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Bewertung

Eine Kündigung, die sich als Glücksfall erwiesen hat Anspruch und Wirklichkeit der Unternehmenskultur

1,8
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung bei ABUS in Wetter gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Abteilungsleiter war mir gegenüber freundlich. Außerdem hat mir die Erfahrung verdeutlicht, welche Bedeutung ein Arbeitsumfeld hat, in dem fachliche Entwicklung, gegenseitiger Respekt und persönliche Grenzen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Rückblickend bin ich dankbar für die berufliche Entwicklung, die sich für mich nach dieser Erfahrung ergeben hat.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Meine Kritik betrifft insbesondere die Frage nach meinem Kinderwunsch im Vorstellungsgespräch, meine Erfahrungen im Umgang mit meinem Fasten sowie die aus meiner Sicht bestehende Diskrepanz zwischen den nach außen kommunizierten christlichen Werten und meinem persönlichen Erleben.

Darüber hinaus hatte ich während meiner kurzen Beschäftigungszeit teilweise das Gefühl, dass eine schnelle persönliche Integration erwartet wurde und mein Verhalten möglicherweise Gegenstand interner Gespräche war. Ob tatsächlich Informationen an HR weitergegeben wurden, kann ich nicht beurteilen. Dieses ungute Gefühl hat jedoch mein Vertrauen beeinträchtigt.

Schließlich halte ich es für schwierig, die fachliche Eignung und Leistung einer neuen Mitarbeiterin oder eines neuen Mitarbeiters bereits nach zwei Wochen umfassend zu beurteilen.

Insgesamt hat mir diese Erfahrung gezeigt, wie wichtig eine transparente Kommunikation, ein professioneller Umgang miteinander und eine Unternehmenskultur sind, in der die nach außen vertretenen Werte auch im Arbeitsalltag erkennbar werden.

Verbesserungsvorschläge

Ich würde dem Unternehmen empfehlen, die gelebte Unternehmenskultur stärker an den nach außen kommunizierten Werten auszurichten. Dazu gehören ein respektvoller Umgang mit persönlichen Überzeugungen, die Wahrung der Privatsphäre und eine offene, direkte Kommunikation.

Neue Mitarbeitende sollten ausreichend Zeit erhalten, sich fachlich und menschlich in das Team einzufinden. Erwartungen an die Zusammenarbeit und Leistung sollten transparent kommuniziert werden. Gerade in der Einarbeitungsphase sind konstruktives Feedback, gegenseitiges Vertrauen und eine faire Beurteilung besonders wichtig.

Darüber hinaus sollte bei Vorstellungsgesprächen stärker darauf geachtet werden, die fachliche Eignung in den Mittelpunkt zu stellen und Fragen zur privaten Familienplanung zu vermeiden.

Arbeitsatmosphäre

Meine Erfahrungen mit der Arbeitsatmosphäre waren insgesamt eher enttäuschend. Bereits während meiner kurzen Beschäftigungszeit hatte ich teilweise das Gefühl, dass persönliche Nähe und die Anpassung an bestehende Teamstrukturen einen hohen Stellenwert hatten. Meiner Ansicht nach sollte es möglich sein, sich auch als neue Mitarbeiterin oder neuer Mitarbeiter professionell einzubringen, ohne innerhalb von zwei Wochen bereits eine Vertrautheit entwickeln zu müssen, die normalerweise über einen längeren Zeitraum entsteht.

Image

Das Unternehmen vermittelt nach außen ein werteorientiertes, christlich geprägtes Selbstverständnis. Meine persönlichen Erfahrungen haben bei mir jedoch Fragen dazu aufgeworfen, inwieweit dieser Anspruch dem tatsächlichen Arbeitsalltag entspricht. Für mich ist entscheidend, dass die kommunizierten Werte auch im Umgang mit Mitarbeitenden erkennbar sind.

Work-Life-Balance

Zu diesem Punkt kann ich aufgrund meiner sehr kurzen Beschäftigungszeit keine fundierte Bewertung abgeben.

Karriere/Weiterbildung

Rückblickend hat sich die Kündigung für mich als Glücksfall erwiesen. Sie war ein Wendepunkt, der meine berufliche Entwicklung positiv beeinflusst hat. Inzwischen habe ich die entsprechenden Aufgaben erlernt und übernommen und ein Arbeitsumfeld gefunden, das besser zu mir passt.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass neben den fachlichen Anforderungen auch die Unternehmenskultur und der Umgang miteinander stimmen.

Gehalt/Benefits

Aufgrund meiner kurzen Beschäftigungszeit kann ich Gehalt und Zusatzleistungen nicht umfassend beurteilen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen kommuniziert nach außen christliche Werte. Meine persönlichen Erfahrungen haben allerdings nicht durchgehend zu diesem Anspruch gepasst. Insbesondere im Umgang mit meinem Fasten entstand bei mir der Eindruck, dass die kommunizierten Werte nicht in jeder Situation im Arbeitsalltag spürbar waren.

Ich möchte daher die Frage aufwerfen, inwieweit die nach außen vertretenen Werte auch im täglichen Umgang mit Mitarbeitenden gelebt werden. Entscheidend ist für mich nicht allein, welche Werte ein Unternehmen kommuniziert, sondern wie sie sich konkret im Miteinander zeigen.

Kollegenzusammenhalt

Mein Eindruck vom Kollegenzusammenhalt war gemischt. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die persönliche Integration in das Team sehr schnell erwartet wurde. Für mich sollte ein guter Kollegenzusammenhalt auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und professioneller Zusammenarbeit beruhen. Persönliche Nähe kann sich entwickeln, sollte aber nicht innerhalb weniger Tage vorausgesetzt werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Dazu kann ich aufgrund meiner kurzen Beschäftigungszeit keine fundierte Aussage treffen.

Vorgesetztenverhalten

Der Abteilungsleiter war mir gegenüber freundlich. Da wir nur wenig direkten Kontakt hatten, kann ich sein Führungsverhalten insgesamt nur eingeschränkt beurteilen. Abgesehen von einer Anmerkung zu einem Fehler, den ich selbst eingeräumt hatte, gab es in unserem direkten Kontakt wenig Anlass für Kritik.

Arbeitsbedingungen

Meine Beschäftigung endete bereits in der zweiten Arbeitswoche. Deshalb kann ich die Arbeitsbedingungen insgesamt nur eingeschränkt beurteilen. Aus meiner Sicht sollten neue Mitarbeitende jedoch eine angemessene Gelegenheit erhalten, sich einzuarbeiten und ihre fachlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, bevor eine umfassende Bewertung ihrer Leistung erfolgt.

Kommunikation

Im dritten Vorstellungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich mir nicht doch eine Familie mit Kindern wünsche. Eine solche Frage empfinde ich im beruflichen Kontext als unangemessen, da die private Lebensplanung nichts über die fachliche Eignung aussagt.

Während meiner Beschäftigungszeit hatte ich außerdem zeitweise das ungute Gefühl, dass mein Verhalten von einzelnen Mitarbeitenden genau beobachtet wurde und möglicherweise Gegenstand interner Gespräche war. Ob tatsächlich Informationen an die Personalabteilung weitergegeben wurden, kann ich nicht beurteilen. Dennoch hat dieses Gefühl mein Vertrauen beeinträchtigt. Ich hätte mir mehr direkte, transparente Kommunikation gewünscht.

Gleichberechtigung

Die Frage nach meinem Kinderwunsch im dritten Vorstellungsgespräch empfand ich als unangemessen. Aus meiner Sicht sollten Bewerberinnen und Bewerber anhand ihrer fachlichen Qualifikationen und ihrer Eignung beurteilt werden, nicht anhand ihrer privaten Lebensplanung.

Auch der Umgang mit meinem Fasten hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass persönliche Überzeugungen nicht durchgehend mit der gewünschten Offenheit behandelt wurden. Hier hätte ich mir mehr Selbstverständlichkeit und gegenseitigen Respekt gewünscht.

Interessante Aufgaben

Aufgrund meiner Beschäftigungsdauer von nur zwei Wochen kann ich die Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position nur eingeschränkt beurteilen. Rückblickend habe ich mich beruflich weiterentwickelt, die entsprechenden Aufgaben erlernt und übernommen allerdings in einem anderen Arbeitsumfeld.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.