Von Arbeitnehmerfreundlich zu Arbeitnehmerfeindlich
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen, der Zusammenhalt und Rückhalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den immer schlechter werdenden Umgang mit der Belegschaft.
Es ist unfassbar herablassend und respektlos, sich als Geschäftsleiter, sprich einer der Bestverdiener der Firma hinzustellen und die 420€-Reinigungskraft als Vorzeigebeispiel für das Verständnis von Verzicht in schweren Zeiten zu nehmen. Und der Rest der Belegschaft soll, "für ein geiles Gefühl am Abend", aus der Regelarbeitszeit noch 1/2h mehr Leistung rausholen, und eine ganze Woche gleich krank sein, brauchts doch meistens auch nicht. Da würden 3 Tage reichen, dann spart man für die Firma.
Der Geschäftsleitung nach, sind wir wohl alle so faul, dass man das ja mal leicht machen kann.
Verbesserungsvorschläge
Nicht Zwang, Kontrolle und Misstrauen bringen "den Laden" wieder auf Kurs, sondern eine Rückbesinnung darauf, dass man gute Mitarbeiter, die gute Leistung bringen durch Vertrauen, Wertschätzung, Förderung von Kompetenzen und Eigenverantwortlichkeit bekommt und und hält.
Und man sollte sich fragen, ob die aktuelle Geschäftsleitung die Vorraussetzungen mitbringt, die es für gute Mitarbeiterführung braucht.
Arbeitsatmosphäre
Mit der neuen Geschätsleitung ist das Bild vom "faulen, betrügerischen Mitarbeiter" stetig gewachsen und somit die Stimmung in den Hallen und Büros auch stetig gesunken. An allen Ecken und Enden wird kontrolliert - dass man ja nicht zu lange am Kaffeeautomaten steht, keine Minute zu früh am Brotzeitwagen gesichtet wird oder gar am Handy, usw...
Überall wird Arbeitszeitbetrug und Trödelei gewittert.
Image
Wird entsprechend immer schlechter in der Gegend
Work-Life-Balance
Viele Freiheiten, die während Corona zwangsweise gewährt wurden, wurden wieder zurückgefahren. Homeoffice nur für vereinzelte Personen und flexible Arbeitszeiten nur in begrenztem Maße.
Gerade bei der Führung wird oft nicht darauf geachtet, ob man gerade in Urlaub, Pause, Feierabend ist und man wird nach belieben kontaktiert, auch auf privten Nummern.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten schlicht nicht vorhanden
Gehalt/Benefits
Fair wird der bezahlt, der gut verhandelt
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Digitalisierung wird gepredigt, aber nur zaghaft umgesetzt. Es gibt sehr viel Papierchaos.
Kollegenzusammenhalt
Abteilungsintern stark und auch übergreifend spürt man eine Solidarität
Umgang mit älteren Kollegen
Hängt von der Abteilung ab, ob langjährige Erfahrung richtig geschätzt wird und ob gefördert/ gewünscht wird, dass diese Erfahrung auch gewinnbringend eingesetzt wird.
Vorgesetztenverhalten
Auf Abteilungsleiterebene zu wenig Kompetenz um mit der aktuell angespannten Situation und den daraus entstehenden Konflikten umzugehen.
Oft werden nur die Vorgaben der Geschäftsleitung widerstandslos an die Mitarbeiter weitergeben, ohne sich mal vor seine Leute zu stellen und eine Maßnahme in Frage zu stellen oder gar abzulehnen.
Arbeitsbedingungen
Hier wird auch immer mehr gespart. Und nur dort in Neues invenstiert, wo es sich nicht vermeiden lässt.
Kommunikation
Die einzig verlässliche Quelle für echte, akutelle Informationen ist der Flurfunk, welcher bei jeder Gelegenheit natürlich von der Geschäftsleitung als falsch verteufelt wird.
Dabei sind es die offizellen Reden auf Betriebsveranstaltungen, welche völlig inhaltslos und eher lächerliche Versuche der Manipulation der Mitarbeiter sind. Man kann sich tatsächlich fragen, ob die Führung so inkompetent ist und wirklich glaubt, dass ihnen diese Phrasen abgekauft werden.
Gleichberechtigung
Bis auf Buchhaltung, keine weiblichen Führungskräfte
Interessante Aufgaben
Aufgabenbereich könnte spannend und herausfordernd sein, jedoch werden die Kompetenzen schrittweise vom Mitarbeiter selbst abgezogen und auf die Führungsebenen verlagert. Man hat selber wenig Spielraum um eigene Lösungen zu entwickeln.