Gute Pflanzen, schlechte Ausbildung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Bezahlung und die zusätzlichen Leistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele der Punkte, die ich negativ erlebt habe, habe ich bereits in den vorherigen Bewertungen ausführlich beschrieben. Besonders enttäuschend fand ich den Umgang mit den Azubis, den teilweise fehlenden Respekt und die mangelnde Unterstützung während der Ausbildung.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Respekt gegenüber den Azubis und eine bessere Betreuung während der Ausbildung. Im ersten Ausbildungsjahr gab es noch eine feste Berichtsheftstunde, in der man sich um das Berichtsheft kümmern konnte. Diese wurde ab dem zweiten Ausbildungsjahr abgeschafft.
Außerdem hätte ich mir mehr sinnvolle Lerninhalte gewünscht. Es gab zwar gelegentlich morgens kurze Lerneinheiten, diese waren allerdings eher selten und brachten mir persönlich sowie einigen anderen Azubis nicht besonders viel, da sich die Themen häufig wiederholten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hing leider sehr stark davon ab, welche Kollegen an diesem Tag da waren und welche Stimmung gerade herrschte. An manchen Tagen war die Stimmung vollkommen in Ordnung, an anderen Tagen konnte die Atmosphäre durch einzelne Kollegen deutlich angespannter sein.
Karrierechancen
Eine Übernahme nach der Ausbildung wurde mir von Anfang an nicht in Aussicht gestellt. Dadurch war für mich bereits während der Ausbildung klar, dass es danach im Unternehmen nicht weitergehen würde.
Arbeitszeiten
Die reguläre Arbeitszeit für Azubis ging grundsätzlich bis 17:30 Uhr, obwohl der Laden bis 18:30 Uhr geöffnet hatte. Trotzdem wurde einem teilweise ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn man um 17:30 Uhr Feierabend gemacht hat.
Besonders problematisch fand ich den Umgang mit dem Berichtsheft. Von uns wurde erwartet, dieses außerhalb der Arbeitszeit zu führen. Während der Arbeitszeit wurde dafür nicht einmal ein paar Minuten Zeit eingeplant. Wenn man auf dieses Thema angesprochen hat, bekam man teilweise nur zu hören: „Das habe ich damals auch geschafft.“
Insgesamt hatte ich dadurch häufig das Gefühl, dass die Arbeitszeit als selbstverständlich länger angesehen wurde, obwohl die reguläre Arbeitszeit eigentlich klar festgelegt war.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung war im Vergleich zu anderen Betrieben durchaus ordentlich. Es war angenehm, bereits in der Ausbildung über 1.000 € zu verdienen. Auch Weihnachts- und Urlaubsgeld waren ein großer Pluspunkt und haben die Vergütung insgesamt deutlich aufgewertet.
Die Ausbilder
Die Ausbilder waren leider häufig nicht ansprechbar oder wirkten schnell genervt, sodass man teilweise lieber zweimal überlegt hat, ob man überhaupt eine Frage stellt. Gerade als Azubi sollte es meiner Meinung nach möglich sein, Fragen zu stellen, ohne das Gefühl zu bekommen, damit zu stören.
Spaßfaktor
Die Arbeit konnte durchaus Spaß machen. Allerdings sollte man mit viel Kundenkontakt zurechtkommen. In manchen Abteilungen konnte man selbstständig arbeiten und wurde dabei weitgehend in Ruhe gelassen, während in anderen Abteilungen selbstständiges Arbeiten eher unerwünscht war. Dadurch hing der Spaß an der Arbeit stark davon ab, in welcher Abteilung man gerade eingesetzt war.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben an sich waren für mich grundsätzlich in Ordnung und abwechslungsreich genug. Im ersten Ausbildungsjahr wurde man allerdings teilweise etwas ins kalte Wasser geworfen. Es hieß sinngemäß: „Wenn du Fragen hast, frag.“
Variation
Man wurde in mehreren Abteilungen eingesetzt, wodurch die Aufgaben durchaus variiert haben. Je nach Abteilung gab es unterschiedliche Tätigkeiten und Arbeitsabläufe. Der grundlegende Kern der Arbeit blieb allerdings immer ähnlich.
Respekt
Leider habe ich mich von einigen Ausbildern und älteren Kollegen nicht mit dem nötigen Respekt behandelt gefühlt. Teilweise wurde man deutlich darauf hingewiesen, dass man „nur der Azubi“ sei. Außerdem wurde man gelegentlich wegen Dingen angeschrien bzw. sehr scharf angegangen, die aus meiner Sicht nicht angemessen waren.
Gerade von Ausbildern hätte ich mir einen respektvolleren und konstruktiveren Umgang gewünscht.