Gute Anfangsphase – später toxische Kultur und mangelhafte Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
- In der Wachstumsphase 2023 positive Stimmung.
- Fair bis gut bezahlte Stellen, Vergütung insgesamt angemessen.
- Remote Work funktionierte gut und bot viel Flexibilität, sofern gute Teamorganisation vorhanden war.
- Weiterbildungsbudget konnte relativ frei und unkompliziert genutzt werden.
- Interessante und abwechslungsreiche Aufgaben mit viel Gestaltungsspielraum (zumindest in meinem Team).
- Arbeitsausstattung war zweckmäßig vorhanden (Zusatzwünsche wurden ignoriert).
- Zusammenhalt innerhalb des Teams sehr gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Hohe Zahl an betriebsbedingten Kündigungen und später Kurzarbeit; wirkt teilweise wie gezielter Austausch von Mitarbeitern.
- Geschäftsführung häufig respektlos, cholerisch und nicht an den eigenen Unternehmenswerten orientiert. Werte existieren überwiegend nur auf Papier.
- Offene Kritik oder Hinweise auf Probleme wurden schnell als persönlicher Angriff interpretiert („Wir gehen dahin, wo es weh tut“ – trifft hier nicht zu).
- Unternehmenskultur zunehmend toxisch: fehlende Wertschätzung, Rechtfertigungsdruck ohne Anlass.
- Teamübergreifende Konflikte: Fingerpointing, Lästereien im Hintergrund, Beschwerden bei der Führung statt konstruktiver Zusammenarbeit.
- Projektmanagement chaotisch: Deadlines wurden kaum eingehalten, da der Geschäftsführer sich einmischte, aber gleichzeitig oft nicht erreichbar war (sehr frustrierend für alle Mitarbeiter und von Effizienz brauchen wir nicht reden).
- Wenige soziale Begegnungen: kaum Teamtreffen (1x jährlich gesamtes Unternehmen, Teamtreffen sehr selten), spätere Streichung von Coworking-Möglichkeiten.
- Verantwortlichkeiten waren oft unklar. Weiterentwicklung der Firma wurde dadurch erschwert.
Verbesserungsvorschläge
- Unternehmenswerte leben, nicht nur kommunizieren.
- Konstruktive Feedbackkultur etablieren, die nicht als persönlicher Angriff interpretiert wird.
- Verlässliche und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse schaffen.
- Führungskräfte professionell schulen, insbesondere in Kommunikation und Konfliktverhalten.
- Klare Verantwortlichkeiten und realistische Projektplanung etablieren.
- Wertschätzung ernsthaft und regelmäßig zeigen – nicht nur als Marketingbotschaft.


