Technisch wertvolle Jahre mit viel Eigenverantwortung und direktem Draht zur Geschäftsführung
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Technische Tiefe und Vielfalt der Aufgaben:
Wer Verantwortung übernehmen will und technisch fit ist, bekommt hier viele Chancen, sich zu beweisen – von komplexen Netzwerkprojekten bis zur direkten Kundenbetreuung.
• Vertrauensbasierte Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung:
Der direkte Draht zur GF war für mich ein großer Pluspunkt. Anliegen wurden ernst genommen, es war Raum für ehrliches Feedback, und es wurde gemeinsam nach Lösungen gesucht.
• Hohe Eigenverantwortung:
Selbstständiges Arbeiten wurde nicht nur erwartet, sondern auch ermöglicht. Ich konnte mir Aufgaben strukturieren, eigene Lösungen einbringen und Projekte aktiv mitgestalten.
• Abwechslungsreicher Alltag:
Kein Tag war wie der andere – gerade durch Kundenprojekte, Troubleshooting und wechselnde Anforderungen blieb die Arbeit dynamisch und nie eintönig.
• Home Office war möglich:
Auch wenn es intern nicht immer ganz unumstritten war, war Home Office im Alltag grundsätzlich machbar – das half enorm bei der Vereinbarkeit mit Familie und Privatem. Ich konnte sogar komplett von Remote arbeiten.
Gemeinsame Teamevents (Weihnachtsfeiern, Kart-Fahren, Sommerfest uvm.)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Fehlende klare Entwicklungsperspektiven:
Es gab keine offiziell definierten Karrierepfade oder regelmäßige Entwicklungsgespräche. Wer sich weiterentwickeln wollte, musste das meist selbst aktiv einfordern.
• Gehalt nur schwer verhandelbar:
Anpassungen beim Gehalt oder bei Benefits waren eher die Ausnahme als die Regel. Gespräche dazu liefen nicht immer auf Augenhöhe ab, und der Gestaltungsspielraum war gering.
• Mittlere Führungsebene (Teamleitung Mittelstand) nicht immer souverän:
In einzelnen Situationen war das Verhalten der Teamleitung (Mittelstand) nicht nachvollziehbar oder konstruktiv. Entscheidungen wurden manchmal kurzfristig kommuniziert oder nicht ausreichend begründet. Nicht so schöne, spannende Themen werden gerne delegiert.
• Mitverantwortung für Auftragslage:
Bei schwächerem Projektgeschäft wurde die Verantwortung teilweise auf Techniker übertragen – etwa durch Aufforderungen, Urlaub zu nehmen oder durch Druck auf Zeitauslastung. Das empfand ich als demotivierend. Hier muss der Vertrieb mehr in die Verantwortung genommen werden und auch das Thema Kundenzufriedenheit von bestehenden Kunden stärker beleuchtet werden.
• Kommunikation:
Es gab gelegentlich das Gefühl, dass über Mitarbeiter intern gesprochen wurde, statt offen mit ihnen. Eine direktere Feedbackkultur würde hier mehr Vertrauen schaffen.
Verbesserungsvorschläge
• Klarere Führungsstruktur:
Eine stärkere Rolle der Teamleitung (Mittelstand) in der Kommunikation und Organisation würde helfen, Abläufe klarer zu gestalten und Unsicherheiten im Alltag zu reduzieren. Entscheidungen sollten nachvollziehbar und für alle transparent kommuniziert werden.
• Strukturiertes Karriere- und Weiterbildungskonzept:
Mitarbeitende mit Entwicklungspotenzial könnten noch gezielter gefördert werden – etwa durch definierte Weiterbildungsbudgets, Zertifizierungen oder interne Entwicklungspfade (z. B. vom Techniker zum Projektleiter). Das schafft langfristige Motivation.
• Offenerer Umgang mit Projektflauten:
In Zeiten mit geringem Auftragseingang sollte stärker auf gemeinsames strategisches Arbeiten (z. B. internes Wissen, Doku, Innovationsprojekte) gesetzt werden – anstatt direkt zu kurzfristigem Urlaub zu raten. Das stärkt das Gefühl von Teamverantwortung und Wertschätzung.
• Mehr Transparenz bei Gehaltsentwicklung:
Regelmäßige Entwicklungsgespräche (z. B. einmal jährlich) könnten genutzt werden, um Perspektiven, Erwartungen und auch Vergütung fair und beidseitig offen zu besprechen. Das schafft Vertrauen und verhindert Frust.
• Austausch zwischen Abteilungen stärken:
Der Wissenstransfer zwischen Technik, Koordination und Vertrieb könnte aktiver gefördert werden – z. B. durch kurze monatliche Team-Updates oder standortübergreifende Jour Fixes.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war größtenteils kollegial und angenehm. Besonders im technischen Team war der Umgang respektvoll und lösungsorientiert. In stressigeren Phasen konnte es auch mal angespannter werden, aber insgesamt herrschte ein faires Miteinander.
Work-Life-Balance
Durch die Möglichkeit zum Home Office und flexible Arbeitszeiten ließ sich Berufliches und Privates gut vereinbaren. In projektfreien Zeiten wurde allerdings vom Teamleiter (Mittelstand) teilweise empfohlen, Urlaub zu nehmen – mit offener Kommunikation mit dem GF ließ sich das aber sofort klären. Urlaub dient ausschließlich der Erholung.
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege waren eher individuell als strukturiert – was Vor- und Nachteile hat. Weiterbildungen waren im Rahmen der Erhaltung der jeweiligen Partner Statis möglich, wurden aber selten aktiv angeboten. Wer Eigeninitiative zeigt, konnte fachlich durchaus wachsen, eine langfristige Entwicklungsperspektive war aber nicht formell definiert bspw. Entwicklungsplan o.ä.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war solide aber etwas ausbaufähig im vergleich zum Markt – vor allem in Relation zur Verantwortung und Qualifikation. Gehaltsentwicklungen wurden nur selten proaktiv initiiert. Dennoch habe ich positive Erfahrungen gemacht und durch Arbeitszeitreduktion eine indirekte Gehaltserhöhung erhalten, was zeigt, dass hier definitiv auf mich eingegangen wurde. Zusätzliche Sozialleistungen waren eher minimal, hier wäre langfristig noch Luft nach oben. Eine tiefere rollenbasierte Vergütung (Admin, Engineer, Supporter usw.) hätte ich noch gut gefunden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr viele Elektrofahrzeuge in der Fahrzeugflotte. Kluge Einsatzplanung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt war im technischen Bereich grundsätzlich gut. Bei Fragen oder spontanen Herausforderungen konnte man sich auf Kolleg:innen verlassen. Eine etwas bessere teamübergreifende Kommunikation – etwa zwischen Technik und Koordination – hätte jedoch manches vereinfacht.
Vorgesetztenverhalten
Was ich besonders geschätzt habe, war die offene Kommunikation mit der Geschäftsführung. Anliegen wurden ernst genommen, und es war möglich, auf Augenhöhe über Probleme oder Ideen zu sprechen. Auch wenn es vereinzelt Reibungen mit der Teamleitung (Mittelstand) gab, ließ sich über den direkten Draht zum GF immer eine konstruktive Lösung finden. Vor der Einführung des Teamleiters (Mittelstand) hatte ich den Eindruck, dass wir dort noch etwas agiler arbeiten konnten und insgesamt dadurch mehr Motivation im Team herrschte.
Kommunikation
Die Kommunikation mit der Geschäftsführung war klar, direkt und lösungsorientiert – besonders positiv. Innerhalb der mittleren Führungsebene (z. B. Teamleitung Mittelstand) hätte es dagegen manchmal etwas mehr Transparenz und Struktur gebraucht. Insgesamt wurde auf Feedback aber reagiert.
Interessante Aufgaben
Ich konnte eigenständig an spannenden IT-Projekten mitarbeiten – z. B. Sophos-Firewalls, Netzwerkarchitektur, VMware, Migrationen. Die Rolle als System Engineer war vielseitig und ging deutlich über klassischen Support hinaus. Technisch war es eine sehr lehrreiche Zeit mit viel Verantwortung.


