Arbeitsalltag geprägt von Ungleichbehandlung
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist aus meiner Sicht äußerst belastend. Statt eines von Vertrauen und Zusammenarbeit geprägten Umfelds herrscht ein Klima des Misstrauens. Es entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende sich gegenseitig beobachten und Informationen übereinander weitergeben, anstatt gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Dadurch überlegt man sich genau, was man sagt und wem gegenüber man sich öffnet. Ein offener, ehrlicher Austausch ist unter diesen Bedingungen kaum möglich. Eine konstruktive Fehlerkultur oder ein Gefühl von Teamgeist habe ich noch nicht erlebt.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung im Int. Sales-Bereich ist insgesamt hoch, aber grundsätzlich gut zu bewältigen. Was mich jedoch stört, ist der Eindruck, dass nicht für alle die gleichen Regeln gelten.
Offiziell gelten feste Präsenzzeiten. In der Praxis habe ich jedoch häufig den Eindruck, dass einzelne Teams oder Führungskräfte deutlich später kommen und früher gehen, während andere ihre vollständige Arbeitszeit vor Ort leisten. Das sorgt zwangsläufig für Unzufriedenheit und wirft die Frage auf, welche Regeln eigentlich gelten.
Besonders frustrierend ist der Vergleich der Arbeitsbelastung. Während wir generell bei Int. Sales dauerhaft stark ausgelastet sind, habe ich bei einem anderen Team im Großraumbüro regelmäßig den Eindruck, dass dort deutlich weniger Arbeitsdruck herrscht und während der Arbeitszeit Zeit für private Smartphone-Nutzung oder andere nicht unmittelbar arbeitsbezogene Tätigkeiten bleibt. Im Vergleich dazu ist ein ähnliches Support Team im Marketing zudem deutlich kleiner besetzt.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen wirken auf mich wenig transparent. Ich habe den Eindruck, dass persönliche Nähe zu Führungskräften häufig wichtiger ist als Leistung oder fachliche Kompetenz. Dadurch fällt es schwer, Beförderungsentscheidungen objektiv nachzuvollziehen.
Besonders irritierend finde ich, wenn Mitarbeitende für Führungs- oder Entwicklungsprogramme ausgewählt werden, obwohl ihre fachliche Leistung aus meiner Sicht nicht entsprechend überzeugt. Das schmälert das Vertrauen in die Fairness solcher Programme.
Für mich persönlich entsteht zudem der Eindruck, dass meine Leistungen in Mitarbeitergesprächen regelmäßig kritischer bewertet werden als die anderer Kolleginnen und Kollegen. Dadurch habe ich das Gefühl, dass meine Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Beförderung unnötig eingeschränkt werden.
Gehalt/Benefits
Beim Thema Gehalt fehlt mir vor allem Transparenz. Gehaltserhöhungen wirken aus meiner Sicht nicht immer nachvollziehbar und es entsteht der Eindruck, dass persönliche Beziehungen oder Sympathien eine größere Rolle spielen als Leistung. Gleichzeitig kenne ich Fälle, in denen Mitarbeitende über Jahre hinweg keine Gehaltserhöhung erhalten haben.
Sonderzahlungen oder vergleichbare finanzielle Zusatzleistungen gibt es nach meiner Erfahrung nicht. In Verbindung mit der fehlenden Zeiterfassung halte ich das für kritisch, da geleistete Mehrarbeit weder transparent erfasst noch entsprechend ausgeglichen wird.
Kollegenzusammenhalt
Siehe Arbeitsatmosphäre
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten empfinde ich insgesamt als enttäuschend. Bei vielen Führungskräften habe ich den Eindruck, dass die fachliche Eignung bei der Besetzung der Positionen nicht das entscheidende Kriterium war. Häufig wirkt es auf mich so, als würden sie sich bei fachlichen Fragen stark auf ihr Team verlassen, anstatt selbst Orientierung zu geben.
Außerdem habe ich den Eindruck, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Einige Mitarbeitende genießen offensichtliche Sonderbehandlungen und dürfen sich deutlich mehr erlauben, während andere regelmäßig unter hohen Druck gesetzt und wesentlich kritischer bewertet werden. Diese Ungleichbehandlung sorgt aus meiner Sicht für Frust und trägt erheblich zu der ohnehin angespannten Arbeitsatmosphäre bei.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht verbesserungswürdig. Das Großraumbüro ist häufig sehr laut, wodurch konzentriertes Arbeiten oft erschwert wird. Zudem könnte die Sauberkeit insgesamt deutlich besser sein.
Was ich außerdem als störend empfinde, ist der Eindruck, dass für einzelne Führungskräfte oder bevorzugte Personen Arbeitsplätze freigehalten werden, obwohl diese teilweise erst deutlich später im Büro erscheinen. Auch insgesamt entsteht häufig das Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Das trägt nicht zu einer angenehmen oder vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre bei.
Kommunikation
Welche Kommunikation?
Interessante Aufgaben
Nein

