Nichts hier ist so, wie es scheint.
Verbesserungsvorschläge
Keine Blutjungen Manager einstellen, sondern Leute mit Führungserfahrung und Sozialkompetenz, dann wird das Arbeits- und Betriebsklima auch besser.
Gehalt und Unternehmensbeteiligungen verbessern.
Home Office für 1-2 Tagen für Positionen in denen es möglich ist.
Mehr Wertschätzung auf allen Ebenen!
Prozesse und Aufgaben hinterfragen.
Arbeitsatmosphäre
Aufgebauter Druck durch immer mehr Aufgaben, die im laufe der Zeit delegiert werden. Mikromanagement wird gelebt: Nur KPIs zählen, die werden auch jede Woche stumpf abgefragt, der Rest interessiert nicht wirklich. Es gibt wenig gute und ehrliche Leute, welche sich meist zurückhalten. Die guten Leute gehen, die schlechten bleiben.
Image
Gemischt.
Work-Life-Balance
Kommt auf den Unternehmensbereich und/oder die Schicht an. Der eine mag Früh/Spät oder Nachtschichten, der andere nicht. Gleitzeitmodelle gibt es ebenfalls für bestimmte Abteilungen oder Positionen.
Homeoffice für 1 bis 2 Tagen wäre definitv möglich und Leistungsfördernd, ist aber durch die Leitung und Amazon nicht gewollt. Bei Ausgleichstagen konnte man sich den Tag nicht aussuchen, weil die "Kapazität" bei der Vertretung angeblich nicht ausreichte oder (mal wieder) andere Gründe angegeben wurden. Die obere Führung hatte es über Monate nicht hinbekommen, neue Manager einzustellen. Dementsprechend musste das doppelte an Arbeit irgendwie bewältigt werden. Das allein spricht für sich.
Karriere/Weiterbildung
Karriere hängt vom jeweiligen Standort sowie der Führungskraft ab. Kollegen, welche schon länger dabei sind oder eine bessere „persönliche Passung“ haben werden scheinbar bevorzugt. Auch unter besonderen Einzelfällen kommt es zu sehr schnellen Blitzaufstiegen, insbesondere dann, wenn kurzfristig vakante Positionen besetzt werden müssen. Gleichzeitig zeigt sich, dass andere Mitarbeitende trotz vergleichbarer und Erfahrung Qualifikation längere Zeiträume benötigen, um ähnliche Entwicklungsschritte zu durchlaufen oder diese nie erreichen. Solche Entwicklungen könnten in Teilen auf besondere "Umstände“ zurückgeführt werden
Das Amazon mittlerweile Manager aus allen möglichen Ländern einstellt, diese aber über schlechte bis gar keine Deutsch-Kenntnisse in einer Führungsposition verfügen, sagt schon vieles aus und widerspricht auch den Grundvoraussetzungen.
Gehalt/Benefits
Für den Anfang nach dem Studium gut, solange die Bonis noch laufen, aber keine großen Gehaltssprünge. Jährliche Erhöhung reicht nicht mal für die steigenden Lebenserhaltungskosten. Auch gibt es so gut wie keine zusätzlichen Aktien oder Gewinnbeteiligungen, welche die Motivation auf allen Ebenen anheben würde. Dafür immer T-Shirts oder "Freundschaftsarmbänder". Einzig positiver Punkt ist die eigene BU und das 58 € Ticket, welches Amazon subventioniert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch die Umstellung auf Elektro Flotte oder Rivians erste gute Anfänge geschaffen
Kollegenzusammenhalt
Das Arbeitsumfeld war durch ein hohes Maß an interner Konfliktanfälligkeit geprägt. Es sei denn, man schluckt alles und lässt sich unterkriegen. Einige Führungskräfte ab L4+ Ebene agieren eher als gut bezahlte Analysten, denn als Manager. Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten werden häufig nicht eigenverantwortlich gelöst (was eigentlich schon zu den Grundaufgaben eines Managers gehört) sondern eskalieren unverzüglich an die nächsthöhere Instanz. Dieses Verhalten deutet auf sehr hohe Defizite in Erfahrung und Führungskompetenz hin. In Gesprächen zur "Konfliktklärung" wurden Inhalte teilweise unpräzise oder anders wiedergegeben, was zu Verzerrungen der ursprünglichen Sachverhalte führte. Ein Vertrauensverhältnis unter Kolleginnen und Kollegen gestaltete sich aufgrund dieser Resistenz äußerst … sagen wir mal „schwierig“ bis gar nicht. Führungskräfte verfolgen oftmals Eigeninteressen und streben danach, sich im Vergleich zu anderen vorteilhaft zu positionieren. Stichwort: Ellbogen. Positiv hervorzuheben ist jedoch der ausgeprägte Zusammenhalt unter den Teamleitern und Associates.
Umgang mit älteren Kollegen
Gut, aber es gibt kaum ältere Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Weder der Standortleiter noch seine Stellvertreter zeigten in meiner Anfangszeit erkennbares Interesse an der aktiven Unterstützung während des Einarbeitungsprozesses, stattdessen wurde Kritik schnell und respektlos geäußert. Daraus lässt sich schließen, dass auch hier die Führungskompetenz noch nicht vollends ausgeprägt und der Aufstieg in diese Positionen mehr als fragwürdig war. Station stand zeitweise ohne Führung dar.
Standortleiter musste auf einmal urplötzlich das Unternehmen verlassen. Wenig später ist dann auch unser Ops Manager in die Schwangerschaft gegangen - alles sehr mysteriös... Neuer Standortleiter wesentlich besser, aber man merkte doch, dass hier noch einiges an Erfahrung für die Position fehlte.
Vertrauensverhältnis zum Manager schwierig. In Konflikt- oder Feedbackgesprächen hatte ich den Eindruck, dass Kritik nicht lösungsorientiert, sondern eher konfrontativ geäußert wurde.
Somit stumpfes Aufgaben abarbeiten.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsklima aufgrund der wenigen Räume beengend. An ungestörtes oder entspanntes arbeiten ist nicht zu denken, wenn Türen ständig auf und zu gehen, Kollegen laut am lachen oder reden ist oder ständig Menschen hin und her rennen oder Anliegen haben. Zudem völlig veraltete Bildschirme, Tische und Diensthandys. Kantine nicht vorhanden, dafür viele ungesunde Fertiggerichte und Snacks aus dem Kühlautomaten. Kein richtiger Rückzugsort, um wenigstens in der Pause runterzukommen
Kommunikation
Oft schwerfällig oder unkoordiniert. Einiges erfährt man nur durch Zufall, weil man gerade zur richtigen zeit am richtigen Ort ist oder auch gar nicht
Gleichberechtigung
Bestimmte Gruppen werden m.E. bevorzugt.
Interessante Aufgaben
Wird monoton und eintönig. Viele sinnlose Aufgaben und komplizierte/unnötige Prozesse.