltet und erinnern stark an die 1980er-Jahre; von modernen, zukunftsorientierten Arbeitsabläufen fehlt jede Spur. Strategische Ziele oder Einblicke in die aktuelle Lage der Firma werden nicht geteilt.
Wie rückständig die Informationspolitik ist, zeigte sich bei der Partnerschaft mit hagebau: Davon erfuhr die Belegschaft aus der Presse. Die offizielle Mitteilung im internen Intranet erfolgte erst Tage später und bot keinerlei nennenswerten Mehrwert
Gleichberechtigung
Es fehlt an einer einheitlichen, zeitgemäßen Richtlinie zur mobilen Arbeit. Die Vergabe von Home-Office-Tagen erfolgt willkürlich, was zu spürbarer Demotivation und einem Gefühl der Ungerechtigkeit in der Belegschaft führt.
Die gelebte Präsenzkultur basiert auf tiefem Misstrauen gegenüber dem Remotework-Konzept. Da der Wunsch nach flexiblen Arbeitsmodellen kulturseitig negativ sanktioniert und mit Leistungsunwilligkeit gleichgesetzt wird, wird jeglicher moderne Wandel blockiert.
Interessante Aufgaben
Verlässlichkeit führt hier direkt in die Überlastung. Wer engagiert arbeitet, bekommt immer mehr aufgeladen, ohne dass jemand nach den Kapazitäten fragt. Der Normalzustand ist, dass eine einzige Fachkraft das Pensum von zwei Stellen abdeckt; Überstunden sind damit garantiert. Die Tätigkeiten selbst sind im Kern spannend. Allerdings muss man bereit sein, sich die nötigen Informationen mühsam zu erkämpfen und mit absolut veralteten Strukturen zu leben, ohne jegliche Aussicht auf Besserung.
