Gute Zeit mit starken Kollegen, aber begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv habe ich den Kollegenzusammenhalt, die Zusammenarbeit innerhalb meines direkten Teams und die hohe Eigenverantwortung empfunden. Ich hatte viel Freiraum, eigene Themen voranzutreiben und konnte fachlich wie persönlich viel lernen. Auch die flexiblen Arbeitsmöglichkeiten und der grundsätzlich offene Umgang miteinander habe ich sehr geschätzt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für mich lagen die größten Schwächen bei den langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten und der Vergütung. Gerade im Backoffice hatte ich teilweise den Eindruck, dass zusätzliche Verantwortung und ein wachsender Aufgabenbereich nicht automatisch mit einer entsprechenden Entwicklung von Position und Gehalt einhergingen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass Perspektiven über die nächste Karrierestufe hinaus klarer aufgezeigt werden.
Verbesserungsvorschläge
Gerade für die Backoffice-Teams würde ich mir klarere und langfristigere Entwicklungsperspektiven wünschen. Karrierepfade sollten nicht nur aus der jeweils nächsten Senioritätsstufe bestehen, sondern auch darüber hinaus nachvollziehbare Möglichkeiten bieten. Gleichzeitig sollte sich die Vergütung stärker an den tatsächlich übernommenen Aufgaben, Verantwortlichkeiten und der individuellen Entwicklung orientieren und weniger allein an der formalen Rolle. Gerade wenn Mitarbeitende mit der Zeit deutlich mehr Verantwortung übernehmen, sollte sich diese Entwicklung auch entsprechend widerspiegeln.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des direkten Teams habe ich die Arbeitsatmosphäre überwiegend als sehr angenehm empfunden. Der Umgang miteinander war kollegial, locker und auch auf persönlicher Ebene sind gute Beziehungen entstanden. Gleichzeitig hatte ich teilweise das Gefühl, dass zwischen operativer Ebene und Management eine gewisse Distanz bestand und Entscheidungen oder Rückmeldungen aus dem Tagesgeschäft nicht immer ausreichend berücksichtigt wurden.
Image
Nach außen hat das Unternehmen grundsätzlich ein professionelles und modernes Auftreten. Intern habe ich einige Dinge allerdings differenzierter wahrgenommen, weshalb sich Außenwirkung und persönliche Erfahrung für mich nicht immer vollständig gedeckt haben.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance war insgesamt okay. Durch flexible Arbeitsmöglichkeiten und viel Eigenverantwortung ließ sich die Arbeit grundsätzlich gut organisieren. Gleichzeitig gehört es im Consulting teilweise dazu, dass Tage auch mal länger werden, das war entsprechend auch in der IT der Fall, wenn neben dem Daily Business noch Projektarbeit abgeschlossen oder kurzfristig unterstützt werden musste. Insgesamt war das für mich aber im normalen Rahmen.
Karriere/Weiterbildung
Fachlich konnte ich während meiner Zeit im Unternehmen viel lernen und zunehmend Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig fehlte mir langfristig eine klare Perspektive. In meiner Rolle war für mich irgendwann relativ deutlich absehbar, welche nächste Stufe noch möglich gewesen wäre – danach konnte ich für mich keinen wirklichen Entwicklungspfad mehr erkennen. Mehr Verantwortung und zusätzliche Aufgaben waren möglich, ohne dass daraus automatisch eine entsprechende Entwicklung bei Position oder Vergütung entstand. Die fehlende langfristige Perspektive war für mich letztlich der ausschlaggebende Grund, das Unternehmen zu verlassen.
Gehalt/Benefits
Für mich einer der deutlichsten Kritikpunkte. Gerade mit zunehmender Verantwortung und wachsendem Aufgabenbereich hatte ich nicht das Gefühl, dass sich diese Entwicklung angemessen in der Vergütung widerspiegelt. Die Aussage, dass eine stärkere individuelle Gehaltsentwicklung schwierig sei, weil ansonsten vergleichbare Rollen ebenfalls angepasst werden müssten, fand ich persönlich wenig überzeugend. Aus meiner Sicht sollten Verantwortung, Leistung und tatsächlicher Aufgabenbereich stärker berücksichtigt werden. Im Vergleich zu anderen Möglichkeiten hat das Gesamtpaket für mich persönlich letztlich nicht mehr vollständig gepasst.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen beschäftigt sich sichtbar mit sozialen und gesellschaftlichen Themen und vermittelt grundsätzlich ein entsprechendes Bewusstsein. Im Arbeitsalltag habe ich hier überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Wie konsequent einzelne Themen tatsächlich umgesetzt werden, kann ich allerdings nur aus meiner eigenen Perspektive beurteilen.
Kollegenzusammenhalt
Für mich definitiv eine der größten Stärken des Unternehmens. Gerade innerhalb meines Teams war der Zusammenhalt sehr gut und Unterstützung untereinander selbstverständlich. (kann es für den Standort Berlin sagen)
Umgang mit älteren Kollegen
Auch hier habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Der Umgang war grundsätzlich respektvoll und wertschätzend, unabhängig vom Alter. Erfahrung wurde aus meiner Sicht anerkannt und ältere Kollegen waren genauso selbstverständlich Teil der Teams und des Arbeitsalltags wie jüngere.
Vorgesetztenverhalten
Mit meinem direkten Vorgesetzten habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte viel Vertrauen und Freiraum, konnte Themen offen ansprechen und habe sowohl fachlich als auch persönlich viel gelernt. Kritikpunkte sehe ich daher weniger auf Ebene der direkten Führung, sondern eher bei übergeordneten Strukturen und Entscheidungen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt gut. Moderne Arbeitsmittel, flexible Arbeitsmöglichkeiten und grundsätzlich viel Eigenverantwortung haben den Arbeitsalltag angenehm gemacht. Natürlich gab es auch Punkte, die verbessert werden konnten, insgesamt habe ich die Rahmenbedingungen aber positiv wahrgenommen.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des direkten Teams hat für mich sehr gut funktioniert. Informationen wurden offen geteilt und man konnte Themen unkompliziert ansprechen. Unternehmensübergreifend hätte ich mir jedoch an einigen Stellen mehr Transparenz gewünscht, insbesondere bei Entscheidungen, die den Arbeitsalltag oder die persönliche Weiterentwicklung betreffen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Entscheidungen bereits getroffen waren, bevor operatives Feedback wirklich einfließen konnte.
Gleichberechtigung
Ich habe im Arbeitsalltag grundsätzlich einen fairen und respektvollen Umgang erlebt. Unterschiede in Geschlecht, Herkunft oder persönlichem Hintergrund haben in meiner Wahrnehmung keine Rolle dabei gespielt, wie Kolleginnen und Kollegen behandelt oder in die Zusammenarbeit eingebunden wurden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und ich hatte viel Freiheit, Themen eigenständig voranzutreiben. Gerade durch die Mischung aus operativem IT-Betrieb, Security, Automatisierung, Microsoft 365 und Prozessoptimierung konnte ich fachlich viel mitnehmen. Gleichzeitig wurde für mich irgendwann deutlich, dass die langfristige Entwicklung innerhalb meiner Rolle begrenzt war. Mehr Verantwortung und komplexere Aufgaben waren möglich, ohne dass sich daraus für mich eine wirklich klare langfristige Perspektive ergeben hat.


