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ADMIRAL 
ENTERTAINMENT 
GmbH
Bewertung

Zwischen guten Leistungen und deutlichem Verbesserungsbedarf

2,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei ADMIRAL ENTERTAINMENT GmbH in Pfullendorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Was ich positiv finde

Natürlich gibt es auch einige Punkte, die ich am Arbeitgeber positiv hervorheben möchte.

Der Lohn kommt grundsätzlich recht pünktlich, was für mich ein wichtiger und verlässlicher Punkt ist.

Positiv finde ich außerdem, dass es einen Kindergartenzuschuss gibt. Gerade für Mitarbeiter mit Kindern ist das eine sinnvolle Unterstützung.

Auch die verschiedenen Fitness- und Gesundheitsangebote finde ich gut. Solche Angebote sind eine schöne Möglichkeit, etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu tun.

Besonders positiv möchte ich auch meine BV hervorheben. Die Zusammenarbeit mit ihr ist aus meiner Sicht wirklich spitze. Ich fühle mich dort gut aufgehoben und habe den Eindruck, dass die Interessen der Mitarbeiter ernst genommen werden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Sparpolitik auf dem Rücken der Servicekräfte

Mein Eindruck ist, dass insbesondere bei den Servicekräften an allen Ecken und Enden gespart wird. Ein besonders bitteres Beispiel: Das Weihnachtsgeld wurde gestrichen bzw. ist für die Servicekräfte offenbar nicht mehr vorgesehen.
Gleichzeitig werden in der Hauptzentrale neue Akustikkabinen eingerichtet, eine Salatbar angeboten, die Ladeinfrastruktur ausgebaut und Sommerfeste veranstaltet. Auch für die Azubis werden Ausflüge ectr. organisiert.
Natürlich sind solche Angebote grundsätzlich nichts Schlechtes. Was allerdings schwer nachzuvollziehen ist: Für zahlreiche zusätzliche Maßnahmen und Angebote scheint Geld vorhanden zu sein, während bei denjenigen, die täglich vor Ort den Service leisten, selbst beim Weihnachtsgeld gespart wird.
Das vermittelt zumindest den Eindruck, dass die Wertschätzung gegenüber den Servicekräften deutlich geringer ist als gegenüber anderen Bereichen des Unternehmens.
Wer von seinen Mitarbeitern ständig mehr Einsatz und Flexibilität erwartet, sollte aus meiner Sicht auch dafür sorgen, dass sich diese Wertschätzung nicht nur in schönen Angeboten in der Hauptzentrale zeigt, sondern auch bei den Mitarbeitern ankommt, die tagtäglich an der Basis arbeiten.

Umgang mit Krankheit

Ein weiterer Punkt, den ich kritisch sehe, ist der Umgang mit Krankheit. In Schulungen bzw. im E-Learning wird ausdrücklich vermittelt, dass man beispielsweise bei Durchfall nicht zur Arbeit gehen soll. Das ist aus hygienischen Gründen auch nachvollziehbar.
Gleichzeitig entsteht bei den Mitarbeitern der Eindruck, dass ein Krankheitsausfall schnell zum Problem werden kann. Nach einer bestimmten Anzahl von Krankheitstagen erfolgt ein Gespräch, und im weiteren Verlauf kann sogar ein Gespräch mit der Personalabteilung angesetzt werden.
Das empfinde ich als widersprüchlich: Auf der einen Seite wird den Mitarbeitern vermittelt, dass sie bei bestimmten Erkrankungen aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen zu Hause bleiben sollen. Auf der anderen Seite entsteht durch die Gespräche wegen der Fehlzeiten der Eindruck, dass genau dieses Verhalten anschließend negativ bewertet wird.
Gerade bei Tätigkeiten im Service sollte meiner Meinung nach klar sein: Wer krank ist, sollte sich auskurieren und – insbesondere bei ansteckenden Erkrankungen – nicht zur Arbeit kommen müssen, ohne dabei das Gefühl zu haben, sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Gesetzliche Vorgaben und tatsächliche Praxis

Besonders kritisch sehe ich den Umgang mit Vorgaben, die sowohl im E-Learning vermittelt werden als auch gesetzlich vorgeschrieben sind.

Ein Beispiel ist die Mehrfachbespielung. Den Mitarbeitern wird vermittelt, dass ein Gast grundsätzlich nicht mehrere Geräte gleichzeitig bespielen darf. In der Praxis kommt von Vorgesetzten jedoch sinngemäß die Aussage: „Naja, lasst halt einfach ein Gerät offen.“

Ein weiteres Beispiel ist die Zutrittskontrolle. Auch hier geht es nicht nur um eine interne Vorgabe aus dem E-Learning, sondern um gesetzliche Bestimmungen. Die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben haben wir schriftlich. Trotzdem kommt von der Führungsebene sinngemäß die Aussage: „Wir schicken keinen Gast weg.“ In der Praxis werden dadurch beispielsweise auch Führerscheine akzeptiert.

Das Problem dabei ist für mich nicht nur die unterschiedliche Auslegung, sondern vor allem, dass die gesetzlichen Vorgaben schriftlich vorliegen, die abweichenden Aussagen und Anweisungen der Vorgesetzten jedoch nicht schriftlich an die Mitarbeiter weitergegeben werden.

Als Mitarbeiter steht man dadurch zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite gibt es klare schriftliche Vorgaben und Schulungsinhalte, auf der anderen Seite bekommt man mündlich teilweise etwas anderes gesagt. Wenn es später zu Problemen kommt, ist für mich die Frage: Wer übernimmt dann die Verantwortung für eine mündliche Anweisung?

Ich wünsche mir hier eine klare und einheitliche Linie. Wenn von den Mitarbeitern erwartet wird, dass sie Vorgaben einhalten, sollten auch Anweisungen der Führungsebene, die davon abweichen, transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden.

Am Ende steht die Servicekraft vor Ort und muss die Situation gegenüber dem Gast erklären und ausbaden. Die Verantwortung für solche Widersprüche sollte meiner Meinung nach nicht bei den Mitarbeitern an der Basis liegen.

Verbesserungsvorschläge

Servicekräfte stärker einbeziehen und wertschätzen

Was ich am Arbeitgeber kritisch finde: Ich persönlich bin der Meinung, dass viel stärker auf die Servicekräfte gehört werden sollte und diese auch deutlich mehr Wertschätzung erfahren sollten.

Wenn es Umfragen oder Befragungen zur Zufriedenheit, zu Veränderungen oder zu Problemen im Arbeitsalltag gibt, sollten diese meiner Meinung nach viel häufiger direkt an die Servicekräfte gerichtet werden.

Die Servicekräfte sind diejenigen, die Montag bis Sonntag, an Feiertagen und an Wochenenden im Schichtbetrieb vor Ort sind und den täglichen Betrieb unmittelbar erleben. Sie bekommen mit, was bei den Gästen funktioniert, wo Probleme entstehen und welche Entscheidungen in der Praxis vielleicht anders aussehen als auf dem Papier.

Deshalb sollte der Arbeitgeber meiner Meinung nach die Servicekräfte zuerst fragen, ihre Erfahrungen ernst nehmen und sie stärker in Entscheidungen einbeziehen.

Genauso wichtig finde ich aber auch die Wertschätzung. Die Servicekräfte halten den täglichen Betrieb vor Ort am Laufen und sind der direkte Ansprechpartner für die Gäste. Das sollte sich meiner Meinung nach auch deutlich darin widerspiegeln, wie mit ihnen umgegangen wird und welchen Stellenwert sie im Unternehmen haben.

Wer jeden Tag vor Ort den Betrieb am Laufen hält, sollte auch gehört, ernst genommen und wertgeschätzt werden.


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Arbeitgeber-Kommentar

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Vielen Dank für das ausführliche und differenzierte Feedback. Es freut uns, dass positive Aspekte wie unsere Gesundheitsangebote, der Kindergartenzuschuss sowie insbesondere die Zusammenarbeit mit der Betriebsvertretung wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

Gleichzeitig nehmen wir die angesprochenen Kritikpunkte ernst. Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Leistungen für verschiedene Mitarbeitergruppen werden regelmäßig überprüft. Unser Ziel ist es, die Interessen aller Bereiche des Unternehmens bestmöglich zu berücksichtigen und dabei wirtschaftliche sowie organisatorische Anforderungen in Einklang zu bringen.

Auch die Hinweise zum Umgang mit Krankheit und zur Wahrnehmung von Fehlzeitengesprächen nehmen wir ernst. Diese Gespräche dienen grundsätzlich der Fürsorge und dem gemeinsamen Austausch, nicht der Bewertung berechtigter Krankheitsausfälle. Uns ist wichtig, dass Mitarbeitende bei Krankheit zu Hause bleiben und sich ausreichend erholen können.

Bezüglich der angesprochenen Themen rund um gesetzliche Vorgaben und betriebliche Abläufe ist eine klare und einheitliche Kommunikation besonders wichtig. Wir werden entsprechende Rückmeldungen nutzen, um unsere Prozesse und die Verständlichkeit von Anweisungen weiter zu verbessern.

Wir danken Ihnen nochmals für Ihre Offenheit und wünschen Ihnen für Ihren weiteren beruflichen Weg alles Gute. Falls Sie Anregungen oder weitere Rückmeldungen haben. Wenden Sie sich dazu gerne an die Personalabteilung: personal@admiral-spielhalle.de

Vielen Dank

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