Viel Fassade, wenig dahinter
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt grundsätzlich engagierte Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit Spaß macht. Auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, ist grundsätzlich vorhanden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen dem, was offiziell kommuniziert wird, und dem, wie Entscheidungen tatsächlich getroffen werden. Führungskräfte erhalten zwar vermeintlich Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse, letztlich werden Entscheidungen aber häufig vom Inhaber vorgegeben oder nach seinen Vorstellungen korrigiert. Dadurch wirkt die übertragene Verantwortung teilweise eher wie eine Formalität.
Kritisch finde ich außerdem die Kommunikation hinter den Kulissen. Es entsteht immer wieder der Eindruck, dass über Mitarbeitende oder Führungskräfte hinter deren Rücken sehr negativ gesprochen wird. Das schafft Misstrauen und trägt aus meiner Sicht nicht zu einer offenen und wertschätzenden Unternehmenskultur bei.
Auch das Team hat sich meiner Wahrnehmung nach deutlich verändert. Der Zusammenhalt und die Stimmung waren vor einigen Jahren wesentlich besser. Heute fehlt mir teilweise das frühere Miteinander.
Enttäuschend sind für mich außerdem die zahlreichen Versprechungen und Ankündigungen, bei denen am Ende wenig oder deutlich weniger umgesetzt wird. Vieles wird angekündigt, aber sobald dafür tatsächlich Geld oder Ressourcen benötigt werden, wird häufig nur die günstigste bzw. kleinste Lösung umgesetzt – oder das Thema verliert sich ganz.
Insgesamt fehlt mir dadurch die Glaubwürdigkeit zwischen Worten und tatsächlichem Handeln. Für mich wären mehr Vertrauen in die eigenen Führungskräfte, eine ehrlichere Kommunikation und vor allem eine konsequentere Umsetzung von Zusagen wichtige Punkte, an denen gearbeitet werden sollte.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt sicherlich gute Ansätze und engagierte Menschen im Unternehmen. Aus meiner Sicht braucht es jedoch mehr Vertrauen in Führungskräfte, eine offenere Kommunikation und vor allem mehr Konsequenz zwischen dem, was angekündigt wird, und dem, was tatsächlich umgesetzt wird. Gerade wenn Führungskräfte offiziell Verantwortung tragen sollen, sollte ihnen diese Verantwortung auch tatsächlich zugestanden werden.