Gutes Gehalt, aber hohes persönliches Opfer – Menschlichkeit und Führungskultur bleiben auf der Strecke
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr gutes Gehalt: Die Vergütung ist im Branchenvergleich wirklich stark.
Man hat jedoch oft das Gefühl, dass es eine Art Schmerzensgeld für die Belastung ist.
• Großer Markenname: Erfahrung bei Aldi Nord kann im CV wertvoll sein.
• Sicherer Arbeitsplatz: Das Unternehmen ist groß, stabil und krisenfest.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
1. Überlastung & fehlender Fokus auf den Menschen
• Im Einkauf herrscht extrem hoher Workload, der dauerhaft über dem liegt, was normal oder gesund wäre.
• Pausen werden faktisch nicht eingeplant – man macht sie, wenn überhaupt, zwischen Aufgaben.
• Länger Arbeiten ist selbstverständlich, weil die Arbeit „ja erledigt werden muss“.
• Das Problem ist im Unternehmen bekannt, aber es wird nichts daran geändert.
2. Kaum Einarbeitung – ein strukturelles Problem
• Neue Kolleg*innen können kaum eingearbeitet werden, weil niemand dafür Zeit hat.
• Gleichzeitig kann man neue Mitarbeitende nicht ordentlich einarbeiten, weil man selbst unter Wasser ist.
→ Ein Teufelskreis, der die Situation nur weiter verschärft.
3. Arbeitskultur im Einkauf
• Die interne Dynamik wirkt oft unprofessionell, falsch und hinterhältig.
• Es wird viel hinter dem Rücken geredet.
• Beförderungen sind teilweise nicht kompetenzbasiert nachvollziehbar.
Menschen in Führungsrollen wirken nicht immer geeignet dafür.
4. Mangelnde Diversität in der Führung
• Besonders im Einkauf ist die Führungsebene sehr männerdominiert.
Frauen in höheren Positionen sind selten.
5. Fehlende Kommunikation & Transparenz
• Viele wichtige Informationen werden nicht geteilt.
• Man weiß oft nicht, wie es mit einem selbst, dem Team oder der Abteilung weitergeht.
• Das führt zu einem Gefühl von Unsicherheit und fehlender Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
Realistische Workload-Verteilung und echte Priorisierung.
Saubere Einarbeitungspläne und geschützte Zeitfenster dafür.
Führungskräfteentwicklung und objektivere Beförderungskriterien.
Mehr Frauen in Führungspositionen und aktives Diversity-Management.
Klare Kommunikation zu Zielen, Veränderungen und Erwartungen.
Kulturwandel im Einkauf: weniger Konkurrenz, weniger Politik, mehr Zusammenarbeit.
Transparenz für Mitarbeitende – wo stehen wir, wohin geht es, was wird von uns erwartet?


