Der Ausverkauf hat begonnen - wie lange hab ich wohl noch einen Arbeitsplatz?
Verbesserungsvorschläge
Den Standort Pforzheim wieder stärken und die Mitarbeiter motivieren. Wir alle sehen die Entwicklung und machen uns sorgen um unsere Arbeitsplätze. Viele langjährigen Mitarbeiter mussten gehen oder haben selbst die Reißleine gezogen und sich neu orientiert.
Das wahre Kapital eines jeden Unternehmens sind die Mitarbeiter die jeden Tag gerne in die Firma kommen und dafür sorgen dass Amann Girrbach auch die nächsten Jahrzehnte für Qualität und Service steht.
Arbeitsatmosphäre
Ich kann mich der vorherigen Bewertung in keinster Weise anschließen. Am Standort Pforzheim findet aktuell ein regelrechter Ausverkauf von Equipment an die verbleibende Belegschaft statt – von Tischen und Stühlen bis hin zu Regalen und allem, was das Lager sonst noch hergibt.
Nachdem das Management aus dem HQ in Mäder vor einigen Wochen die Kündigung des Mietvertrags kommuniziert hat, ist hier nichts mehr, wie es einmal war. Seitdem herrscht eine Mischung aus Aufbruch und massivem Unsicherheitsgefühl.
Gleichzeitig ist die Situation geprägt von wachsender Angst. Viele Mitarbeiter trauen sich nicht mehr, offen ihre Meinung zu sagen, da jederzeit mit Konsequenzen bis hin zur Kündigung gerechnet wird. Eine offene Unternehmenskultur ist faktisch nicht mehr vorhanden.
Der ehemalige „Amann Girrbach Spirit“ wurde aus meiner Sicht komplett zerstört. Statt Zusammenhalt und Identifikation dominiert inzwischen ein reiner Überlebensmodus. Jeder schaut nur noch auf sich selbst – wohl wissend, dass die Suche nach einem neuen Job in der aktuellen Situation alles andere als einfach ist.
Image
Das Unternehmensimage leidet massiv unter den Entscheidungen, die im Top-Management des HQ getroffen werden. Insbesondere die deutliche Reduktion von Personal im Servicebereich und im Außendienst hat zu einer spürbaren Verschlechterung des Kundenservices geführt.
Die Auswirkungen sind bereits deutlich erkennbar und werfen die Frage auf, wie lange Kunden bereit sind, diesen Qualitätsverlust mitzutragen. Teilweise wird bereits offen infrage gestellt, wie verlässlich und nachhaltig eine weitere Zusammenarbeit mit dem Unternehmen überhaupt noch ist.
Diese Entwicklung ist besorgniserregend und stellt die langfristige Kundenbindung zunehmend in Frage.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich noch vorhanden, war jedoch in der Vergangenheit deutlich stärker ausgeprägt. Die aktuelle Situation hat hier spürbare Spuren hinterlassen.
Getrieben durch die allgemeine Unsicherheit und die bereits beschriebenen Entwicklungen richtet sich der Fokus zunehmend auf das eigene Überleben. Jeder versucht in erster Linie, sich selbst abzusichern.
Der früher vorhandene Teamgedanke tritt damit immer mehr in den Hintergrund – die Atmosphäre hat sich deutlich in Richtung Individualismus und gegenseitiger Vorsicht verschoben.
Kommunikation
Kommunikation ist hier ein großes Problem. Es herrscht eine spürbare Unsicherheit darüber, ob die kommunizierten Inhalte überhaupt der Wahrheit entsprechen. Dieses Thema ist allerdings nicht neu, sondern zieht sich bereits seit längerer Zeit durch das Unternehmen.
Insbesondere die Kommunikation aus der Firmenzentrale in Mäder sollte man nicht ungefiltert übernehmen. Der tatsächliche Wahrheitsgehalt war in der Vergangenheit häufig eher homöopathisch dosiert.
Eine transparente, verlässliche und ehrliche Informationskultur ist aus meiner Sicht nicht vorhanden – was das Vertrauen der Mitarbeiter nachhaltig beschädigt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben haben sich in den letzten Jahren kaum verändert. Im Gegenteil, durch die Verlagerung der Logistik nach Mäder ist der Arbeitsumfang am Standort Pforzheim eher geringer geworden.
Eine wirkliche Weiterentwicklung oder Anpassung an neuen Anforderungen ist nicht erkennbar. Stattdessen entsteht der Eindruck von Stillstand, während gleichzeitig an anderer Stelle strukturelle Veränderungen (negativer Art) stattfinden.