Nur noch Belastung ohne Gegenleistung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt kommt pünktlich
Verbesserungsvorschläge
Mehr Respekt gegenüber den Leuten, die den Laden am Laufen halten. Realistische Planung, faire Bezahlung, offene Kommunikation und vor allem: Zuhören, statt Mitarbeiter für Probleme verantwortlich zu machen, die durch schlechte Führung entstehen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist längst im Keller. Mitarbeiter werden als Störenfriede hingestellt und gekündigt oder sie entscheiden sich selbst irgendwann dazu zu gehen, Nachbesetzung findet nicht statt. Stattdessen wird der Rest verheizt, als gäbe es endlos Personal. Wer sich Mühe gibt, darf sich auf noch mehr Arbeit freuen – Dank oder Anerkennung? Fehlanzeige.
Image
Nach außen wird alles schön geredet, intern zählt nur, wer brav Ja sagt. Die Probleme sind bekannt – nur will sie keiner sehen. Statt Lösungen sucht man Sündenböcke oder setzt alles daran herauszufinden, wer Kritik äußert.
Work-Life-Balance
Von Work-Life-Balance kann keine Rede sein. Es wird immer wieder Samstagsarbeit verlangt, um Terminrückstände aufzuholen, die die Führung zu verantworten hat. Wer hier arbeitet, sollte sein Wochenende besser abschreiben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kaum wahrnehmbar. Nachhaltigkeit fängt bei den eigenen Leuten an – davon ist hier nichts zu sehen.
Karriere/Weiterbildung
Früher wurde gute Leistung wenigstens anerkannt, inzwischen bringt es gar nichts mehr, sich reinzuhängen. Es gibt weder Weiterbildungen noch eine echte Perspektive.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist der einzige Lichtblick. Trotz ständiger Unterbesetzung helfen sich die Mitarbeiter gegenseitig, um den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Ohne den Zusammenhalt wäre der Betrieb schon längst am Ende.
Vorgesetztenverhalten
Die Werksleitung taucht nur für 5 Minuten am Tag in der Produktion auf – genug Zeit, um mit respektlosen Sprüchen Stimmung zu machen – und verschwindet anschließend wieder ins Büro. Wie viel Arbeit tatsächlich geleistet wird, interessiert nicht. Hauptsache, man kann Vorwürfe verteilen. Um die Stimmung der Mitarbeiter zu heben, sollte diese Zeit auf 3 Minuten reduziert werden.
Arbeitsbedingungen
Unterbesetzung ist Dauerzustand. Leiharbeiter sind Alibi-Entlastung, brauchen aber Monate Einarbeitung – oft mit Sprachbarrieren. Trotzdem wird sofort mehr Leistung verlangt, als realistisch ist. Und kaum sind sie eingearbeitet, werden sie wieder abgesägt, sobald der Umsatz mal schwächelt.
Kommunikation
Kommuniziert wird hier vor allem eines: Kritik ist unerwünscht, Vorschläge werden ignoriert oder später als „Idee der Chefs“ verkauft. Wer Missstände anspricht, wird nicht gehört – nur gesucht. So wird auch der Inhalt dieser Bewertung ignoriert werden, wichtiger ist herauszufinden wer sie geschrieben hat.
Gehalt/Benefits
Prämien wie Gesundheitsprämie, Umsatzbeteiligung und Teile des Weihnachtsgelds wurden gestrichen. Die Bezahlung liegt deutlich unter dem, was in anderen Galvaniken gezahlt wird. Azubis bekommen sogar Minus-Stunden angerechnet, was rechtlich mehr als fragwürdig ist.
Außerdem ist es nicht nachvollziehbar, warum ungelernte Kräfte nahezu gleich bezahlt werden wie ausgebildete Fachkräfte. Leistung wird weder erkannt noch gerecht entlohnt.
Die frühere Werksleitung war regelmäßig in der Produktion und hatte ein offenes Ohr für die Leute. Gute Arbeit wurde gesehen, anerkannt und belohnt – da war es auch okay, mal einen Samstag einzuspringen. Heute starren die Chefs nur noch auf den Monitor, ob Umsatz und Badauslastung stimmen – mehr interessiert nicht.
Gleichberechtigung
Firmenfeiern wirken wie ein reines Büro-Event. Die Planung dieser berücksichtigt die Produktion kaum. Die letzte Feier wurde auf Freitag gelegt, während die wenigen Leute aus der Produktion, die überhaupt teilnehmen wollten, am nächsten Tag wieder in der Halle stehen mussten.
Interessante Aufgaben
Es gibt nichts Neues, nur mehr davon. Immer weniger Leute sollen immer mehr schaffen. Wer mehr kann, wird ausgenutzt, nicht belohnt.

