Vor einigen Jahren Top Arbeitgeber -> heute im Jahre 2025 einfach nur mehr Schein als Sein
Verbesserungsvorschläge
Schließt am besten den ganzen Laden, wenn ihr bereits dabei seid 50% der kompetenten Mitarbeiter zu entlassen. Ich bezweifle, dass vom ganzen Meeting Gerede überhaupt etwas herumkommt. ;-)
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn toller Teamzusammenhalt. Heute: Lästereien übereinander, Mobbing und Bloßstellungen in Meetings, Ausgrenzung. Nur mit sehr wenigen Kollegen hat man sich wohl und sicher gefühlt.
Image
Wer nicht von intern kommt, würde den Arbeitgeber als sehr gut bewerten. Aber der Schein trügt natürlich.
Work-Life-Balance
Überstunden wurden zwar „verboten“ zu machen aber denkt ihr, dass auch dadurch die Arbeit weniger geworden ist? Auf gar keinen Fall - sogar noch mehr! Aber hey: Du musst trotzdem innerhalb der 8h alles packen, sonst hast bis zu deinem nächsten Jour Fixe deinen Manager wieder an der Backe der dich wieder voll labbert.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten wurden stark eingeschränkt. Zwar gab es ein jährliches Budget, doch in der Praxis wurden oft unpassende Schulungen aufgezwungen, während wirklich sinnvolle Vorschläge regelmäßig abgelehnt wurden. Förderung fand somit kaum statt.
Auch bei den Karrierechancen war Aufstieg nahezu unmöglich. Bei tausenden Mitarbeitenden wurden teilweise nur wenige Dutzend befördert. Die Auswahl wirkte oft willkürlich: Personen ohne ausreichende Expertise erhielten höhere Rollen, während erfahrene Mitarbeitende seit Jahren bewusst klein gehalten wurden.
Am Ende zählte weniger die fachliche Leistung, sondern wer sich in Meetings gut verkaufen konnte. Echte Kompetenz blieb auf der Strecke - Karriereentwicklung war faktisch blockiert.
Kollegenzusammenhalt
Nur noch vereinzelt. Mittlerweile spießen sich die Teams innerhalb ab. Kollegen lästern bei den Managern über andere Mitarbeiter ab, statt Themen untereinander zu diskutieren. Hatte manchmal das Gefühl, dass ich wieder in der Schule wäre und sich Cliquen gegeneinander ausspielen.
Umgang mit älteren Kollegen
Die ältesten Kollegen sind vielleicht max. 50 Jahre als. Kann also dazu nichts sagen.
Vorgesetztenverhalten
Es gab Manager die wirklich abfällige und unprofessionelle Kommentare abgeworfen haben. Bei manchen hat man sich wirklich gefragt, ob diese überhaupt ein Gespür von Empathie in sich tragen.
Arbeitsbedingungen
Von Innovation konnte im Unternehmen keine Rede sein. Sinnvolle Softwarelösungen, die nachweislich Prozesse verbessert und das Unternehmen wettbewerbsfähiger gemacht hätten, wurden blockiert – meist mit vorgeschobenen Argumenten wie Kosten oder Datenschutz. Ironischerweise nutzen führende Arbeitgeber weltweit genau diese Tools erfolgreich.
Auch die Arbeitsmodelle wurden ohne Rücksicht auf Mitarbeitende verschlechtert: Aus ursprünglich einem verpflichtenden Präsenztag alle drei Monate wurde plötzlich eine Anwesenheitspflicht von zweimal pro Woche. Parallel dazu wurden deutschlandweit neue Mitarbeitende angeworben, nur um sie kurze Zeit später wieder loszuwerden. Am Ende wirkte alles wie ein reines Sparprogramm auf dem Rücken der Belegschaft.
Kommunikation
Viele Versprechungen während dem Bewerbungsprozess - nach dem Motto: in einem Jahr wirst du befördert. Nach einem Jahr trotz erbrachter Leistung, wurde so getan als hätte man als Manager diesen Satz nie erwähnt.
Wie viele hier meiner Ex-Kollegen bereits erzählt haben, sind die Kommunikations skills vom Top-Management einfach unterirdisch. Mitarbeiter werden entlassen, Home Office Regelungen werden an die Wand gefahren, alles wird Outgesourced, usw. ohne klare Erklärung und Sinn. Wer aber zwischen den Zeilen lesen kann, weiß, dass überall Kosten gespart werden bis zum geht nicht mehr.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt könnte insgesamt deutlich besser sein. Besonders auffällig war die Bonusregelung: Für Mid-Level-Positionen lag der Bonus bei rund 1.000 Euro - ein Betrag, der in keiner Relation zum Aufwand oder zur Verantwortung steht und schlichtweg lächerlich wirkt.
Zusätzlich wurde die Auszahlung von Überstunden von heute auf morgen gestrichen. Viele Kolleg:innen hatten bewusst Überstunden angesammelt, um sich diese auszahlen zu lassen, da freie Tage oft gar nicht realistisch waren. Stattdessen wurde das Verbot als angebliche „Work-Life-Balance-Maßnahme“ verkauft - in Wahrheit ging es aber offensichtlich nur darum, mal wieder Kosten einzusparen.
Gleichberechtigung
Man spürt hier ganz klar wer die Lieblinge in der Abteilung ist. Es war deutlich spürbar, dass bestimmte Kolleg:innen bevorzugt behandelt wurden. Ideen, die von einigen Personen kamen, wurden schnell als sinnvoll und wertvoll anerkannt - während dieselben Vorschläge, wenn sie von anderen kamen, als irrelevant oder unbedeutend abgetan wurden. Wer nicht zu den „Favoriten“ zählte, musste damit rechnen, in regelmäßigen Besprechungen (z. B. im Jour Fixe) besonders häufig kritisiert zu werden. Dieses Ungleichgewicht führte nicht nur zu einem unfairen Arbeitsklima, sondern konnte auf Dauer auch Selbstzweifel hervorrufen.
Interessante Aufgaben
Wie hier viele berichtet haben, viele Aufgaben wo man sich die Frage stellt: „Und was soll das jetzt dem Unternehmen bringen?“
Aufgaben die einfach abgearbeitet werden mussten ohne Sinn. Viele Aufgaben waren sehr operativ, wenig kreativ und boten kaum Raum für eigene Ideen. Vorschläge zur Verbesserung wurden häufig ohne Begründung abgelehnt, auch wenn sie durch Daten gestützt waren. Zudem mussten regelmäßig Tätigkeiten erledigt werden (Security Checks) die nicht zum eigentlichen Aufgabenbereich gehörten und eher Ressourcenverschwendung darstellten. Die hohe Anzahl an Meetings stand ebenfalls in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, meine Kompetenzen nicht sinnvoll einsetzen zu können und mich beruflich nicht weiterzuentwickeln.

