Alexander Bürkle = vom einst soliden Arbeitgeber zum Paradebeispiel für Fehlentwicklung
Verbesserungsvorschläge
Vertrauen schaffen statt Kontrolle ausüben
Homeoffice ermöglichen und moderne Arbeitsmodelle zulassen
Führungskräfte schulen – insbesondere in Kommunikation und Wertschätzung
Strategische Entscheidungen durchdenken, statt wöchentlich neue Schnellschüsse zu produzieren
Transparenz erhöhen und Mitarbeitende einbeziehen
Arbeitsumgebung modernisieren und Rückzugsmöglichkeiten schaffen
Faire und zeitgemäße Gehälter anbieten
Klare Karrierepfade definieren
Eine Unternehmenskultur entwickeln, die nicht auf Angst, sondern auf Zusammenarbeit basiert
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist geprägt von Lautstärke, Stress und einem Grundrauschen aus Unzufriedenheit. Ruhe oder konzentriertes Arbeiten sind in den überfüllten Großraumbüros praktisch unmöglich. Wertschätzung existiert kaum, stattdessen herrscht ein Klima der Kontrolle und Unsicherheit.
Image
Das Image bröckelt seit Jahren – intern wie extern. Kündigungswellen, Kurzarbeit und fragwürdige Entscheidungen haben Spuren hinterlassen. Viele Kunden und Mitarbeitende merken, dass das Unternehmen nicht mehr das ist, was es einmal war.
Work-Life-Balance
Homeoffice wird kategorisch abgelehnt, Vertrauen existiert nicht. Arbeitszeiten sind starr, Flexibilität ist nicht vorgesehen.
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege sind unklar, Weiterbildungen selten. Entwicklungsmöglichkeiten hängen stark von der jeweiligen Führungskraft ab. Viele junge Mitarbeitende verlassen das Unternehmen früh, weil sie keine Perspektive sehen.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind branchenüblich bis unterdurchschnittlich. Einige wenige verdienen sehr gut, der Großteil bekommt Standardgehälter ohne besondere Zusatzleistungen. Mitarbeiterkonditionen sind nicht der Rede wert, da externe Händler (Amazon, Galaxus etc.) immer günstiger sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird gerne ein modernes Bild vermittelt, intern ist davon wenig zu spüren. Nachhaltigkeit wirkt eher wie ein Marketingbegriff als gelebte Realität.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt hängt stark vom Alter ab. Langjährige Mitarbeitende klammern sich an alte Strukturen und vermeiden Kritik. Jüngere Kolleginnen und Kollegen verlassen das Unternehmen, sobald sie die Dynamik durchschaut haben. Ein echtes Miteinander gibt es selten.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende werden geduldet, solange sie sich an die alten Strukturen halten. Kritik oder Veränderungswünsche werden eher abgeblockt. Viele sind seit Jahrzehnten im Unternehmen und haben sich an die Umstände gewöhnt – was Veränderungen zusätzlich erschwert.
Vorgesetztenverhalten
Führung findet überwiegend von oben herab statt. Zwischenmenschlichkeit fehlt, Feedback besteht aus lauten Zwischenrufen während Telefonaten oder aus genervten Kommentaren in Meetings. Einige Führungskräfte grüßen nicht einmal. Entscheidungen wirken impulsiv und schlecht vorbereitet.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüros, kaum Rückzugsmöglichkeiten, eine überfüllte Küche und ein Obstkorb, der dauerhaft aus unreifen Äpfeln und Bananen besteht. Kaffee muss selbst bezahlt werden, kostenlos gibt es nur Leitungswasser. Die technische Ausstattung ist funktional, mehr auch nicht.
Kommunikation
Kommunikation findet nur statt, wenn es nicht mehr anders geht und selbst dann oft unstrukturiert, hektisch und widersprüchlich. Entscheidungen werden getroffen, ohne sie zu erklären. Informationen kommen spät oder gar nicht. Transparenz ist ein Fremdwort.
Gleichberechtigung
Formal vorhanden, praktisch aber wenig spürbar. Entscheidungen wirken oft willkürlich, und echte Chancengleichheit ist schwer zu erkennen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben könnten interessant sein, werden aber durch chaotische Prozesse, ständige Ad-hoc-Aktionen und fehlende Strategie entwertet. Viele Tätigkeiten bestehen aus Schadensbegrenzung für schlecht geplante Aktionen.

