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AHG 
Autohandelsgesellschaft 
mbH
Bewertung

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Vertrieb in Pforzheim: Hoher Druck, wenig Wertschätzung – nie wieder

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei AHG Autohandelsgesellschaft mbH in Pforzheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gut am Arbeitgeber finde ich, dass ich dort einen recht tiefen Einblick in die Automobilbranche und den regionalen Markt bekommen habe, was mir später bei Bewerbungen geholfen hat. Einzelne Kolleginnen und Kollegen im direkten Umfeld waren menschlich in Ordnung und haben versucht, sich gegenseitig über Wasser zu halten, wenn der Verkaufsdruck mal wieder völlig überzogen war. Positiv war höchstens, dass man durch die vielen Überstunden ziemlich schnell lernt, mit Stress umzugehen, ob man das braucht, ist eine andere Frage.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht finde ich vor allem den massiven Verkaufsdruck bei gleichzeitig wenig Unterstützung durch die Führungskräfte. Zahlen stehen über allem, der einzelne Mitarbeiter ist austauschbar und wird eher als Kostenfaktor gesehen als als Mensch. Versprechen im Bewerbungsprozess zu Entwicklung, Unterstützung oder „flachen Hierarchien“ haben mit der Realität im Alltag wenig zu tun, vieles klang gut, wurde aber nie gelebt.

Wer Wert auf faire Führung und echte Entwicklung legt, ist im Vertrieb der AHG Pforzheim aus meiner Sicht am falschen Ort. Für mich war der Wechsel weg von der AHG Pforzheim die einzig richtige Entscheidung.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre im Vertrieb in Pforzheim war überwiegend angespannt und von Misstrauen geprägt. Statt offener Kommunikation und ehrlichem Feedback gab es häufig Druck von oben, Kontrollen und eine Fehlerkultur, in der man lieber den Kopf einzieht, als Probleme anzusprechen. Gerade in Stoßzeiten (Monatsende, Quartalsziele) war die Stimmung regelrecht toxisch: laute Ansagen, unterschwellige Drohungen und die ständige Angst, die Zielvorgaben nicht zu erreichen.

Image

Das Image nach außen ist deutlich besser, als es sich im Inneren anfühlt. Nach außen tritt das Unternehmen modern und kundenorientiert auf, mit viel Hochglanz und großen Versprechen. Als Mitarbeiter im Vertrieb erlebt man dagegen eine sehr harte, zahlengetriebene Realität, in der Menschlichkeit und langfristige Entwicklung klar hinter kurzfristigem Ergebnisdruck zurückstehen.

Work-Life-Balance

Eine echte Work‑Life‑Balance gab es im Vertrieb in Pforzheim aus meiner Sicht nicht. Überstunden waren eher die Regel als die Ausnahme, und Erwartungshaltungen bezüglich Erreichbarkeit gingen deutlich über normale Arbeitszeiten hinaus. Termine am Abend oder am Wochenende waren nicht ungewöhnlich, und wer sich dem entziehen wollte, bekam schnell zu spüren, dass das „nicht ins Bild passt“.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren in meinem Bereich nahezu nicht vorhanden. Konkrete Entwicklungspläne, transparente Perspektiven oder gezielte Schulungen waren eher ein theoretisches Thema für Präsentationen als gelebte Realität. Wer sich fachlich weiterentwickeln wollte, musste vieles eigenständig organisieren und sich neben der normalen Belastung selbst kümmern.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war im Verhältnis zum Druck und den Arbeitszeiten eher enttäuschend. Fixgehalt und Provisionsmodell standen für mich in keinem fairen Verhältnis zu den Anforderungen, besonders wenn man berücksichtigt, wie stark Zielvorgaben angepasst wurden. Sozialleistungen wirkten auf dem Papier besser, als sie sich im Alltag angefühlt haben – vieles war Standard, echte Mehrwerte habe ich nicht erlebt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Umwelt- und Sozialbewusstsein hatte ich den Eindruck, dass es hauptsächlich um Außenwirkung geht. Einzelne Aktionen oder Kampagnen werden hervorgehoben, aber im Alltag am Standort spielt Nachhaltigkeit kaum eine Rolle, weder bei internen Prozessen noch bei der täglichen Vertriebsarbeit. Auch gesellschaftliche Verantwortung oder soziales Engagement wird zwar gerne kommuniziert, kommt aber bei den Mitarbeitern vor Ort kaum an. Am Ende zählt vor allem der Umsatz, alles andere ist schmückendes Beiwerk.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt im direkten Team war gemischt: Einige Kollegen waren solidarisch und haben versucht, sich zumindest menschlich zu unterstützen, andere sind unter dem Konkurrenzdruck eher auf „Rette sich wer kann“ umgeschwenkt. Das führt dazu, dass man nie so richtig weiß, wem man vertrauen kann und wem nicht. Teamgedanke und gemeinsame Verantwortung werden zwar nach außen gerne betont, im Alltag zählt aber am Ende nur, wer seine Zahlen bringt.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen war aus meiner Sicht respektlos und wenig wertschätzend. Erfahrung wurde zwar gerne genutzt, aber selten anerkannt, im Zweifel galten sie als „nicht mehr flexibel genug“ oder „nicht mehr auf dem neuesten Stand“. Statt bewusst von ihrer Routine und Marktkenntnis zu profitieren, hatte ich oft den Eindruck, dass sie eher an den Rand gedrängt werden, wenn neue Ideen oder Projekte ins Haus standen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten war stark zahlengetrieben und kurzfristig orientiert. Lob oder konstruktives Feedback gab es selten, dafür umso häufiger Kritik, wenn ein Monat nicht nach Plan lief. Entscheidungen wirkten oft sprunghaft, und Verantwortung wurde gerne nach unten durchgereicht, während man nach oben alles schönreden musste.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt eher grenzwertig, vor allem im Vertrieb. Hoher Kundendruck, enge Zielvorgaben und ständige Erreichbarkeit sorgten dafür, dass man sich selten wirklich auf seine Aufgaben konzentrieren konnte. Arbeitsplätze und Technik waren funktional, aber nicht zeitgemäß; Probleme mit Systemen oder Ausstattung blieben häufig lange ungelöst, obwohl sie direkt auf unsere Leistung durchgeschlagen haben. Man merkt, dass hier vor allem dort investiert wird, wo der Kunde es sieht, nicht da, wo die Mitarbeiter täglich arbeiten.

Kommunikation

Die Kommunikation war unstrukturiert und häufig widersprüchlich. Wichtige Informationen zu Zielen, Aktionen oder Änderungen kamen teils sehr kurzfristig oder wurden nicht sauber erklärt, sodass man vieles im Nachhinein aus E‑Mails oder Flurfunk rekonstruieren musste. Gleichzeitig gab es jede Menge Meetings und Rundmails, aber ohne klare Linie, am Ende war man eher verwirrt, als dass man wirklich Orientierung bekommen hätte.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wurde nach außen zwar betont, im Alltag hatte ich aber einen anderen Eindruck. Entscheidungen wirkten häufig abhängig von Sympathien, Loyalität und Nähe zur Führungskraft, weniger von Leistung oder fachlicher Kompetenz. Bestimmte Mitarbeitergruppen hatten klar bessere Chancen auf gute Schichten, interessante Aufgaben oder interne Informationen, während andere eher „mitlaufen“ durften. Objektive, transparente Kriterien für Beförderungen oder Vorteile habe ich in meiner Zeit dort nicht erlebt.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben gab es im Vertrieb nur sehr eingeschränkt. Der Alltag bestand überwiegend aus wiederkehrenden Routinetätigkeiten, viel administrativem Aufwand und dem ständigen Nachlaufen hinter Zielvorgaben. Eigene Ideen oder neue Ansätze für den Vertrieb wurden selten ernsthaft aufgegriffen, sondern meist mit dem Hinweis auf „keine Zeit“ oder „das machen wir schon immer so“ abgeblockt. Wer sich fachlich entwickeln oder wirklich abwechslungsreiche Aufgaben übernehmen wollte, musste sich das eher außerhalb des Unternehmens suchen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.