Gute Kollegen, aber der Rest ist stark ausbaufähig …
Arbeitsatmosphäre
Das Verhältnis zu den Kollegen ist überwiegend gut, der Umgang im Team meist respektvoll. Leider ist das Verhältnis zu den Vorgesetzten deutlich schlechter: Wertschätzung oder konstruktives Feedback von ihrer Seite fehlen weitgehend. Auch der Umgangston seitens der Vorarbeiter und Teamleiter lässt oft zu wünschen übrig.
Die Arbeitsbedingungen im Gebäude sind grenzwertig – im Sommer wie im Winter ist es häufig über 25 Grad warm, mit extrem trockener Luft, was regelmäßig zu Kopfschmerzen führt.
Die allgemeine Stimmung unter den Mitarbeitenden ist sehr schlecht, was sich deutlich auf das tägliche Arbeitsklima auswirkt.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen ist verbesserungswürdig. Wichtige Informationen werden oft sehr kurzfristig an die Mitarbeitenden weitergegeben, was die Arbeitsplanung erschwert. Es finden weder regelmäßige Meetings noch Feedbackgespräche statt.
Zwar werden Mitarbeitende teilweise in Entscheidungen einbezogen, ihre Rückmeldungen oder Vorschläge finden jedoch kaum Beachtung. Eine transparente Kommunikation seitens des Managements ist nicht vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist insgesamt gut. Die Mitarbeitenden unterstützen sich gegenseitig, und es herrscht ein grundsätzlicher Teamgeist – auch wenn es vereinzelt typische Einzelkämpfer gibt. In stressigen Phasen kann der Umgangston manchmal rauer werden, dennoch bleibt die Zusammenarbeit meist konstruktiv.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt gut. Es gibt eine 38-Stunden-Woche sowie flexible Arbeitszeiten. Überstunden können aufgebaut und in der Regel auch relativ flexibel wieder abgebaut werden. Allerdings werden gelegentlich Überstunden angeordnet, deren Notwendigkeit – besonders bei geringer Auslastung in manchen Abteilungen – fraglich erscheint.
Die Arbeitsbelastung ist phasenweise höher, im Allgemeinen aber eher entspannt. Ein negativer Punkt ist die Urlaubsregelung: Urlaubsanträge werden nicht immer problemlos genehmigt, es wird häufig nach Gründen gefragt, was früher deutlich unkomplizierter war.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist stark verbesserungswürdig. Die Führung beschränkt sich hauptsächlich auf das Verteilen von Anweisungen, ohne Mitarbeitende aktiv einzubeziehen. Kritik wird zwar aufgenommen, jedoch oft belächelt und nicht umgesetzt. Lob oder Anerkennung gibt es kaum.
Der Führungsstil wirkt überwiegend kontrollierend und wenig respektvoll, was die Arbeitsatmosphäre zusätzlich belastet. Entscheidungen der Vorgesetzten sind häufig fragwürdig und wenig nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind überwiegend monoton und wenig abwechslungsreich. Zwar gibt es grundsätzlich Raum für Kreativität und eigene Ideen, diese werden jedoch häufig im Nachhinein kritisiert oder nicht umgesetzt. Die eigenen Fähigkeiten werden kaum genutzt – oft übernehmen Auszubildende anspruchsvollere und interessantere Tätigkeiten. Insgesamt fehlt dadurch die Motivation bei der Arbeit.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird im Unternehmen grundsätzlich gelebt, es gibt keine spürbaren Diskriminierungen. Der Umgang unter den Mitarbeitenden ist respektvoll.
Allerdings werden Chancen und Beförderungen nicht immer gerecht verteilt: Neue Aufgaben werden oft einzelnen Mitarbeitenden angeboten, ohne anderen dieselbe Möglichkeit zu geben. Der respektvolle Umgang zeigt sich leider weniger im Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden ist kritisch zu sehen. Sie werden häufig nicht mit dem nötigen Respekt behandelt, ihre langjährige Erfahrung wird oft unterschätzt und nicht sinnvoll genutzt. Teilweise werden erfahrene Fachkräfte ohne nachvollziehbaren Grund entlassen, wodurch wertvolles Wissen verloren geht.
Während wichtige Aufgaben eher an jüngere Mitarbeitende vergeben werden, erhalten ältere Kolleg:innen seltener verantwortungsvolle Tätigkeiten – obwohl sie meist das gleiche oder nur minimal mehr verdienen als neue Mitarbeitende.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt verbesserungswürdig. Die Arbeitsplätze sind in die Jahre gekommen – es gibt keine höhenverstellbaren Tische, viele Stühle sind veraltet, und die lauten Absauganlagen wurden offenbar aus Kostengründen gewählt, was zu einer belastenden Geräuschkulisse führt.
Werkzeuge sind in ausreichender Menge und Qualität vorhanden. Die Sauberkeit lässt jedoch stark zu wünschen übrig: Die Produktionsräume werden größtenteils von Auszubildenden gereinigt, was wenig effektiv ist – zumal deren Fokus eigentlich auf der Ausbildung liegen sollte. Reinigungskräfte sind nur für die Büroräume vorgesehen.
Der Pausenraum in der Produktion ist nur mittelmäßig ausgestattet und an manchen Stellen bedenklich dreckig.
Technisch bewegt sich das Unternehmen auf einem mittleren Stand: Die Computer sind in Ordnung, allerdings ist die Peripherie teils veraltet und es wird noch immer viel auf Papier gearbeitet, obwohl digitale Lösungen vorhanden wären.
Das Gebäude wirkt von außen modern, ist für Mitarbeitende jedoch alles andere als angenehm. Trotz Klimaanlagen ist es oft – selbst im Winter – unangenehm warm, kombiniert mit extrem trockener Luft. Anfragen nach Luftbefeuchtung wurde
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen zeigt ein durchschnittliches Umweltbewusstsein. Positiv hervorzuheben sind eine firmeneigene Solaranlage zur Stromerzeugung sowie Ladesäulen für E-Autos. Auch das E-Bike-Leasing-Angebot unterstützt nachhaltige Mobilität und ermutigt Mitarbeitende, das Auto gelegentlich stehen zu lassen.
Die Mülltrennung ist vorhanden, jedoch nur mittelmäßig konsequent umgesetzt. Insgesamt gibt es Ansätze in Richtung Nachhaltigkeit, aber noch Luft nach oben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist durchschnittlich, entwickelt sich über die Jahre jedoch nur sehr langsam weiter. Die Gehaltszahlung erfolgt stets pünktlich, eine transparente Gehaltsentwicklung oder nachvollziehbare Kriterien für Anpassungen gibt es nicht.
Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden gezahlt, allerdings wurden Prämien seit Jahren nicht mehr ausgezahlt – es wird regelmäßig ein neuer Grund gefunden, um diese zu streichen.
Positiv hervorzuheben sind Angebote wie JobRad, Qualitrain sowie die Nutzung von Corporate Benefits.
Image
Das Unternehmen wird von den Mitarbeitenden nicht als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen. Das Image nach außen ist eher schlecht. Viele Mitarbeitende aus der Produktion sind kaum stolz auf ihre Firma.
Der Ruf in der Branche ist schwer einzuschätzen, erscheint aber eher mittelmäßig.
Karriere/Weiterbildung
In der Produktion gibt es keine Möglichkeiten zur Weiterbildung. Beförderungen einzelner Mitarbeitender sind fragwürdig und erfolgen ohne Transparenz. Eine Unterstützung bei der Karriereplanung findet nicht statt