Toxische Führung, keine Balance – leider nichts für die Zukunft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kolleg:innen waren menschlich wirklich top – loyal, unterstützend und herzlich, was den Arbeitsalltag zumindest punktuell erleichtert hat. Auch das Produkt selbst ist qualitativ überzeugend und marktfähig – schade, dass es nicht von einer entsprechend starken Unternehmenskultur begleitet wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nahezu alle Strukturen und Prozesse dieses Arbeitgebers sind von Grund auf defizitär bis destruktiv. Die Führungs“kultur“ ist ein Paradebeispiel für autoritäres Mikromanagement: intransparent, kontrollierend, vertrauenszersetzend und geprägt von einem durch Angst erzeugten Kadavergehorsam. Kritik wird systematisch ignoriert, bagatellisiert oder als illoyal gebrandmarkt – eine offene Kommunikation ist nicht nur unerwünscht, sondern wird regelrecht sanktioniert. Entscheidungen wirken beliebig, häufig reaktiv statt strategisch, und werden meist ohne jede Einbindung der Betroffenen gefällt.
Zielvorgaben sind vollkommen realitätsfern, ändern sich kurzfristig und lasten auf zu wenig Personal – ein Dauerzustand, der zu chronischer Überlastung, Frustration und hoher Fluktuation führt. Krankmeldungen oder konstruktive Einwände werden als Schwäche oder Störung der „Leistungsfähigkeit“ gewertet. Führungskräfte agieren nicht als Vorbilder oder Unterstützer, sondern als Kontrollinstanzen ohne erkennbares Führungsverständnis. Vertrauen ist in dieser Organisation kein Wert, sondern ein Risiko.
Verbesserungsvorschläge
Ein grundlegender Neuanfang in der Führungsebene ist unerlässlich, um eine Unternehmenskultur zu etablieren, die auf Transparenz, Vertrauen und Integrität basiert. Es braucht eine Kommunikation auf Augenhöhe, in der Mitarbeitende ernst genommen und aktiv einbezogen werden. Entscheidungen sollten nachvollziehbar sein, Ziele realistisch definiert und personell umsetzbar.
Vorgesetztenverhalten
Wenn ich könnte, würde ich 0 Sterne wählen