Werte zählen nur auf der Website – Menschlichkeit Fehlanzeige
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das eigentliche Produkt!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die tiefe Kluft zwischen PR und Realität: Auf der Website wird mit Hochglanz-Kacheln für „Resiliente Organisation“, „Menschlichkeit“ und „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ geworben. Im echten Arbeitsalltag und bei Restrukturierungen zählen diese Werte auf dem Papier nichts mehr – Mitarbeiter werden am Ende doch nur als reine Kostenfaktoren behandelt.
Fehlende soziale Verantwortung und mangelndes Sozialbewusstsein: Während das Unternehmen sich nach außen hin mit ESG-Kriterien schmückt, wird die soziale Verantwortung gegenüber der eigenen, loyalen Belegschaft mit Füßen getreten. Ganzheitliches Sozialbewusstsein fängt bei den eigenen Angestellten an – und genau da versagt der Konzern in Umstrukturierungsphasen.
Kein echter Schutz für ältere und erfahrene Kollegen: Trotz des Versprechens von „Diversität und Chancengleichheit unabhängig vom Alter“ zeigt die Praxis, dass langjährige Betriebszugehörigkeit, Loyalität und ein unschätzbarer Erfahrungsschatz keinen schützenden Wert haben, wenn Abteilungen geschlossen werden.
Konzerngetriebene, distanzierte Kommunikation: Die Unternehmensführung agiert extrem zahlengetrieben, intransparent und von oben herab. Statt eines echten, fairen Dialogs mit den Teams, die das Produkt tragen, werden harte Einschnitte ohne Rücksicht auf die Betroffenen durchgedrückt, was die Arbeitsatmosphäre vergiftet und durch die geschaffene Unsicherheit die psychische Gesundheit (Mental Health) massiv belastet.
Verbesserungsvorschläge
Lebt die Werte, die ihr auf eurer Karriere- und ESG-Seite plakatiert! Wer Mitarbeiter nur noch als Kostenfaktor auf einem Excel-Sheet betrachtet, verliert das Wichtigste: das Vertrauen der Belegschaft und letztlich die Qualität des Produkts.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs durch den Zusammenhalt im Team gut, aber die Atmosphäre hat sich massiv verschlechtert. Man spürt deutlich den Druck, der durch Umstrukturierungen und den Fokus auf reine Kennzahlen entsteht.
Kommunikation
Auf der Website wird viel über "Resilienz", "Lebensphasen" und "Menschlichkeit" geschrieben. Mein persönlicher Eindruck vor Ort war leider das genaue Gegenteil: Wenn Abteilungen oder Teams nicht mehr in die aktuelle Konzernstrategie passen, zählen die Werte auf dem Papier nichts mehr.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt in der Belegschaft war hervorragend – das einzig wirklich Positive.
Work-Life-Balance
Es gibt theoretisch Angebote, aber die Praxis sieht anders aus. Der psychische Druck, der durch plötzliche und einschneidende personelle Veränderungen erzeugt wird, konterkariert jeden "Mental Health Day".
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht leider sehr enttäuschend. Strategische Entscheidungen werden von oben herab durchgedrückt, ohne Rücksicht auf die Menschen, die das Produkt jahrelang getragen haben. Die Kommunikation wirkte auf mich intransparent.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich war gut, solange man uns hat arbeiten lassen.
Gleichberechtigung
Aareon wirbt öffentlich stark mit ‚Diversität und Chancengleichheit‘ und betont, das Talent unabhängig vom Alter in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn dann aber eingespielte Teams und wichtige Fachbereiche komplett aufgelöst werden, zeigt sich für mich, dass Vielfalt an Erfahrung im Arbeitsalltag offenbar zweitrangig wird, sobald strategische Konsolidierungen anstehen. Echte Vielfalt bedeutet für mich auch, die Altersstruktur und das über Jahrzehnte gewachsene Produktwissen im Unternehmen zu halten und zu schützen.
Umgang mit älteren Kollegen
Auf dem Papier wird eine ‚lebensphasenorientierte Personalpolitik‘ großgeschrieben. Mein persönlicher Eindruck aus der Praxis ist leider ein anderer: Gerade bei Restrukturierungen und dem Abbau ganzer Abteilungen scheint langjährige Erfahrung, Loyalität und eine höhere Betriebszugehörigkeit kein schützender Faktor mehr zu sein. Es wirkt, als ob ältere, erfahrene Mitarbeitende in solchen Phasen eher als Kostenfaktor auf dem Papier gesehen werden, statt ihren unschätzbaren Erfahrungsschatz für das Produkt und jüngere Kollegen zu schätzen.
Arbeitsbedingungen
Anfangs durch den Zusammenhalt im Team gut, aber die Atmosphäre hat sich massiv verschlechtert. Man spürt deutlich den Druck, der durch Umstrukturierungen und den Fokus auf reine Kennzahlen entsteht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf der Website wird viel Wert auf die Nachhaltigkeitsbereiche ‚Umwelt‘ und ‚Soziales‘ gelegt. Beim Thema Umwelt mag digitalisiertes Arbeiten positive Effekte haben. Das ‚Sozialbewusstsein‘ hat für mich persönlich im echten Arbeitsleben allerdings massiven Schaden genommen. Echtes Sozialbewusstsein zeigt sich nicht in Hochglanzbroschüren, sondern im Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden – insbesondere in Zeiten von Umstrukturierungen. Wenn langjährige, loyale Teams und ganze Fachbereiche komplett wegrationalisiert werden, bleibt vom sozialen Anspruch in der Realität aus meiner Sicht leider nicht viel übrig. Soziale Verantwortung fängt bei der eigenen Belegschaft an.


