Ihr Unternehmen?

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MED 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mal wieder ein Startup-Meme. Leider!

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf in Regensburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Kaffee ist gratis, schmeckt in Ordnung und manchmal gibt es sogar Obst!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Feminismus wird gelehrt, aber nicht gelebt. Es wird mit Visionen um sich geworfen, aber vorweisen konnte man mir nichts. Den Kurs gibt nur eine Person vor, alle anderen würden es gerne. Egal was passiert, es wird im Nachhinein immer anders dargestellt.

Verbesserungsvorschläge

Mein Vorschlag wäre, dass das, was gesagt auch getan wird.
Ich musste zum Bittsteller werden. Man hat es innerhalb von zwei Monaten nicht zustande gebracht, mir ein Arbeitszeugnis zuzusenden. Auch bei arbeitsrechtlich relevanten Dokumenten wird einem nicht mehr geantwortet, sobald man eine eigene Meinung hat. Der vollständige Mangel an Umgang mit Kritik ist aus meiner Sicht die größte Baustelle, die einem gesunden Betriebsklima im Weg steht. Ich wünsche dem ganzen Team von Herzen alles Gute!

Arbeitsatmosphäre

Es werden Umfragen unter den Mitarbeitenden vorgetäuscht, um die manipulative Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Es ist schade. Es fallen selten auch grenzwertige Sprüche auf Kosten anderer.

Kommunikation

Austritte bekommt man nur hintenrum mit und werden seltsam oder garnicht kommuniziert. Man ist regelmäßig von unerwarteten Kündigungen überrascht. Auch innerbetriebliche Abläufe werden nur fragwürdig und mit Kalkül der Geschäftsführung mitgeteilt. Ich wurde gekündigt, nachdem ich mit interner Zustimmung konstruktives Feedback geben wollte. Eine Chance, das Feedback auszusprechen, konnte man mir nicht geben, weil man mutmaßlich Angst vor den Konsequenzen hatte.
Je nach dem, um was es geht bzw. mit welchen Mitarbeitenden gesprochen wird, werden subtil andere Töne angeschlagen. Alles wirkt glatt gebügelt. Auch wenn man genau Bescheid weiß, wird manchmal Unwissenheit oder Zustimmung von Vorgesetzten vorgetäuscht.
Es wird das Gefühl des familiären Zusammenhalts vermittelt, obwohl Kontrolle wichtiger ist. Das wäre voll in Ordnung, wenn man denn auch dazu stehen würde.

Kollegenzusammenhalt

Viele hübsche Gesichter, tolle Lebensläufe und scheinbar sind alle gern bei Teamevents dabei - hat man aber mal keine Zeit oder eigene Vorschläge, wird man fallen gelassen und als Gegenspieler verkauft. Bei Nichtteilnahme an Events entsteht ein Wettbewerb um die besten Ausreden, damit man ja kein schlechtes Gewissen haben muss. Typisch Startup eben. Dieser Eindruck bestätigt sich leider auch im Kontakt mit weiteren Ehemaligen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Es herrscht eine Stimmung, die offenen Umgang mit Kritik nicht zulässt. Hier wird sehr viel Potenzial verschenkt. Mir war die Arbeit halt wichtiger und hat mir genug Spaß gemacht. Ich habe leider auch ein Privatleben. Die beste Zusammenarbeit erlebte ich mit Kollegen, die aufgrund der Distanz sowieso nicht bei Teamevents dabei waren.

Work-Life-Balance

Moderne Arbeitsausstattung. Teamevents sind praktisch Pflicht, auch wenn es nur Wenige hinter verschlossenen Türen zugeben.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt nur klassische Vorgesetzte, keine Vorbilder und wenig nachvollziehbare Entscheidungen. Man wird nicht ernst genommen, es wird über, anstatt mit einem gesprochen, im Zweifel halt ersetzt. Von oben herab werden Führungskräfte instrumentalisiert, um den Schein aufrecht zu erhalten. Man ist machtlos, wenn man ehrlich ist. Bei ernsten Angelegenheiten hat man nicht mal die Größe, mir in die Augen zu schauen.
Bei mindestens einem Kundengespräch hatte ich das Gefühl, aus niederen Beweggründen sabotiert zu werden. Als ich das kommunizieren wollte, wurde ich von der Leitung über die Arbeitsmedien sowie privat per WhatsApp drangsaliert. In den darauffolgenden Tagen bis zur Kündigung fühlte ich mich wie eine Aufsässige behandelt. Und alles, obwohl ich die Zustimmung von anderen Mitarbeitenden hatte. Zu dieser Zeit hatte ich nachweislich die vergleichsweise besten Zahlen im Sales. Das Wort "Mobbing" ist zu hart, ich kann es leider aber nicht anders formulieren. Man hat die gesamte Bubble gegen sich, die alle so tun, als ob man es nur gut meint.
Auch aus anderen Abteilungen habe ich mitbekommen, wie Probleme manchmal nur weggelächelt werden.

Interessante Aufgaben

Ein üblicher Salesjob ohne Boni. Es wird halt erwartet, nach 10 Stunden Verkaufsgesprächen noch für Teamevents unter der Woche nach München zu pendeln. Wenn man mal zu müde ist, verliert man den Rückhalt. Alles in der Freizeit auf eigene Kosten, versteht sich.

Gleichberechtigung

Ein gutes Beispiel für den Gender Pay Gap. Die Gehälter bleiben jedoch ein Geheimnis, um immer in einer guten Verhandlungsposition zu bleiben. Kommuniziert wird das aber gegenteilig.

Umgang mit älteren Kollegen

Da es keine erfahrenen Kollegen gibt, weil diese ja widersprechen könnten, passt da alles.

Arbeitsbedingungen

Die Einrichtung ist zeitgemäß. Es gab einen sicherheitsrelevanten Vorfall, der leider nie offen aufgearbeitet wurde. Man wird, wie so oft, nur in der Theorie ernst genommen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es läuft alles digitalisiert und ohne unnötige Ausdrucke!

Gehalt/Benefits

Ich musste erst durch andere Stellen erfahren, dass die Bezahlung deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegt. An Urlaubs- oder Weihnachtsgeldzahlungen ist nicht zu denken, obwohl die Firma schneller wächst, als sie es verkraften kann.

Image

Stark auf dem Markt. Da sie sich aber in den Teamevents und persönlichen Kindereien verrennen, bin ich gespannt, ob und wo das Unternehmen in 10 Jahren steht. Nach außen hui und innen Ansichtssache, könnte man sagen.

Karriere/Weiterbildung

Ich habe über Wochen alles versucht, um für eine faire Arbeitsumgebung zu kämpfen. Diese Option wurde mir verwehrt.

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