Fehlende Einarbeitung und mangelnde Unterstützung durch Führungskräfte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tarifliche Vergütung nach IG Metall, 35-Stunden-Woche, moderne Ausstattung sowie einige sehr freundliche und hilfsbereite Kollegen. Das Onboarding am ersten Arbeitstag war ebenfalls professionell und machte zunächst einen sehr positiven Eindruck.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem das Vorgesetztenverhalten hat meine Zeit im Unternehmen negativ geprägt. Auf geschilderte Probleme wurde aus meiner Sicht nicht angemessen reagiert. Statt Unterstützung und Lösungsansätzen nahm ich häufig Druck und fehlende Hilfestellung wahr. Hinzu kamen eine unzureichende Einarbeitung und eine belastende Arbeitsatmosphäre.
Verbesserungsvorschläge
Neue Mitarbeiter sollten strukturierter eingearbeitet und besser in das Team integriert werden. Führungskräfte sollten angesprochene Probleme frühzeitig aufgreifen und aktiv an Lösungen arbeiten. Eine wertschätzende Kommunikation sowie mehr Unterstützung während der Einarbeitung würden aus meiner Sicht wesentlich zu einer besseren Arbeitsatmosphäre beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war für mich der mit Abstand negativste Aspekt meiner Beschäftigung. Trotz eines guten Starts (die ersten 4 Stunden) hatte ich von Beginn an das Gefühl, in meinem direkten Arbeitsumfeld nicht erwünscht zu sein. Unterstützung, Wertschätzung und Teamgeist habe ich dort kaum erlebt. Die dauerhaft angespannte Situation führte dazu, dass ich mich während meiner gesamten Beschäftigungszeit unwohl fühlte.
Image
Vor meinem Einstieg hatte ich einen sehr positiven Eindruck vom Unternehmen. Auch die Außendarstellung und die tariflichen Rahmenbedingungen wirkten attraktiv. Meine persönlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag entsprachen diesem positiven Bild jedoch leider nicht.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war sehr gut. Die tarifliche 35-Stunden-Woche bot eine gute Grundlage für eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Privatleben.
Karriere/Weiterbildung
Aufgrund meiner kurzen Beschäftigungsdauer kann ich die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten nicht abschließend beurteilen. Während meiner Zeit im Unternehmen standen für mich zunächst die Einarbeitung und die Übernahme von Aufgaben im Vordergrund, was jedoch aus meiner Sicht nicht ausreichend unterstützt wurde.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war sehr gut und entsprach dem IG-Metall-Tarifvertrag. Auch die übrigen tariflichen Rahmenbedingungen waren attraktiv und gehörten zu den positiven Aspekten meiner Beschäftigung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hierzu kann ich keine fundierte Bewertung abgeben.
Kollegenzusammenhalt
Die Erfahrungen waren für mich gemischt. In meinem direkten Arbeitsumfeld erhielt ich nur wenig Unterstützung und fühlte mich nicht als Teil des Teams. Gleichzeitig gab es in anderen Bereichen des Unternehmens mehrere Kollegen, die sehr freundlich, hilfsbereit und professionell waren. Diese Begegnungen gehörten zu den positiven Erfahrungen meiner Zeit im Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Kollegin, die meine Einarbeitung übernehmen sollte, stand kurz vor dem Ruhestand. Die Zusammenarbeit verlief aus meiner Sicht schwierig, da eine strukturierte Wissensvermittlung kaum stattfand und ich nur wenig Unterstützung erhielt. Über den generellen Umgang des Unternehmens mit älteren Kollegen kann ich jedoch keine umfassende Aussage treffen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte habe ich als wenig unterstützend erlebt. Nachdem ich die Schwierigkeiten bei der Einarbeitung und Zusammenarbeit angesprochen hatte, erhielt ich aus meiner Sicht keine ausreichende Unterstützung.
Besonders belastend war für mich, dass weder mein direkter Vorgesetzter noch dessen Vorgesetzter die geschilderten Probleme erkennbar lösen wollten. Obwohl ich die Situation mehrfach offen ansprach, änderte sich aus meiner Wahrnehmung nichts an den bestehenden Schwierigkeiten. Stattdessen wurde mir sinngemäß vermittelt, dass ich mit der Situation umgehen müsse.
Zusätzlich wurde ich bereits ab dem zweiten Arbeitstag mehrfach zu 4-Augen-Gesprächen mit einer Führungskraft gebeten. In diesen Gesprächen wurde wiederholt betont, dass eine Übernahme nach der Probezeit nicht erfolgen würde, wenn ich nicht die erwartete Arbeitsweise zeige. Konstruktive Unterstützung, Coaching oder Hilfestellung nahm ich dabei kaum wahr. Die Gespräche vermittelten mir vielmehr das Gefühl, unter permanentem Druck zu stehen.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung und die Arbeitsmittel waren modern und gut. Hier gab es aus meiner Sicht nichts zu beanstanden.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich als unzureichend. Wichtige Informationen wurden nur teilweise oder gar nicht vermittelt. Obwohl ich mehrfach das Gespräch suchte und die bestehenden Probleme offen ansprach, ergaben sich aus meiner Sicht keine erkennbaren Verbesserungen.
Besonders schwierig war für mich, dass die Kommunikation häufig nicht lösungsorientiert wirkte. Statt gemeinsam nach Wegen zu suchen, die Einarbeitung zu verbessern, hatte ich häufig den Eindruck, mit den Problemen allein gelassen zu werden.
Gleichberechtigung
In meinem Arbeitsumfeld und den Führungsebenen, die ich kennengelernt habe, waren nach meiner Wahrnehmung keine Frauen in Führungspositionen vertreten. Eine umfassende Beurteilung der Gleichberechtigung im gesamten Unternehmen kann ich aufgrund meiner kurzen Beschäftigungsdauer jedoch nicht vornehmen.
Interessante Aufgaben
Leider erhielt ich während meiner Beschäftigung nur wenige konkrete Aufgaben. Aufgrund der aus meiner Sicht unzureichenden Einarbeitung konnte ich mein Fachwissen und meine Erfahrungen nur eingeschränkt einbringen. Das Potenzial der Stelle konnte ich daher nicht kennenlernen.