Mehr Schein als Sein in allen Belangen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Hier kann jeder sein wie er will, so lange er ins Bild passt
Verbesserungsvorschläge
Intern professionell werden
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in Projekten bei Kunden ist natürlich sehr abhängig von der Projektleitung und dem Kunden selbst. Hier wird sich seitens abat aber sehr schnell weggeduckt und alles der unteren Ebene bzw. den Junioren überlassen. Falls es brennt, kommt die Projektleitung mal dazu und löscht das Feuer. Das Prinzip ist eher links rein, rechts raus. Wurde so von diversen Führungskräften gelebt.
Image
Image lebt sicher von den sehr erfahrenen Seniorberatern (teils ehemals bei SAP beschäftigt) von denen es leider zu wenige gibt. Im Markt eher unbekannt als Arbeitgeber.
Work-Life-Balance
40 Stundenwoche und Zeiten bzw. Überstunden kann man sich aufschreiben und auch mal abfeiern. Allerdings zählen die Stunden für den Bonus, der eigentlich nur in Vollaulastung beim Kunden (als 40 Stunden pro Woche aufschreiben) relevant wird. Bedeutet natürlich die eigenen Zeiten für Orga, Selbsstudium etc. kommen oben drauf, womit man dann eigentlich auch bei 45-50 wäre. Urlaubswünsche werden auch im Projekt weitestgehened berücksichtigt, dafür muss man selbst auch mal Druck machen.
Karriere/Weiterbildung
Eher als Einstieg für junge Berater, die dann nach spätestens 2-3 Jahren gehen. Wenige Schulungen, wenig Kontakt mit Senioren. Daher kaum langfristige Perspektive. Zeiten für Selbststudium vermindern den Bonus, außer man bildet sich in der Freizeit weiter bzw. schreibt die Stunden nicht auf / feiert sie nicht ab.
Kollegenzusammenhalt
Vertrauliche Beziehungen sind eher selten. Im Grunde wird viel übereinander geredet, ganz frei heraus. Am Ende ist sich jeder selbst der Nächste. Bei der hohen Anzahl der Quereinsteiger auf der untersten Ebene (Junior Berater) sind Konflikte auch vorprogrammiert in großen Projekten. Die mittlere Stufe (Berater) ist total unterpräsentiert in der Menge. Wenn man Glück hat, hat die oberste Stufe (Senior) auch mal Zeit für fachliche Themen oder Rückmeldungen. Bei Problemen wird sich schnell weggeduckt.
Umgang mit älteren Kollegen
Beratungsbranche natürlich mit sehr vielen Junioren besetzt, die ziemlich unerfahren im Umgang sind. Unterm Strich ok, aber die Jungen schießen halt oft übers Ziel hinaus.
Vorgesetztenverhalten
Prinzip links rein, rechts raus. Mitarbeiter ist idR selbst schuld an seiner Situation. So macht man es sich leicht und "Lieblinge" werden bevorzugt. Fluktuation ist sehr hoch bei Juniorberatern, da man idR dem Chef und nicht unbedingt dem Unternehmen kündigt. Daher sollte man generell mal an verpflichtende interne oder externe Schulungen für die Führungskräften denken.
Arbeitsbedingungen
IdR im Homeoffice oder Einsatz beim Kunden. Laptops teilweise sehr veraltet, aber Ersatz und Zubehör sehr unkompliziert zu bekommen. Zu wenige Standorte in Deutschland, daher nur empfehlenswert bei Wohnort nahe der Zentrale in Bremen.
Kommunikation
In allen Bereichen sehr schlecht bzw. in der Menge dürftig. Einige Verwaltungsbereiche bzw. einzelne Personen in Bremen geben sich Mühe, man muss in der Regel aber oft auch 2-3 nachfragen bis zur Lösung bei OrgThemen. In Projekten oder mit den Führungskräften wird Kommunikation als wichtig betont, die tatsächliche Qualität und Quantität sind gering. Die Personen sind idR selbst in Projekten und dauerhaft unter Strom, heißt keine Zeit und nicht wirklich Interesse an Mitarbeitern. Reine Glückssache bei der Zuordnung der Führungskraft, Projektleitung, Mentor etc. Auch hier eher Prinzip links rein, rechts raus.
Gehalt/Benefits
Schlecht im Vergleich mit anderen Beratungen. Gehaltserhöhungen sind sehr gering. Großer Bonus kaum möglich, da dafür Vollauslastung im Kundenprojekt über das komplette Jahr gegeben sein müsste. Aber falls man gebencht (Wartezeit auf Projekteinsatz, da reichen schon 4-5 Wochen im Jahr) wird, ist ein relevanter Jahresbonus quasi unerreichbar. Beim Vorrechnen des potenziellen Gehalts wird der Bonus viel zu hoch angesetzt und damit das zu erreichende Geahlt verschönert. Die Realität sieht dann ganz anders aus, Erwartungen werden enttäuscht. Die Problematik ist allen im Unternehmen bekannt. Abat lohnt sich nur, wenn man mindestens 5-10 Jahre dort arbeitet, da auch die Treue einen hohen Anteil des Bonus ausmacht.
Gleichberechtigung
Keinerlei Unterschiede festgestellt bzgl. Geschlecht etc. Viele Frauen in oberer Führungsebene.
Interessante Aufgaben
Kommt auf das Projekt und die Stellung im Team an. Wer lange Zeit bei abat ist, bekommt sicher Abwechslung geboten. Allerdings bleiben wenige Junioren lang.

