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Bewertung

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DBY4 - verrückt

1,5
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei amazon Logistics GmbH in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Grundgehalt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich wurde als Level 4 SRMET praktisch nicht angelernt, obwohl ein Onboarding-Plan existiert. Nach einer Woche sollte ich Aufgaben erledigen, die eigentlich erst im dritten Monat erwartet wurden. Als ich im September kam, war noch ein anderer Level 4 vor Ort, der nicht wusste, dass er abgelöst wird – das führte zu einem sehr chaotischen und belastenden Ablauf. Die Anlernphase war die schlechteste, die ich je erlebt habe. Wir waren statt fünf Technikern nur zu zweit im Einsatz, während der Manager ohne Rücksicht in den Weihnachtsurlaub ging. So etwas habe ich in meiner gesamten Laufbahn noch nie erlebt.

Verbesserungsvorschläge

Die Arbeitsatmosphäre ist extrem stressig, Pausen fallen oft aus, Work-Life-Balance gibt es nicht. Kommunikation funktioniert kaum, Feedback oder Unterstützung von Vorgesetzten fehlt. Aufgaben wirken oft hausmeisterlich, obwohl sie anders ausgeschrieben waren. Kollegenzusammenhalt gibt es nur, um sich gegenseitig vor Druck von oben zu schützen. Fluktuation ist hoch, der längste Techniker ist 24 Jahre alt und seit zwei Jahren dabei, die Station in Nürnberg besteht seit 2021.

Führung auf Level 5 hat kaum Überblick, Anweisungen von oben müssen sofort umgesetzt werden, Dauerüberwachung und aggressive Kritik gehören zum Alltag. Versprochene Boni oder Umzugsgeld werden oft nicht gezahlt. Umwelt- und Sozialstandards werden massiv vernachlässigt. Das Image ist sehr schlecht, ‚Hire and Fire‘ prägt den Alltag. Standards existieren kaum, das System wirkt wie ein chaotisches Start-up, ‚Everyday Day One‘ gilt nur solange man alles perfekt macht. Viele Kollegen wollten kündigen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war häufig von hohem Stress geprägt. Feste Pausenzeiten konnten oft nicht eingehalten werden, wodurch selbst die Mittagspause teilweise ausfiel. Insgesamt empfand ich das Klima im Team als angespannt

Image

Das Image des Unternehmens ist sehr schlecht und wird sich aus meiner Sicht auch nicht verbessern. Mein halbes Jahr dort hat sich wie zwei Jahre angefühlt. Besonders die Führung auf Level 5 hatte kaum Überblick über ihre Aufgaben, und ehemalige Mitarbeiter zeigen keinerlei Unterstützung für diese Führungsebene. Das Unternehmen arbeitet stark nach dem ‚Hire and Fire‘-Prinzip. Eine offizielle Warnung an alle, die sich bewerben möchten, besonders auf Level 4: genau prüfen, ob das die richtige Umgebung für euch ist.

Work-Life-Balance

Eine Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht nicht vorhanden. Offiziell wird eine 40-Stunden-Woche bezahlt, in der Praxis ist die Arbeit jedoch kaum in dieser Zeit zu schaffen. Häufig habe ich deutlich länger gearbeitet und saß teilweise 12 bis 15 Stunden täglich an den Aufgaben, ohne dass diese Zeit entsprechend berücksichtigt wurde. Für mich war die Arbeitsbelastung dauerhaft zu hoch. Bewerbern würde ich empfehlen, sich vorab genau über die tatsächliche Arbeitszeit und Erwartungen zu informieren.

Karriere/Weiterbildung

Es wird viel versprochen, z. B. Aktien, Sign-in-Boni oder Umzugsgeld. In der Praxis werden diese Zusagen jedoch häufig zurückgehalten, sobald man Widerspruch einlegt oder Fragen stellt. Bewerber sollten vorsichtig sein, da man so unter Umständen schon vorzeitig unter Druck gesetzt oder gekündigt werden kann.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist gut. Kann man nichts sagen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im Bereich Umwelt und soziale Verantwortung gibt es große Defizite. Viele Anlagen sind stark verschlissen und verursachen Schäden an der Umgebung. Zudem wirkt das Unternehmen nicht rücksichtsvoll gegenüber kranken Mitarbeitern, wer aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben möchte, läuft Gefahr, unter Druck gesetzt zu werden.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist stark. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass man sich als Level 3 und 4 gegenseitig unterstützen muss, um mit Entscheidungen und Druck von oben zurechtzukommen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere oder erfahrene Kollegen gibt es kaum, da die Fluktuation sehr hoch ist, viele verlassen das Unternehmen bereits nach etwa zwei Jahren.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der direkten Führungskraft war aus meiner Sicht sehr problematisch. In den ersten drei Monaten war das Feedback mir gegenüber noch überwiegend positiv. Gleichzeitig haben mich mehrere Kollegen früh darauf hingewiesen, vorsichtig zu sein, da es mit dieser Führungsebene bereits häufiger Schwierigkeiten gegeben haben soll. In den Monaten vier bis sechs hat sich dieser Eindruck leider bestätigt. Unterstützung oder konstruktive Führung habe ich kaum erlebt, stattdessen fehlte es häufig an klarer Kommunikation, Feedback und verlässlicher Unterstützung durch die Führungskraft.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen an sich sind nicht schlecht, aber die Arbeitsbelastung ist extrem hoch. Anweisungen von oben müssen sofort umgesetzt werden, was häufig zu starkem Stress führt.

Kommunikation

Die Kommunikation ist aus meiner Sicht katastrophal. Bereits zu Beginn wurde ich falsch eingestuft und ein angekündigtes Feedbackgespräch nach drei Monaten fand nie statt. Auch nachdem ich meinen Manager mehrfach aktiv um Unterstützung gebeten habe, kam keinerlei Rückmeldung. Wichtige Informationen sind oft irgendwo in Quip-Dokumenten versteckt, ohne klare Struktur. Teilweise sucht man Wochen nach einfachen Informationen.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung ist zwar formal gegeben, doch alle Mitarbeiter werden auf die gleiche rigide und häufig negative Weise behandelt. Untere Level sind stark kontrolliert und überwacht, was den Arbeitsalltag extrem belastet. Teilweise wurden Mitarbeiter sehr laut und aggressiv angeschrien, sodass eine respektvolle Arbeitsatmosphäre kaum vorhanden war. Viele Aufgaben wirken nicht nachvollziehbar verteilt, und die Dauerüberwachung erzeugt enormen Druck. Aus meiner Sicht sind die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter unterhalb der Führungsebene extrem herausfordernd und kaum attraktiv, besonders für Bewerber, die Wert auf selbstständiges Arbeiten und respektvollen Umgang legen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben wirken auf dem Papier zunächst interessant und verantwortungsvoll. In der Praxis sah der Arbeitsalltag jedoch häufig anders aus. Ein großer Teil der Arbeit bestand aus Tätigkeiten, die eher operativen oder hausmeisterähnlichen Aufgaben entsprachen. Als technischer Leiter saß ich beispielsweise mit dem Vermieter wegen Themen wie Grüngut oder Schrottentsorgung am Tisch. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, eher ein überbezahlter Hausmeister zu sein, statt tatsächlich strategische oder technische Führungsaufgaben wahrzunehmen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.