Ihr Unternehmen?

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Amor 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viele großartige Jahre – doch die letzten 2–3 Jahre zeigten leider einen massiven Führungs- und Strukturverfall.

2,6
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2024 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei AMOR GmbH in Hanau gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich blicke auf viele sehr gute Jahre zurück, in denen ich mich fachlich wie menschlich entwickeln konnte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Umso bedauerlicher war es, mitzuerleben, wie ein über 50 Jahre gewachsenes Unternehmen innerhalb kurzer Zeit führungstechnisch und strukturell erodierte. Diese Entwicklung hat schließlich dazu geführt, dass sich unsere Wege trennten, was sich im Rückblick als erstaunliche glückliche Fügung entpuppt hat.

Verbesserungsvorschläge

• Ehrliche Bestandsaufnahme der tatsächlichen Unternehmenssituation
• Mut zu notwendigen, auch unangenehmen Entscheidungen
• Professionellere Kommunikation zwischen den Bereichen
• Offene, konstruktive Feedbackkultur
• Strategische Neuausrichtung statt Selbstinszenierung

Arbeitsatmosphäre

Ich war über 15 Jahre im Unternehmen und habe lange Zeit sehr gern dort gearbeitet. Kollegialität, Vertrauen und Freude an der Arbeit prägten viele gute Jahre.
In den letzten 2–3 Jahren vor meinem Austritt kippte die Atmosphäre jedoch deutlich: Unsicherheit, ausbleibende Entscheidungen und fehlende Perspektiven belasteten zunehmend das tägliche Miteinander.

Image

Nach meinem Eindruck war das Image des Unternehmens intern zuletzt (Stand 2024) deutlich angeschlagen. Viele Mitarbeitende, mit denen ich im Austausch stand, äußerten sich kritisch über die Entwicklung der letzten Jahre und hatten zunehmend Schwierigkeiten, sich mit der Unternehmensausrichtung zu identifizieren.

Work-Life-Balance

Formal gut – allerdings auch, weil viele Mitarbeitende in den letzten Jahren innerlich resignierten und häufig nur noch Dienst nach Vorschrift machten.
Die Belastung war moderat, jedoch weniger aufgrund guter Organisation als wegen fehlender Motivation.

Karriere/Weiterbildung

bis 2020: große Lernchancen, viel Verantwortung.
Am Ende kaum noch Perspektiven durch strategische Unsicherheit.

Gehalt/Benefits

Marktüblich und leistungsgerecht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Neutral – spielte im Alltag keine wesentliche Rolle.

Kollegenzusammenhalt

Viele Jahre lang hervorragend.
In den späteren Jahren litt der Zusammenhalt spürbar unter den strukturellen Problemen und fehlender Führung, blieb aber in Teilen intakt.

Umgang mit älteren Kollegen

Zum Umgang mit älteren Kollegen bestehen unterschiedliche Eindrücke, die je nach Team und Situation variieren können.

Vorgesetztenverhalten

Das Unternehmen ist seit fast 20 Jahren Private-Equity-geführt, was immer wieder zu überhöhten Erwartungen und strategischen Luftschlössern führte. Der damaligen Geschäftsleitung fehlten sowohl klare Entscheidungen als auch die Fähigkeit, Ruhe und Orientierung ins Team zu bringen. Als die Lage besonders schwierig wurde, gingen beide Geschäftsführer nahezu zeitgleich – für viele Mitarbeitende kaum überraschend.
Umso befremdlicher wirkt heute ihr gegenseitiges Eigenlob auf LinkedIn, das eher den Eindruck einer Erfolgsgeschichte vermittelt als den Rückblick auf eine der herausforderndsten Zeiten, die Amor erlebt hat – und bis heute spürt. Den aktuellen Geschäftsführern drücke ich die Daumen, dass sie das Ruder erfolgreich herumreißen können.

Arbeitsbedingungen

Die Bedingungen waren grundsätzlich in Ordnung;
jedoch blieben Strukturen trotz veränderter Marktanforderungen eingefahren und unflexibel - Die Unterstützung durch die Personalabteilung war im Vertriebsalltag häufig unzureichend, was operative Abläufe unnötig erschwert hat.

Zusätzlich entstand bei mehreren Mitarbeitenden der Eindruck, dass der damalige Personalleiter sehr personenbezogen agierte. Anstatt lösungsorientiert zu arbeiten, verfolgte er vermeintliche Fehler einzelner Mitarbeitender mit auffälliger Konsequenz, sofern diese nicht in sein persönliches Sympathieschema passten.

Dieses Verhalten wurde als deutlich belastend erlebt und hatte spürbare Auswirkungen auf das tägliche Arbeiten. Bedauerlich war zudem, dass diese Dynamiken von der Geschäftsleitung offenbar nicht in der notwendigen Tiefe wahrgenommen wurden. Dies führte zu einer spürbaren Verunsicherung und trug nicht zu einer offenen, vertrauensvollen HR-Kultur bei.

Kommunikation

Zwischen den Abteilungsleitern wurde Kommunikation immer schwieriger:
fehlende Transparenz, verzögerte Informationen, kaum gelöste Konflikte.
Konstruktive Hinweise wurden zunehmend weniger ernst genommen und als persönliche Kritik aufgenommen.

Gleichberechtigung

Zur Gleichberechtigung liegen unterschiedliche Erfahrungen vor; eine einheitliche Bewertung ist nicht möglich.

Interessante Aufgaben

Fachlich interessante Arbeit, menschlich lange gut – bis Entscheidungen ausblieben

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.