Leute sagen so, Firma machen so - ein Unternehmen zwischen Genie und Wahnsinn
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zukunftspotenzial vorhanden, wenn man seine Stärken richtig einsetzen lässt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nicht nachvollziehbare Zentralisierung einzelner Bereiche
Verbesserungsvorschläge
Personalentscheidungen sollten rechtzeitig besprochen und sinnvoll argumentiert werden können.
Fragwürdige standortübergreifende Entscheidungen können schnell falsch aufgefasst werden und stellen das strategische Konzept infrage.
Gehaltstrukturen sollten überdacht und angepasst werden.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn war die Stimmung top. Alles neu - Gebäude, Maschinen, super Arbeit, super Branche, beste Bedingungen und das Gefühl keiner kann uns aufhalten den Markt zu erobern.
ABER: Die Zeit und strategische Ausrichtung des Unternehmens stellte jeden Mitarbeiter immer wieder vor neue Herausforderungen und innere Konflikte. Es boten und bieten sich immer wieder neue Gelegenheiten seine Moral und sein Loyalitätsempfinden zu definieren.
Verhältnis des nervlich überstrapazierten harten Kerns zum querqualifizierten mit der Gesamtsituation zufriedenem Rest ... unverhältnismäßig
Aktuell herrscht eine Gratwanderung zwischen: "Gemeinsam sind wir stark, wir gehen gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen" oder " Bei der Verteilung der Motivation war scheinbar nicht nur eine Kreide holen".
Image
Als Firmeninterner Mitarbeiter bin ich von einem guten Image ausgegangen und überzeugt, da ich weiß wie viel Arbeit, Mühe und Herzblut in allem steckt. Ob wir das nach außen vermitteln können wage ich das ein oder andere mal zu bezweifeln, was sehr schade ist.
Work-Life-Balance
Bei hohem Order Intech kann ein zusätzlicher 6ter Tag anfallen. Für die Nachtschicht oft eine gern genutzte Gelegenheit bei einer zusätzlichen Samstagsfrühschicht muss schon mehr Überzeugungskraft geleistet werden.
Im großen und ganzen würde ich sagen passt es, wenn man sich bewusst ist in einem Dreischichtproduktionsbetrieb zu arbeiten.
Karriere/Weiterbildung
Im Unternehmen auf genau diese Arbeit zugeschnitten ist es super. Egal ob technisches know how in Form einer passenden Ausbildung vorhanden ist oder als Neuanfang in einem modernen Betrieb gedacht ist, man wird gut ausgebildet und weitergebildet.
Solange man angestellt ist und gebraucht wird kann man sich auf Qualifikationen an der Maschine verlassen.
Weitreichendere Qualifikationen sind eher nicht vorgesehen als Bediener. Die Karriereleiter hat recht wenige Stufen. Aber auch von diesen kann man tief fallen, wie man es immer mal wieder hört.
Gehalt/Benefits
Sagen wir mal so, da ist viel Luft nach oben.
Kein Uraubsgeld, kein Weihnachtsgeld, ein mehr als nur fragwürdiges Prämiensystem und spekulative Gehaltsstufen.
Aber sieht wie es aussieht wird mit Hochdruck an einer Neuausrichtung gearbeitet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird viel getan in jeder Hinsicht.
Firmenevents und ein stabiles Team stehen auf der gleichen Tagesordnung wie der ökologische Fußbdruck.
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut... nicht nur bei der Arbeit stimmt der Zusammenhalt, auch außerhalb der Firma unterstützt an sich wo man kann. Man hat den Eindruck, dass es sehr familiär zugeht, auch wenn etwaige Behauptungen a la : "Wir sind die beste Schicht" in einzelnen Situationen viel gedanklichen Spielraum für Spekulationen lassen.
Umgang mit älteren Kollegen
Meines Erachtens fair und respektvoll. Bisher keine negativen Erfahrungen gesammelt oder mitbekommen.
Vorgesetztenverhalten
99 % klasse Typen, Vorbilder, Motivationskünstler, Schaffer...
Dennoch, die Ausnahme bestätigt die Regel.
Arbeitsbedingungen
Sauberkeit steht ganz oben. Werkzeuge und Betriebsmittel sehr gut, Schulungen meistens sehr gut und auch sinnvoll... meistens.
Radio läuft im genauen Unternehmen, es gibt Bäume in den Produktionshallen. Wasser und Kaffee nach Belieben. Es ist Obst im Haus... Da lacht das Herz, was will man mehr. Auch wenn das zum heutigen Standard gehört ist es dennoch toll davon profitieren zu können.
Kommunikation
In Langenau unter den Kollegen am Standort zu 90 Prozent klasse.
Klar Schwund ist immer, Informationen gehen mal unter oder verloren, aber der Zusammenhalt und das Engagement regelt die Sache meistens erfolgreich.
Getreu nach dem Motto : "Einer für alle und alle für einen."
Leider kann die Kommunikation nicht nur auf den Standort eingeschränkt werden, da nich mehr zum Team gehören. Ab da wird es aber schwieriger
Gleichberechtigung
Keine Diskussion, das passt in jeder Hinsicht. Jeder findet seinen Platz und gehört zum Team.
Interessante Aufgaben
Im Hinblick auf das Gesamtpaket der vorhandenen Bedingungen sicherlich spannend, aber auf die Dauer gesehen kann es recht eintönig werden.
Trotz Querqualifikation in andere Abteilungen sind die wirklich abwechslungsreichen Tätigkeiten meiner Meinung eher überschaubar, wenn man in der Produktion arbeitet.
Wer wirklich Verantwortung übernehmen möchte bekommt diese unzer Beweis seiner Fähigkeiten durchaus zugesprochen, hat aber im Endeffekt genau so viel davon wie jeder Handtuchhalter im Gebäude.