Authentischer Umbruch – endlich auf allen Ebenen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man will zukunftsfähig sein und Transformation aktiv leben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt keine attraktive Möglichkeit, Fahrräder sicher abzustellen. Für ein Unternehmen aus der Fahrradbranche ist das ein No-Go!
Verbesserungsvorschläge
Weniger versprechen, mehr umsetzen und liefern – bezogen auf Projektergebnisse! Bei vielen Themen dürfte es auch gerne schneller gehen. Diejenigen, die sich das zu Herzen nehmen sollten, haben das aber längst verstanden und arbeiten daran.
Arbeitsatmosphäre
Die Mehrzahl der Führungskräfte und mittlerweile – und das war ein längerer Prozess – auch die Gesellschafter*innen und die GESAMTE Geschäftsleitung haben verstanden, dass Vertrauen, Wertschätzung und die Zufriedenheit des Teams das A und O sind. Es findet ein Kulturwandel statt. Nicht alles war bzw. ist perfekt, aber alle Ebenen geben sich Mühe und sind bereit zur Veränderung. In den vergangenen Monaten hat eine bemerkenswerte Transformation stattgefunden. Im Jahr 2024 hat THUN zum ersten Mal an der Umfrage von Great Place to Work (GPTW) teilgenommen. Aus dem ersten Ergebnis wurden Maßnahmen abgeleitet, die nun abgearbeitet werden. Das geht manchmal etwas langsam voran, aber es bewegt stetig weitere in eine gute Richtung. Dieses Jahr soll es erneut eine GPTW-Umfrage geben.
Kommunikation
Es gibt Informationsbildschirme, auf denen regelmäßig Updates laufen. Mitarbeitendenversammlungen – mit dem gesamten Team! – finden nun monatlich statt. An der internen Kommunikation wird nach wie vor das eine oder andere optimiert. Tägliche Briefings, Teammeetings und ähnliche Strukturen befinden sich im Auf- bzw. Ausbau.
Kollegenzusammenhalt
Viele Mitglieder des Teams arbeiten seit Jahrzehnten im Unternehmen. Neue Kolleg*innen werden herzlich aufgenommen. Gibt es auch mal Konflikte? Klar! Das Unternehmen ermutigt mit einem Verhaltenskodex dazu, diese direkt zu klären oder Führungskräfte einzubinden. Falls das mal nicht gewollt ist, hat THUN für solche Fälle eine externe Coachin, die wirklich im Sinne des Teams agiert und alles vertraulich behandelt, als Vertrauensperson engagiert. Aber auch der Betriebsrat und die Führungskräfte haben immer ein offenes Ohr. Zudem wird das Teamgefühl zunehmend durch diverse Maßnahmen gestärkt (regelmäßige Events, gemeinsames Essen etc.). Es wird viel gemeinsam gelacht!
Work-Life-Balance
Ich habe selten ein Unternehmen erlebt (und das ist nicht meine erste Station), in dem so angenehm wenig Druck herrscht. Die Mitarbeitenden, die ihre Aufgaben in 8 Stunden erledigt haben, gehen pünktlich und dürfen das auch. Manche bleiben freiwillig länger. Andere haben die Möglichkeit, auf Basis von Vertrauensarbeitszeit zu arbeiten. Da ist eine unheimliche Flexibilität, und jede*r kann seinen bzw. ihren Modus finden. Derzeit ist die Personalmanager*in bemüht, klare Regeln und Betriebsvereinbarungen zu etablieren, die das Thema „New Work“ und die Bedürfnisse des Teams in puncto Flexibilität abbilden. Das ist komplex. Es ist zudem das Ziel, sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden in der Produktion ebenfalls Benefits bekommen, da in ihren Rollen weniger Flexibilität möglich ist.
Vorgesetztenverhalten
Das war lange Zeit ein schwieriges Thema, aber auch hier hat ein großer Wandel stattgefunden. Mittlerweile sind fast alle miteinander per du – auch die Geschäftsleitung und die Mitglieder der Inhaberfamilie ziehen mit und sind viel nahbarer geworden. Man fühlt sich gesehen – als Mensch. Man wird einbezogen und gefragt. Früher bekam man Anweisungen, heute darf man bei vielen Themen mitentscheiden. Bei der Führungsqualität gibt es in einigen Fällen noch Luft nach oben, aber das wurde erkannt, und nun finden umfangreiche In-House-Workshops (Führungstrainings) für alle Führungskräfte statt. Da wird richtig investiert!
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind vielfältig, und da sich das Unternehmen im Rebranding und in einer Transformation befindet, wird es aktuell nicht langweilig. Es ist fast schon ein wenig zu viel Veränderung auf einmal – aber hey, wer rastet, der rostet.
Gleichberechtigung
Alle Geschlechter, Sexualitäten, Herkünfte, Religionen, Meinungen, Lebensformen etc. sind willkommen. Das Diversity Management wird immer weiter ausgebaut. Es gibt sogar einen Gebetsraum. Die Geschäftsleitung wünscht sich, dass in der Außenkommunikation gegendert wird – und trotz gegenläufiger Tendenzen aus den USA und anderen Ländern bleibt man dabei. Das ist ein starkes Zeichen!
Umgang mit älteren Kollegen
Die Kolleg*innen, die seit Jahrzehnten dabei sind, werden gefeiert. Das Alter spielt bei Bewerber*innen keine Rolle, und Mitarbeitende erhalten sogar noch kurz vor dem Ruhestand substanzielle Beförderungen.
Arbeitsbedingungen
Bei IT-Equipment wird nicht gespart: Zweiter Bildschirm, Headset, Equipment für zu Hause, Firmenhandy – man muss nur fragen oder bekommt vieles sogar, ohne fragen zu müssen. Mittlerweile ist das Internet schnell, und die Telefonanlage ist ganz neu. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, aber bei einem Unternehmen, das seit über 100 Jahren am Markt ist, Krisen meistert und in vierter Generation geführt wird, bleibt das nicht aus. Einige Ecken sind wirklich renovierungsbedürftig – und Stück für Stück werden diese Ecken dann auch renoviert. Es ist überall sehr sauber: Eine externe Reinigungsfirma und ein internes Reinigungsteam machen einen sehr guten Job. Auch das Thema Arbeitssicherheit wird ernst genommen. Die Maschinen sind alle neu oder nur wenige Jahre alt. Nicht alles ist Gold, nicht alles glänzt – aber man kann die Ecken und Kanten der Arbeitsumgebung auch als etwas Authentisches betrachten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt eine fundierte CSR-Strategie. Das Thema Nachhaltigkeit wird von der Geschäftsleitung (Geschäftsführungs- und Prokurist*innen-Ebene) gesteuert. Zudem sind die Produkte sinnstiftend: Komponenten für Fahrräder und E-Bikes sind etwas Besonderes, denn sie machen das Radfahren möglich. Und Radfahren ist Teil der Lösung. #Verkehrswende #Klimawandel
Gehalt/Benefits
Die Fahrradbranche ist keine Branche, die für hohe Gehälter bekannt ist – und THUN ist da keine Ausnahme. Wer richtig viel verdienen will, ist in dieser Branche und auch bei THUN eher falsch aufgehoben. Das Unternehmen ist nicht tarifgebunden. Es gibt jedoch – neben zumindest marktüblichen Vergütungsstrukturen – viele Benefits, die sich sehen lassen können: eine tolle Kaffeemaschine (jede*r kann sich frei bedienen und alles wird bezahlt), jeden Monat gibt es Pizza oder Torte, es wird regelmäßig gefeiert, es gibt jede Woche frisches Obst, Weiterbildungen (bis hin zum Studium) werden bezahlt, die Zuschlagssätze sind sehr hoch, das Arbeitsklima wird immer besser, die Lage ist ideal (wenn man die Natur mag und gerne Rad fährt) etc. Zudem soll es bald weitere konkrete Benefits geben (Hansefit, betriebliche Krankenversicherung etc.). Es gibt viele Ideen.
Image
Im Markt hat THUN einen exzellenten Ruf – die ganze Branche kennt das Unternehmen. Das Image in puncto Employer Branding könnte jedoch deutlich besser sein. Da wirkt es so, als sei das Image schlechter als die Realität. Vielleicht hat man die Notwendigkeit des Wandels etwas spät erkannt, aber wichtig ist, dass sie mittlerweile auf allen Ebenen erkannt wurde.
Karriere/Weiterbildung
Wer sich entwickeln möchte und gute Leistungen bringt, hat alle Chancen. Natürlich hat das in einem von einer Inhaber*innenfamilie geführten Familienunternehmen mit ca. 50 Mitarbeitenden seine Grenzen. Man versteht aber mehr und mehr, was modernes People & Culture Management bedeutet. Zwar fehlt es noch an einigen Basics (z. B. flächendeckenden Stellenbeschreibungen), aber die neuen Strukturen wirken sehr vielversprechend.

