Allen & Overy LLP als Arbeitgeber

  • Frankfurt am Main, Deutschland
  • BrancheRecht
Kein Firmenlogo hinterlegt

Mit vielen Benefits wird versucht zu locken, davon sollte man sich nicht blenden lassen.

3,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Recht / Steuern bei Allen & Overy LLP in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Jobticket, Kaffee und Obst ist umsonst, diverse Zuschüsse oder Apps zum Thema Sport und Gesundheitsvorsorge, die Lebensversicherung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Sexuelle Belästigung wird toleriert bzw versucht unter den Teppich zu kehren, Arbeitnehmer werden massenweise rausgemobbt und die Aufgaben dieser Leute auf den Schultern der anderen abgeladen. Wenn man kritisiert, hört man entweder "seien Sie doch froh, dass Sie hier arbeiten dürfen" oder wird (entweder direkt oder zwischen den Zeilen) bedroht bzw mundtot gemacht.

Verbesserungsvorschläge

Das Management in Sachen Führung schulen oder einfach fähige Leute auf Führungspositionen setzen und seine moralischen Vorstellungen seinen eigenen Mitarbeitern gegenüber überdenken.

Arbeitsatmosphäre

Kommt auf den Standort an, allerdings wird eine schlechte Stimmung an allen deutschen Standorten einfach vorausgesetzt und auch intern kommuniziert.

Kommunikation

Das Wort existiert hier offenbar nur auf gewissen Ebenen. Wenn dann etwas kommuniziert wird, geschieht dies mangelhaft und in falscher Art und Weise.

Kollegenzusammenhalt

Kommt allerdings auch auf den Standort/Bereich an.

Work-Life-Balance

Stark abhängig vom Vorgesetzten. Wenn der erst um 17 Uhr richtig anfängt zu arbeiten, sind die Überstunden vorprogrammiert. Von Eltern wird gerne auch erwartet, reduzierte Stunden wieder auf 40 zu erhöhen, wenn diese mit dem Arbeitsanfall (teils auch alleine!) "halt nicht klarkommen".

Vorgesetztenverhalten

Variiert stark, wenn wir hier vom Management sprechen würden, würde ich 0 Sterne vergeben.

Interessante Aufgaben

Ebenfalls stark abhängig vom Vorgesetzten.

Gleichberechtigung

Sexuelle Belästigung wird so gut es geht unter den Teppich gekehrt und es wird nicht selten behauptet, alle Frauen bekämen ja eh irgendwann Kinder. Man hat auch keine Angst, sowas in größeren Runden auszusprechen - was soll schon passieren, außer dass manche das eigene Image bei bestimmten Personen zerstören.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich hatte bisher nicht das Gefühl, dass diese in irgendeiner Weise anders oder schlechter als andere behandelt würden.

Arbeitsbedingungen

Ich würde schätzen, dass die Bedingungen so sind, wie sie mittlerweile in fast allen großen Kanzleien Standard sind (große Bildschirme, höhenverstellbare Tische etc.)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wer hunderte Anwälte für eine weltweite Jahresversammlung ins Flugzeug nach Dubai oder in die USA steckt... Naja, lassen wir das

Gehalt/Sozialleistungen

Das Geld kommt pünktlich, jedoch bekommt man in solchen Dingen den Mund verboten, damit man bloß nicht rausfindet, dass jemand in vergleichbarer Position mit vergleichbarer Erfahrung mehr verdient. Irgendwann erzählte man, man hätte Studien durchführen lassen und auf Basis dieser würden die Gehälter angepasst. Welche Punkte hier berücksichtigt wurden, durfte man aber unter keinen Umständen erfragen.

Image

Wie schon oben erwähnt, man hört sogar zufällig Leute in der Stadt schlechte Dinge über die Kanzlei sagen, die man zu einem großen Teil leider nur bejahen kann. Die Kanzlei konzentriert sich auf das Image gegenüber Mandanten und potentiell einzustellenden Anwälten oder Anwärtern. Zumindest bei Mandanten kommt die Kanzlei gut an, das aber auch zurecht.

Karriere/Weiterbildung

Das variiert wohl sehr stark, jedenfalls hinsichtlich Aufstiegschancen. Die typischen Mini-Mes werden eben gepusht und gefördert. Es gibt allerdings viele interne Kurse, aber auch Externe werden häufig für Trainings gebucht, z. B. zum Thema unconscious bias.

Arbeitgeber-Kommentar

Bianca StädterHead of Legal Recruitment Germany

Sehr geehrte/r Kolleg/e/in,

vielen Dank für die offene Schilderung Ihrer Eindrücke. Wir bedauern, dass Sie diese bei Ihrer Tätigkeit in unserer Kanzlei gewonnen haben. Die Schilderungen stehen im Widerspruch zu unserem Anspruch, einen vertrauensvollen und wertschätzenden Umgang miteinander in der täglichen Zusammenarbeit zu pflegen.

Uns ist wichtig, ein offenes Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich jede und jeder wohlfühlt und mit Freude ihrer/seiner Tätigkeit nachgeht. Wir tolerieren daher keine Form von Belästigung, Diskriminierung oder sonstiges unangemessenes Verhalten. Hinweise auf derartiges Verhalten nehmen wir sehr ernst. Wir gehen diesen unverzüglich nach und bieten einen offiziellen Beschwerdeprozess, um Fehlverhalten zu unterbinden und gemeinsam Lösungen zu finden.

Natürlich entwickeln auch wir uns ständig weiter und lernen dazu. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie direkt mit uns in den Dialog treten würden, damit wir Ihre Kritik im Einzelnen besser verstehen können.

Ich stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Freundliche Grüße,

Katrin Stapper
Head of HR Germany
Allen & Overy