Toller Einstieg, aber unfaire Gehaltsentwicklung für Bestandsmitarbeiter und intransparente Beförderungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die direkten Vorgesetzten sind jederzeit ansprechbar und haben ein offenes Ohr für die Mitarbeiter.
Der Einstieg und der Karriereaufstieg in den unteren Stufen funktionieren in der Regel reibungslos.
Verbesserungsvorschläge
Transparente Kommunikation: Flurfunk stoppen und Mitarbeiter bei strategischen Entscheidungen wieder ehrlich mit ins Boot holen.
Probleme anpacken statt totschweigen: Konstruktives Feedback der Belegschaft nicht beschönigen oder ins Gegenteil verkehren.
Loyalität finanziell wertschätzen: Gehaltsbänder für erfahrene Bestandsmitarbeiter und Spezialisten an den Markt anpassen und auch entsprechend bezahlen.
Faire Beförderungskriterien: Transparente Aufstiegschancen ohne unbezahlte Mehrarbeit auf Principal-Ebene schaffen.
Sinnvolle Projektbesetzung: Zuteilung nach Qualifikation steuern, nicht nach reinem Zufall und Verfügbarkeit.
Arbeitsbedingungen verbessern: Vernünftiges IT-Equipment bereitstellen und am Arbeitsplatz nicht bei der Ergonomie (Mäuse, Tastaturen, Stühle) sparen.
State-of-the-Art-Schulungen: Das Weiterbildungsangebot modernisieren und von Alibi-KI-Schulungen befreien.
Glaubwürdig bleiben: Den eigenen „grünen“ Anspruch mit der realen, KI-getriebenen Unternehmensstrategie in Einklang bringen.
Arbeitsatmosphäre
Je nach Projekt stark schwankend.
Die Atmosphäre ist extrem projekt- und teamabhängig. Von einem freundschaftlich-ungezwungenen Umgang auf Augenhöhe bis hin zu einer fast schon toxischen Stimmung ist leider alles dabei. Dies betrifft nicht nur den Umgang mit Kunden, sondern zeigt sich phasenweise auch bei der teaminternen Zusammenarbeit. Es hängt stark davon ab, in welchem Projekt man landet.
Kommunikation
Gute direkte Vorgesetzte, aber mangelnde Transparenz und Ignoranz von oben.
Die unmittelbaren Vorgesetzten machen einen tollen Job – sie sind jederzeit ansprechbar und haben ein offenes Ohr. Das Problem liegt weiter oben: Eine ehrliche und offene Kommunikation seitens der höheren Führungskräfte findet leider nicht mehr statt. Wichtige strategische Infos werden oft ausgelassen, sodass man vieles nur noch über den Flurfunk erfährt. Man bekommt zunehmend das Gefühl, dass die Belegschaft bewusst außen vor gelassen wird. Zudem fehlt eine echte Feedbackkultur: Von Mitarbeitern angesprochene Probleme werden oft systematisch heruntergespielt, ins Gegenteil verkehrt oder schlichtweg totgeschwiegen.
Interessante Aufgaben
Reine Headcount-Besetzung statt Qualitätsfokus.
Ein klares Jein. Die Aufgaben hängen stark vom Zufall ab. Oft landet man in Projekten, bei denen für das Management nur der Headcount und nicht der tatsächliche Output zählt. Viele Aufgaben wiederholen sich ständig, sodass insbesondere erfahrene Fachkräfte kaum gefordert werden oder interessante Aufgaben erhalten. Zudem werden Projekte selten nach Qualifikation optimal besetzt. Stattdessen wird einfach der Mitarbeiter genommen, der gerade zufällig als Nächster frei wird.
Arbeitsbedingungen
Mangelhafte Hardware und Defizite bei der Ergonomie.
Das Equipment lässt zu wünschen übrig. Viele Laptops sind für anspruchsvolle Entwickleraufgaben schlicht zu langsam; ohne ein Upgrade auf ein MacBook ist flüssiges Arbeiten kaum möglich. Auch bei der Ergonomie wird gespart: Die Bürostühle in den Niederlassungen sind für größere oder schwerere Personen ungeeignet. Zudem machen die günstigen 20-Euro-Tastatur- und Maussets keine Freude. Wer größere Hände hat, muss entweder privat investieren oder ständig nachhaken. Ähnlich sieht es bei den Headsets aus, die für Brillenträger und größere Köpfe eine echte Zumutung sind. Zuletzt bremst die Bürokratie: Lizenzen, die für die tägliche Arbeit zwingend benötigt werden, müssen oft erst umständlich extra beantragt werden, anstatt sie standardmäßig bereitzustellen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Widerspruch zwischen Marketing und Realität.
Das Unternehmen schreibt sich Nachhaltigkeit und ein „grünes Image“ groß auf die Fahne. Gleichzeitig wird strategisch mittlerweile komplett auf KI gesetzt. Wie dieser enorme Energie- und Ressourcenverbrauch mit den selbstgesteckten Umweltzielen vereinbar sein soll, wird intern überhaupt nicht kommuniziert. Hier passt das äußere Image leider nicht zum tatsächlichen Handeln.
Gehalt/Benefits
Schlechte Gehaltsentwicklung für Bestandsmitarbeiter – Neueinsteiger im Vorteil.
Die Gehaltspolitik ist sehr unausgewogen. Für langjährige Mitarbeiter ist bei Beförderungen und trotz guter Leistungsbewertungen angeblich „nicht genug Geld in der Kasse“, um eine faire und ordentliche Gehaltsanpassung zu zahlen. Sogar absolute Spezialisten werden zum Teil weit unter dem Marktüblichen vergütet. Wer hingegen neu im Unternehmen einsteigt, hat die besten Chancen auf ein marktkonformes und ordentliches Gehalt. Loyalität wird hier leider nicht belohnt.
Karriere/Weiterbildung
Guter Einstieg, aber unfaire Aufstiegsbedingungen und veraltete Weiterbildung.
Während der Aufstieg in den unteren Stufen noch in Ordnung ist, wird es ab der Managing Consultant -> Principal-Ebene sehr intransparent. Die Beförderungskriterien wirken willkürlich: Manche müssen kaum etwas tun, während andere neben dem 100%-Projektgeschäft noch unbezahlte „Herzblutprojekte“ in ihrer Freizeit stemmen müssen. Ohne starken Fürsprecher oder eine direkte Einstellung auf dieser Stufe hat man es schwer.
Die Weiterbildung enttäuscht ebenfalls: Interne Schulungen sind oft veraltet und nicht mehr state-of-the-art, zudem gibt es eine Schwemme an KI-Schulungen ohne echten Mehrwert. Auch die externen Schulungen sind qualitativ teilweise so schwach, dass erfahrene Kollegen sie höchstens noch für das Networking nutzen oder ganz darauf verzichten.

