Ein systematisches Hire-and-Fire-Modell
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kolleg:innen sind fachlich stark, engagiert und menschlich korrekt , trotz der Rahmenbedingungen. Leider reicht das nicht aus, um die strukturellen Probleme zu kompensieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein systematisches Hire-and-Fire-Modell:
Man plant unzureichend, stellt Mitarbeitende für schlecht definierte Bedarfe ein und entlässt sie später, weil sich diese Bedarfe als falsch herausgestellt haben. Die Verantwortung dafür wird nach unten delegiert , nicht nach oben übernommen.
Verbesserungsvorschläge
Respekt vor bestehenden Entscheidungen und aufgebautem Wissen
Arbeitsatmosphäre
Katastrophal. Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Angst, Unsicherheit und Misstrauen. Nach einem Führungswechsel wurde systematisch versucht, frühere strategische Entscheidungen auszulöschen . nicht auf Basis von Fakten oder Analysen, sondern aus persönlichem Machtdenken. Mitarbeitende arbeiten permanent unter Druck, ohne zu wissen, ob ihre Rolle morgen noch existiert
Image
Das externe Image steht in starkem Kontrast zur internen Realität. Die Diskrepanz zwischen Marketing und tatsächlicher Unternehmenskultur ist erheblich.
Work-Life-Balance
Unrealistische Erwartungen bei gleichzeitig fehlender Planung. Hoher Leistungsdruck ohne klare Zieldefinition führt zu Überstunden, die weder anerkannt noch sinnvoll genutzt werden. Burnout-Risiko wird ignoriert.
Karriere/Weiterbildung
Keine rollenbasierte Weiterbildung, kein strukturiertes Training, keine nachhaltige Entwicklung. Mitarbeitende sollen „liefern“, ohne dass in ihre Qualifikation investiert wird.
Gehalt/Benefits
Keine transparente Gehaltsentwicklung, keine realistischen Perspektiven. Gehaltserhöhungen existieren faktisch nicht unabhängig von Leistung oder Verantwortung. Engagement wird nicht honorier
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen korrekt dargestellt, intern jedoch kaum spürbar. Soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden wird nicht ernsthaft wahrgenommen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt leidet massiv unter dem Klima von „Hire & Fire“. Teams werden auseinandergerissen, Wissen geht verloren, und Kolleg:innen trauen sich nicht mehr, offen zu sprechen. Statt Zusammenarbeit herrscht defensive Selbstabsicherung.
Umgang mit älteren Kollegen
Wertvolles Wissen erfahrener Mitarbeitender wird nicht geschützt. Stattdessen werden frühere Leistungen abgewertet, nur weil sie unter einer früheren Führung entstanden sind. Kontinuität wird aktiv zerstört
Vorgesetztenverhalten
Extrem problematisch. Führung erfolgt top-down, ohne Vertrauen in Fachkompetenz. Es gibt keine wissenschaftlich oder methodisch akzeptable Leistungsbewertung. Statt objektiver Kriterien dominieren persönliche Präferenzen, politische Spielchen und Loyalitätsfragen.
Arbeitsbedingungen
Psychisch belastend. Permanente Umstrukturierungen, fehlende Stabilität und ein Klima der Unsicherheit machen produktives Arbeiten nahezu unmöglich.
Kommunikation
Intransparent, widersprüchlich und oft respektlos. Entscheidungen werden ohne nachvollziehbare Begründung getroffen und später wieder revidiert. Feedback erfolgt nicht strukturiert oder sachlich, sondern situativ und emotional. Es gibt keine konsistente Vision, sondern ständig wechselnde Prioritäten.
Gleichberechtigung
Nach außen propagiert, intern nicht gelebt. Der Eindruck entsteht, dass nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden. Kulturelle Unterschiede und internationale Hintergründe werden nicht als Stärke genutzt, sondern eher als Belastung betrachtet.
Interessante Aufgaben
Potentiell interessante Aufgaben werden durch Chaos, Richtungswechsel und kurzfristige Strategieänderungen entwertet. Mitarbeitende werden für Bedarfe eingestellt, die sich später als schlecht durchdacht herausstellen ; und dafür werden sie am Ende verantwortlich gemacht.